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Promi-Spiel für Ronny Ziesmer verlegt
Neuer Termin im Oktober geplant
06.09.04
Das für den 9. September um 19 Uhr im Cottbuser Stadion der Freundschaft vorgesehene Spiel einer Prominenten-Auswahl gegen den Deutschen Meister und Pokalsieger im Frauenfußball Turbine Potsdam zu Gunsten des schwer verunglückten Cottbuser Turners Ronny Ziesmer wird verschoben.
«Wir wollen bei dieser Veranstaltung nicht nur das Stadion zur Verfügung stellen, sondern auch die Profi-Mannschaft will aktiv dabei sein, um etwas Konkretes für Ronny zu tun. Da wir aber am 10. September selbst ein Heimspiel gegen Oberhausen haben, wäre ein aktives Mitwirken unsere Profis zu diesem Termin nicht möglich» , begründet Energie-Pressesprecher Ronny Gersch die Verlegung.
Voraussichtlich wird im Oktober gespielt, da dort durch die WM-Qualifikation wieder ein punktspielfreies Wochenende eingeplant ist. Der genaue Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben. Der FC Energie hatte sich im Juli-Trainingslager im österreichischen Eichgraben, wo die Mannschaft die Nachricht vom Ziesmer-Unfall erreichte, spontan entschlossen, etwas für den Turner zu tun.
Bei diesem Promi-Spiel können sich die Fußballfreunde neben den Spitzenfußballerinnen und den Profis auch auf viele ehemalige Cottbuser Fußball-Größen freuen.
(source:lr-online.de)
50 Jahre Sportschule
Gute Bilanz
03.09.04
Jubiläen sind immer auch Anlass zum Rückblick. Und wenn man auf 50 ziemlich erfolgreiche Jahre zurückschauen kann, ist dieses NachHinten-Sehen und Erinnern besonders schön.

Ein halbes Jahrhundert Sportschule in der Lausitz, ob in Forst oder später in Cottbus, sind auch 50 Jahre Veränderung der Bedingungen und der Anforderungen. Und sie stehen für Personen, die sich im ganzen Land oder sogar rund um den Globus einen Namen gemacht haben: Da gab es die Turner Karin Janz und Sylvio Kroll, die Leichtathleten Rosemarie Ackermann, Gloria Siebert und Stephan Freigang, die Radsportler Bernd Drogan, Lutz Heßlich und Danilo Hondo, den Boxer Marco Rudolph sowie den Bob-Piloten Eberhard Weise.
Die Liste könnte problemlos fortgeführt werden, denn die Erfolge, die die Sportschüler von gestern aufzuweisen haben, sind lang. Und sie haben zum Glück für die Schule, den Ruf der Stadt und der Region noch längst kein Ende gefunden.
Im Gegenteil: Die ehemaligen Sportler sind längst zum Vorbild für jene Jungen und Mädchen geworden, die sich heute täglich beim Turnen, Boxen, Radfahren, in der Leichtathletik, beim Hand- oder Fußball schinden, um an die Leistungen vergangener Sportgrößen anzuknüpfen.
Namen wie Robert Juckel, Angela Brodtka und Katrin Meinke, die gerade aus Athen zurückgekehrt sind, Toni Mohr, Katja Schötz, Maximilian Levy, Heiko Doßke oder die Fußball-Schulmannschaften schreiben sich heute bereits wieder in die Siegerlisten ein. Und selbst noch jüngere Sportler stehen schon auf den Treppchen oder in den Startlöchern.

Wenn heute ehemalige, aktuelle und künftige Meister bei den Veranstaltungen aufeinander treffen, haben sie allen Grund zum Feiern. Denn nicht nur die Bilanz kann sich sehen lassen, auch der eingeschlagene Weg der Lausitzer „Eliteschule des Sport“ lässt für die Zukunft hoffen. Auf den Lorbeeren ausruhen kann man sich allerdings nicht. Vor allem beim Übergang vom Junioren- zum Erwachsenenbereich müssen die Anstrengungen weiter ver stärkt werden. Mit der Kooperation zu Betrieben und Bildungseinrichtungen der Region sowie zum BGS wurde eine wesentliche Hürde genommen. Doch auch für das sportliche Vorankommen dürfen für die Zukunft neue Wege kein Tabu sein.
(source:lr-online.de)
Olympia - Nachlese
DTB-Präsident Rainer Brechtken zur Olympia-Bilanz des Deutschen Turner-Bundes
01.09.04
Die Olympia-Teilnahme unseres Teams war ja überschattet von dem schweren Trainingsunfall von Ronny Ziesmer kurz vor Beginn der Spiele.
Insofern haben sich mit dem Trainingsunfall von Kienbaum für uns alle schlagartig die Wertigkeiten verändert. Dennoch hat uns der Verlauf der Spiele - die Motivation der Turn-Mannschaft und die Einbeziehung von Ronny Ziesmer aus dem Krankenhaus heraus - sehr viel Mut und Optimismus gegeben. In diesem Zusammenhang ziehe ich den Hut vor unserem Bundestrainer Andreas Hirsch und seinem Stab, die eine unglaubliche Betreuungsarbeit geleistet haben.
Was nach Olympia 2004 bleibt, ist unsere gemeinsame Aufgabe: Unseren Turner Ronny Ziesmer zu unterstützen in seinem Bemühen, für sich eine neue Lebensperspektive zu schaffen. Ich möchte an dieser Stelle auch die Gelegenheit nutzen, mich für die außerordentliche Unterstützung zu bedanken, die dem DTB von außen im Vorfeld und während der Olympischen Spiele in Form von Spenden für Ronny Ziesmer zuteil geworden ist.

Wie beurteilen Sie das sportliche Abschneiden des DTB-Teams?
Insgesamt hat sich das DTB-Olympiateam in Athen hervorragend und bestens vorbereitet präsentiert. Dafür gebührt an erster Stelle den Aktiven und auch allen Beteiligten - den Bundestrainern, Heimtrainern sowie dem gesamten Betreuerteam - mein herzlicher Dank für ihren Einsatz vor und in Athen 2004.
Aus sportlicher Sicht fällt unsere Bilanz positiv aus: Ein Olympiasieg von Anna Dogonadze und eine Bronze-Medaille von Henrik Stehlik im Trampolinturnen, Erreichen des Mannschaftsfinales im Gerätturnen der Männer, Qualifizierung für beide Plätze im 24er Mehrkampf-Finale und ein sensationelles Reck-Finale mit Fabian Hambüchen. Die gesteckten Maximal-Ziele wurden übertroffen, das Turnen wurde wieder öffentlich wahrgenommen, und zwar positiv und sympathisch. Wann hat es das zuletzt in Deutschland gegeben, dass ein Reck-Finale mit deutscher Beteiligung von über 9,6 Millionen Menschen am TV-Gerät verfolgt wird und der ARD die höchste Einschaltquote an diesem Abend, noch vor der Tagesschau beschert?
Als Erfolg für die Zukunft werte ich das Abschneiden in der Rhythmischen Sportgymnastik, denn immerhin haben wir mit der knapp 16jährigen Lisa Ingildeeva ein großes Talent nach nur wenigen internationalen Einsätzen an die olympische Spitze der besten 24 Gymnastinnen herangeführt, auch wenn der Traum vom Finale der besten 10 noch nicht erreicht werden konnte. Im Gerätturnen der Frauen haben sich unsere beiden Einzel-Starterinnen Yvonne Musik und Lisa Brüggemann solide präsentiert. Es hat sich jedoch deutlich gezeigt, dass der Abstand zur Weltspitze sehr groß ist. International gelten im Vergleich zu unseren Bedingungen in Deutschland ganz andere Maßstäbe.
Insgesamt bin ich - unter den derzeitigen Bedingungen unseres Spitzensports sowie bezogen auf die vorher gesteckten Ziele - mit dem Abschneiden der DTB-Olympia-Mannschaft zufrieden. Die Fortschritte gegenüber dem Ergebnis von Sydney 2000 sind das Ergebnis konsequenter Arbeit, auf die wir aufbauen können.

Mit dem Ende der Spiele von Athen beginnt ein neuer olympischer Zyklus in Richtung Peking 2008. Traditionell ist in der Sportpolitik wieder die Rede von einer neuen Ausrichtung des Spitzensports, von neuen Strukturen und einer Neuordnung der finanziellen Förderung. Wie geht es weiter im DTB?
Zunächst kommt es für uns darauf an, den positiven Schub von Athen 2004 für unsere olympischen Sportarten Gerätturnen, Trampolinturnen und Rhythmische Sportgymnastik zu verfolgen und hier vor allem die Sympathiewerte von Fabian Hambüchen in der Öffentlichkeit für das Turnen insgesamt zu nutzen. Mit Klaus Kärcher, ehemaliger Manager der Gymnastin Magdalena Brzeska, haben wir auf diesem Gebiet professionelle Unterstützung.
Der zu erwartenden sportpolitischen Diskussion nach den Spielen von 2004 begegnen wir im DTB natürlich nicht unvorbereitet. Schließlich haben wir uns bereits vor zwei Jahren mit Unterstützung der Stadt Stuttgart als Ausrichter die Weltmeisterschaften 2007 im Gerätturnen gesichert, die als Olympia-Qualifikation für Peking 2008 gelten. Die WM im eigenen Land wird sicher für viele Beteiligte ein wichtiger Motivationsschub sein.
Darüber hinaus haben wir unter Federführung vom Cottbuser Sylvio Kroll mit zahlreichen Turn-Experten ein Spitzensport-Konzept 2012 für unsere olympischen Sportarten entwickelt, das wir derzeit mit den Ländern abstimmen und im November 2004 beschließen wollen. Das Konzept orientiert sich an der Zielsetzung, mittelfristig bei internationalen Meisterschaften wieder Medaillen für den DTB zu erreichen. Es sieht innerhalb des DTB ein bundesweit einheitliches Trainings- und Betreuungskonzept in der Nachwuchsförderung sowie eine systematische Talentförderung mit regionalen Talentschulen und Talentzentren vor.

Die Idee hört sich gut an, aber lässt sich ein solches einheitliches Konzept bei der vorhandenen föderalen Struktur in Deutschland überhaupt umsetzen?
In der Tat - dies ist die Kernfrage in der Umsetzung des Konzeptes. Wir müssen hier umdenken: Das gesamte System kann nur funktionieren, wenn die regionalen Strukturen ihre personellen und finanziellen Ressourcen einbringen in die gemeinsam formulierte Zielsetzung. Es muss doch möglich sein, dass wir uns im DTB auf ein gemeinsames Spitzensport-Konzept mit einheitlichen regionalen Talentschulen und Talentzentren bis hin zu Nationalmannschaften verständigen und dass dann die auf Landes- und regionaler Ebene zur Verfügung stehenden Mittel aus der Landesförderung in dieses System eingebracht werden mit dem Ziel, am Ende in unseren olympischen Sportarten Medaillen bei internationalen Meisterschaften zu erringen. Wir werden es uns künftig nicht mehr leisten können, mit hohem Aufwand in einer Sportart an mehreren Stellen Deutschlands Spitzensportförderung zu betreiben, ohne die Einbindung in ein nationales Konzept des jeweiligen Spitzenverbandes. Dabei spreche ich nicht von Zentralisierung, sondern meine die konsequente Eingliederung aller Ebenen in ein bundesweites Konzept. Natürlich sind im Spitzensport auch regionale Bindungen wichtig, sie stehen aber nicht unbedingt im Gegensatz zu einer Einbindung in ein nationales Konzept. Meist sind es persönliche Interessen auf regionaler Ebene, die dem entgegen stehen. Diese Denkweise müssen wir überwinden.
Im DTB führen wir diese Diskussionen und Gespräche seit geraumer Zeit und wir haben die große Chance - wenn wir uns im November darüber einig werden - ohne großen Zeitverzug schon im Jahr 2005 in die Umsetzung für die WM Gerätturnen 2007, die Olympischen Spiele 2008 und 2012 zu gehen.
Auf Grund der bisher geführten Gespräche bin ich mir sicher, dass wir mit unserem nationalen Konzept bei den zuständigen Stellen der Spitzensportförderung - BMI, Landesministerien, DSB und NOK - unter dem Aspekt der Effizienz breite Zustimmung erfahren. (source:dtb)
offizielle NOK-Abschluss-Pressekonferenz zu Athen
Lob und Kritik halten sich die Waage
29.08.04
Bei der offiziellen NOK-Abschluss-Pressekonferenz zu den Olympischen Spielen in Athen sprach NOK-Präsident Dr. Klaus Steinbach von hervorragenden Spielen und dankte Griechenland als gutem Gastgeber. Darüber hinaus verlieh er seiner Freude über das Auftreten der deutschen Olympiamannschaft Ausdruck, die das Land würdig vertreten haben.

Ulrich Feldhoff, Vizepräsident Leistungssport des DSB, bedauerte, dass die deutsche Olympiamannschaft gesteckte Ziele nicht erreicht habe. In sportlicher Hinsicht seien die Aktiven Asiens, insbesondere Chinas und Japans, Gewinner der Spiele, während die Sportlerinnen und Sportler Europas, neben Deutschland auch Großbritanniens, Frankreichs, Italiens und Spaniens, an Boden verloren hätten.

Die deutsche Olympiamannschaft habe ein starkes und über weite Teile überzeugendes Ergebnis abgeliefert, bilanzierte der Chef de Mission der deutschen Olympiamannschaft, Dr. Klaus Steinbach (Foto). "Ebenso müssen wir aber auch festhalten, dass es Mannschaftsteile gab, die die Erwartungen nicht erfüllten konnten", sagte Steinbach. Die Endkampfteilnahme, Kriterium zur Nominierung für die Olympiamannschaft, sei im Durchschnitt nur von 55% der Aktiven, in der Leichtathletik gar nur von 20% der Sportlerinnen und Sportler erreicht worden.

Dennoch sei die Zielsetzung zu den TOP 5 der erfolgreichsten Sportnationen zu zählen, nach der Anzahl der Medaillen erreicht worden. Positiv bilanzierte Steinbach das Abschneiden der Spielsportarten sowie der Zweikampfsportarten Judo, Boxen und Fechten (Mannschaft). Im Bereich Wassersport habe die Teilmannschaft Kanu das erfolgreichste Teilergebnis überhaupt beigesteuert, während die Ruderer den eigenen Erwartungen entsprochen und die Schwimmer zum Teil hinter diesen zurückgeblieben seien. Ansprechend Leistungen habe es darüber hinaus beim Schießen, Radsport (insbesondere Bahn) und Reiten gegeben. Im Bereich Turnen seien insbesondere die Medaillen im Trampolinspringen zu erwähnen. Unter den Schwächen subsumierte Steinbach die Ergebnisse der Teilmannschaften Segeln, Ringen, Gewichtheben, Straßenradsport und Leichtathletik. Auffallend sei auch die Tatsache, dass die Top-Athleten und Top-Favoriten der Mannschaft den in sie gesetzten Erwartungen nicht immer hätten entsprechen können.

"Mit dem Beginn der nächsten Olympiade am kommenden Montag wird das NOK sich aktiv in die Diskussion um die notwendigen Veränderungen im Spitzensport einbringen", so NOK-Präsident Steinbach. "Wir wollen, dass dabei zuerst über Ziele und Inhalte, dann über Strukturen und ganz zum Schluss über Personen gesprochen wird", so der ärztliche Direktor der Hochwaldkliniken in Weiskirchen im Saarland. Zur Beteiligung aufgefordert seien alle im Spitzensport Verantwortung tragenden Einrichtungen. Das NOK für Deutschland wolle künftig stärker an der Spitzensportsteuerung beteiligt werden und nach Athen zügig in die Diskussion mit dem DSB eintreten.

Wenige Stunden vor Beendigung der Spiele galt der Dank des deutschen Chef de Mission allen Aktiven, ihren Trainern und Betreuern, den Verantwortlichen von DSB, Stiftung Deutscher Sporthilfe, ATHOC, IOC, Bundesministerien, Wirtschaftspartnern, Medien und vor allem den zahlreichen Volunteers (Freiwilligen), die die Spiele mit ihrem Engagement zu einem einmaligen Ereignis gemacht haben.

"Unser ursprüngliches Ziel, den dritten Platz in der Anzahl der Medaillen zu erreichen, musste bereits bei Halbzeit dieser Spiele korrigiert werden", sagte Ulrich Feldhoff, Vizepräsident Leistungssport des DSB und bilanzierte: "Wir sind mit einem blauen Auge davon gekommen". Feldhoff bemängelte insbesondere das Abschneiden von Leichtathleten und Ringern und forderte in diesen Sportarten dringend Veränderungen. "Wenn es uns nicht gelingt, uns in diesen medaillenträchtigen Sportarten zu verbessern, haben wir keine reelle Chance, 2008 unter den ersten fünf zu sein", sagte Feldhoff und verwies auf eine Plazierungsbilanz von 155 Rängen zwischen 1 und 10 sowie 199 Plazierungen zwischen 11 und Ausscheiden. Die Realisierung der Endkampfteilnahme bei nur 55% der Aktiven sei gegenüber 70% in Sydney gravierend zurückgegangen, erkannte Feldhoff.

Auffallend sei gewesen, dass es einigen Aktiven, den Beobachtungen und Äußerungen zufolge, am unbedingten Willen zum Sieg und zum bestmöglichen persönlichen Ergebnis hätten fehlen lassen. "Zufriedenheit auf niedrigem Niveau, das kann nicht die Einstellung sein, die für die kommenden Spiele in Peking weiterführt", so Feldhoff, der ergänzte: "Wer mit der Qualifikation für die Olympischen Spiele seine persönlichen Ziele schon erreicht hat, dem fehlt beim Olympischen Ereignis die richtige Einstellung, um sich in der Weltspitze zu etablieren". Auch den Gesundheitsnachweis bei vor den Spielen angeschlagenen Aktiven will Feldhoff künftig durch einen Leistungsnachweis ersetzt sehen. Das Ergebnis von Teilmannschaften wie Judo hingegen mache hingegen Mut, dass Sportler mit dem Mut zur Konzentration und überzeugenden Konzepten innerhalb von nur einer Olympiade wieder an die Weltspitze herangeführt werden könnten. "Ich bin mir nicht sicher, ob in allen Verbänden die Trainings- und Belastungssteuerung unmittelbar vor den Olympischen Spielen optimal funktioniert hat", sagte Feldhoff und sah sich in dieser Hinsicht insbesondere von den Planungen in dem von ihm geführten Kanu-Verband bestätigt. Als strukturellen Mangel im deutschen Spitzensportsystem führte Feldhoff die für viele Sportlerbiographien kennzeichnende "Parallelität von beruflicher und sportlicher Karriere" an, deren Probleme von anderen Ländern besser gelöst worden seien. Dramatische Karriereeinbrüche führten hingegen in Deutschland dazu, dass die seit sieben Jahren führende Position in der Addition der Ergebnisse aller Junioren-Weltmeisterschaften in den olympischen Sportarten nicht in den Aktivenbereich überführt werden könnte.
(nok)
ARD und PAYBACK für Ronny
da kann man nur DANKE sagen
30.08.04
In einer beispiellosen Aktion zwischen der ARD und einem der olympischen Hauptsponsoren PAYBACK sind durch den im Olympiastudio in Athen geführten Schlussweitsprungwettbewerb weit über 90.000 EURO zusammengekommen. Alexander Rittweger von PAYBACK erhöhte diesen Betrag auf die runde Summe von 100.000 und übergab den Scheck in der Olympia-Live-Übertragung soeben an Hans Ludwig Grüschow von der Deutschen Sporthilfe. Auf Initiative der ARD soll dieser Betrag dem im Vorfeld der Olympischen Spiele verunglückten Turner Ronny Ziesmer zu Gute kommen... (source:gymmedia)

Alexander Rittweger (38), Geschäftsführer von „Payback“ hat alle deutschen Athleten, Betreuer und Olympia-Funktionäre mit einer Kreditkarte ausgestattet. Alle Rabatt-Punkte, die bei Einkäufen gesammelt werden, kommen als Spende der Deutschen Sporthilfe zugute. Das Geld ist für den querschnittgelähmten Ex-Kunstturner Ronny Ziesmer. (source:bild)
Olympische Spiele in Athen
Nachlese / Kommentar
27.08.04
Ronny Ziesmer und die Athener Turnbewertungen ´ Ursächlich hat natürlich der verunglückte Turner im Berliner Unfallkrankenhaus, Ronny Ziesmer, nichts zu tun mit den Turnnoten in der Olympic Indoor Hall von Athen, außer, dass er sie auch mit Erstaunen am Bildschirm zur Kenntnis genommen hat, und es im ersten Kommentar sehr bedauerte, dass man mit einem schweren Fehler beim Sprung gegen einen fehlerlos turnenden Koreaner olympisches Mehrkampfgold bekommen kann...
... dann aber noch die Hochwertung des griechischen Start-Turners Tampakos - der so inzwischen zum "Star-Turner" aufgestiegen ist und somit - natürlich persönlich ungewollt - die souveränere Ringeleistung des Weltmeisters Jowtschew aufs Gröblichste beleidigte - übertroffen gar noch durch einen nie zuvor dagewesenen Eklat im Reckfinale durch selbst durch bestehende Regeln nicht nachvollziehbare Aktionen am Wertungstisch und in den obersten Wertungsgremien der FIG ...! Da platzte selbst einem sonst sehr fairen und die meisten Leistungen höflich honorierenden olympischen Publikum der Kragen...! Doch es gibt da bedeutsamere moralische Dimension dieser Fälle.
Angesichts solcher Athleten wie Ronny Ziesmer, oder Alexei Nemow oder Jordan Jowtschew, die in dieser Hightech-Disziplin wahrlich in jeder Sekunde ihres Tuns in Training und Wettkampf ein hohes Risiko eingehen, um ihr Leistungsvermögen für den Höhepunkt zu perfektionieren, wäre es eine moralische Schande, wenn ihnen dann gewissenlose Elemente mit dem Brevèt (Internationale Kampfrichterlizenz) in der Tasche am Podium gegenüber sitzen, die aus niederen oder egoistischen Gründen Manipulationen vornehmen sollten. Wie auch immer, denn es ist ja auch kein ausschließlich aktuelles Thema, nur weil es nun mal hier wieder auf olympischem Podest in aller Öffenlichkeit im grellen olympischen Lichte kulminierte:

Die FIG ist dringlichst augefordert, solcherart Missachtung der Leistungen der Athleten und den Beleidigungen ihrer Persönlichkeiten einen Riegel vorzuschieben - das ist ihr eigentlicher Auftrag!
(source:gymmedia)
Anmerkungen zu den „Turnskandalen“ bei den Olympischen Spielen
Mafia der Kampfrichter ?
26.08.04
Angesichts der Wertungsskandale bei den olympischen Männerwettbewerben forderte der erfolgreichste Trainer der Welt, Leonid Arkajew, durchgreifende Reformen.
In einem Interview erklärte der Russische Turnpräsident: "Es muss dringend etwas passieren! Vielleicht sollte ich das nicht sagen, aber wir haben eine Mafia der Kampfrichter", und bezog sich da besonders auf die Bewertung der Reck-Kür des Russen Alexei Nemow. Auch der ehemalige FIG-Präsident Juri Titow sprach von einem Skandal und forderte schleunigst Videoüberprüfungen...

Indes gibt es weitere Anmerkungen zu den „Turnskandalen“ bei den Olympischen Spielen, so z.B. von Thomas Hayn, Internationaler Kampfrichter: "Nachdem ich nunmehr die Berichterstattung über die diversen Eklats im Kunstturnen (leider gab es ja mehrere) - insbesondere die Reck-Entscheidung - gelesen habe, habe ich das Bedürfnis, eine differenzierte Stellungnahme abzugeben:

Das Krisenmanagement der F.I.G.
Problematisch - das soll vorweggestellt werden - ist jedenfalls das Krisenmanagement der FIG, andererseits aber auch (zumindest teilweise) die bisherigen Regelungen.

1.) Der Fall Fall Hamm / Kim: -- Dieser Fall umfasst mehrere Aspekte:
>> Erstens wurde der Fehler der A-Kampfrichter (nach meinem Kenntnisstand) von diesen sofort erkannt und eingestanden. Bei jedem kleineren Wettkampf (aber auch bei kleineren Internationalen Turnieren) ist es üblich, den Ausgangswert in einem solchen Fall sofort zu korrigieren. Stattdessen wurden die Koreaner vertröstet, im Endeffekt musste auf Grund der geltenden Regelungen und des durch die FIG verursachten Zeitverzugs die Entscheidung fallen, keine Änderung vorzunehmen. Dass eine Änderung, auch sofort nach dem Wettkampf, bei entsprechender Fernsehübertragung nicht so leicht erklärbar ist, ist zwar richtig. Der Erklärungsbedarf ist jetzt im Nachhinein aber ein viel größerer!
>> Zweitens ist es für mich ein nicht nachvollziehbarer Aspekt, dass Ausgangswerte bei entsprechendem Nachweis (z.B. Video) im Nachhinein nicht geändert werden können. Der Verweis auf den Fußball ist nur bedingt zulässig, da ein Tor im Fußball den gesamten Spielverlauf direkt beeinflusst, was beim Turnen zwar indirekt der Fall sein kann, aber eben nicht direkt erfolgt. Die Möglichkeit, gegen eine Wertung Protest einzulegen, sollte allerdings auf den Ausgangswert beschränkt sein und die Anerkennung von Elementen nicht umfassen, da dies zu einem Ausufern der Protestmöglichkeiten führen würde.
Das heißt: Wenn der Kari meint, es wurde ein "Morisue" geturnt, obwohl es ein "Belle" war, sollte ein Protest möglich sein, nicht jedoch, wenn der Kari meint, eine "Schwalbe" an den Ringen sei so kurz gewesen, dass sie nicht mehr als Element anerkannt werden kann. Jedenfalls ist ein restriktiver Gebrauch des Protestes unbedingt erforderlich.

2.) Der Fall Nemow:
Wie bereits angedeutet, sollte ein Protest gegen die B-Note nicht erlaubt sein, da sonst jeder gegen eine unliebsame Wertung protestieren würde und man nach jedem Wettkampf den Ausgang der unzähligen Proteste abwarten müsste. Ausgangswerte sind viel leichter objektivierbar als B-Noten.
Desweiteren ist dazu auszuführen, dass die Reck-Übung von Nemow zwar äußerst spektakulär und schwierig ist, dass die Übung von z.B. Hamm aber zwar nicht spektakulär, wohl aber schwierig ist. Beide haben den höchsten Ausgangswert von 10 Punkten.
Entscheidend für die Reihung ist somit nicht, was geturnt wird, sondern wie es geturnt wird. Leider sind Entscheidungen im Bereich von Bruchteilen von Zehntelpunkten mit dem freien Auge auch für den Experten oft nicht mehr nachvollziehbar. Der Ausgang sämtlicher Gerätefinalentscheidungen macht wieder einmal die Unzulänglichkeiten der Wertungsvorschriften deutlich: Im Spitzenbereich ist – entgegen der Ankündigung bei der Schaffung des Code – keine nachvollziehbare Differenzierung der besten Übungen möglich.

Nach oben offene Wertung
Der richtige Weg wäre es, den Ausgangswert nach oben offen zu gestalten. Dann hätte Nemow mit einer entsprechend schwierigen Übung das eine oder andere Zehntel gegenüber z.B. Hamm an Vorsprung über den Ausgangswert herausarbeiten können. Das ist bei der Ausarbeitung der derzeit gültigen Wertungsvorschriften auch diskutiert aber deshalb nicht umgesetzt worden, da es die Kampfrichter überfordern würde. Weiters wäre es im Sinne der Attraktivität des Turnsportes jedenfalls notwendig, spektakuläre Flugelemente am Reck (oder auch Schwungelemente an den Ringen) im Vergleich zu wenig attraktiven Drehungen in den oder aus dem Ell-Griff (oder Kraftelementen an den Ringen) aufzuwerten.

Zur Rolle des TK-Vorsitzenden
Völlig falsch und von einem absolut schlechtem Konfliktmanagement geprägt war die Reaktion von Adrian Stoica, den Vorsitzenden der Jury Sawao Kato zu einer Änderung zweier B-Noten zu bewegen. Da haben die FIG und das TK vollkommen recht: Kampfrichterentscheidungen bezüglich der B-Note müssen Tatsachenentscheidungen bleiben. Schließlich gibt es acht B-Kampfrichter, die Wahrscheinlichkeit, dass es dabei zu einem falschen Ergebnis kommt, ist äußerst gering (wird aber nie auszuschließen sein – leider kann das Turnen nicht vollkommen objektiv, nämlich in Sekunden, Metern o.ä., gemessen werden).

3.) Der Fall Khorkina:
In diesem Fall mag es so sein, dass sich Khorkina benachteiligt fühlte. Tatsache ist aber, dass im Mehrkampf Khorkina zwar die klar bessere Barren- und Sprungleistung gezeigt hat, dass aber sowohl ihre Balken- als auch ihre Bodenübung farb- und freudlos und vor allem fehlerhaft präsentiert wurden. Das Ergebnis scheint mir hier jedenfalls gerechtfertigt.

4.) Der Fall Tampakos / Jowtschew:
Sollte Tampakos tatsächlich, wie von den Bulgaren behauptet, einen geringeren Ausgangswert als Jowtschew haben, sei auf die Ausführungen zum Fall Hamm verwiesen. Es ist dazu noch anzumerken, dass natürlich die Gastgebernation immer einen gewissen Heimvorteil geniest. Es war also von vornherein klar, dass mit Tampakos zu rechnen sein würde...

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die FIG – insbesondere im Fall Hamm / Kim jedenfalls schlecht und unnötig bürokratisch reagiert hat. Die Kampfrichter wären ja bereit gewesen, ihre A-Note zu korrigieren. Die Kampfrichter aus Spanien und Kolumbien (die Rolle von Beckstead ist mir nach wie vor unklar...?) zu suspendieren, stellt jedenfalls eine unnötige Härte gegenüber diesen dar, zumal sie offensichtlich nicht die Absicht hatten, irgendjemanden zu bevor- oder benachteiligen.
Die FIG sollte ihre Fehler (nicht die der Kampfrichter) als solche anerkennen und versuchen, daraus zu lernen, und möglichst rasch Schritte setzen die derartige Vorkommnisse verhindern. Derartiges wirft ein äußerst schlechtes Licht auf den Turnsport, welcher ohnehin nicht über das beste Image in der Öffentlichkeit verfügt."
(source:gymmedia)
OSP Cottbus/Frankfurt (Oder) in Athen bisher im Soll
NOK schreibt Platz drei in der Nationenwertung ab
26.08.04
Lange Gesichter beim Nationalen Olympischen Komitee (NOK) für Deutschland, Zufriedenheit dagegen bei den Verantwortlichen des Olympiastützpunktes (OSP) Cottbus/Frankfurt (Oder).
Während die deutsche Mannschaft hier in Athen bisher in vielen Disziplinen hinter den Erwartungen blieb und Rang drei in der Nationenwertung kaum noch möglich ist, fällt die Bilanz des OSP am Ende der ersten Woche positiv aus: „Wir können bisher zufrieden sein“, sagte Wilfried Lausch, Leiter des OSP, der hier in Athen als einer von zwei deutschen Juroren an den Box-Wettbewerben teilnimmt.
Von der Zielvorgabe, im Kampf mit China den dritten Rang belegen zu können, ist Ulrich Feldhoff, Vizepräsident Leistungssport im Deutschen Sportbund (DSB), nach der ersten Olympia-Woche am Wochenende abgerückt. „Der dritte Platz ist nicht mehr haltbar, zumal sich auch im deutschen Team einige Hoffnungen auf Medaillen nicht erfüllt haben.“ Ulrich Feldhoff verwies vor allem auf die Enttäuschungen durch die Schwimmer und die Straßen-Radfahrer um Jan Ullrich.
Drei Medaillen hatte der Leiter des OSP Cottbus/Frankfurt (Oder), Wilfried Lausch, vor den Spielen von seinen zehn Sportlern gefordert. Zwei Medaillen – beide aus Gold, durch die Judoka Yvonne Bönisch und Schütze Manfred Kurzer - stehen zu Buche. Auch sonst zeigte sich der 46-jährige Lausch mit dem Auftreten zufrieden: „Angela Brodtka und Trixi Worrack aus Cottbus haben mit ihrem Auftreten zum Medaillengewinn von Judith Arndt beigetragen. Robert Juckel und die deutschen Turn-Mannschaft haben als Achte ihr selbst gestecktes Ziel erreicht“, sagte Lausch der RUNDSCHAU. Zu den Enttäuschungen zählt dagegen das Auftreten von Schwergewichts-Boxer Sebastian Köber (Frankfurt/Oder) und Judoka Sandra Köppen (Brandenburg). „Insgesamt hat das Abschneiden unserer Sportler für eine gute Ausgangslage für eine weitere gezielte Nachwuchsförderung vom Nachwuchs bis in die Spitze in Cottbus und Frankf urt (Oder) gesorgt“, so Lausch weiter.
(source:lr-online.de)
Solidaritätswelle für Ronny Ziesmer hält unvermindert an
Carl Lewis sorgt allein für weiter 8.500 EURO !
25.08.04
Auf dem Spendenkonto, das die Deutsche Sporthilfe und der DTB für den im Juli schwer verunglückten Nationalmannschaftsturner Ronny Ziesmer eingerichtet haben, sind mittlerweile rund 50.000 Euro eingegangen.
In der Mehrzahl handelt es sich dabei um kleinere Einzelspenden von Privatpersonen und Vereinsmitgliedern und täglich gehen weitere Spenden ein.
Die höchste Einzelspende mit 5.000 EUR leistete nach Mitteilung der Deutschen Sporthilfe der frühere Skirennläufer Christian Neureuther mit dem Erlös eines Benefiz-Golfturnieres.
Erfreulich ist auch die Resonanz und Solidarität innerhalb des organisierten Sports: So haben der Deutsche Sportbund und das Nationale Olympische Komitee ihre Unterstützung der Spendenaktion zugesagt und auch andere Sportarten helfen mit. Der Deutsche Hockey-Bund ruft seine Aktiven zu Spenden auf, die deutschen Ruderer (Team-Telekom-Rudern) haben aus ihrer Mannschaftskasse einen namhaften Betrag gestiftet und Horst Milde, der Organisator des Berlin-Marathons ruft beispielsweise auf der Homepage des Berlin-Marathons 2004 zu Spenden der Marathonläufer auf.
Viele weitere genannte und ungenannte Sportler zeigen so Ihre Solidarität.
"Wir freuen uns sehr über die breite Unterstützung für Ronny Ziesmer", bedankt sich DTB-Präsident Rainer Brechtken für die Solidarität, "und wir hoffen, dass wir mit diesen Einnahmen unseren Turner unterstützen können, nach seinem Unfall eine neue Lebensperspektive mit Berufsausbildung und beruflicher Tätigkeit entwickeln zu können." Ronny Ziesmer ist zwar über seinen Arbeitgeber Bundeswehr versichert, doch werden die für sein neues Leben erforderlichen Hilfsmittel diesen Betrag übersteigen, so dass Spenden von außen erforderlich sind.
In diesem Zusammenhang begrüßt der DTB-Präsident die Initiative der ARD-Olympiaredaktion, die den Erlös eines Standweitsprung-Wettbewerbs im Olympia-Studio Athen in Zusammenarbeit mit der Deutschen Sporthilfe und dem Partner „Payback“ direkt dem Hilfskonto Ronny Ziesmer zukommen lässt. Ronny Ziesmer hatte sich in einem TV-Beitrag erstmals nach seinem Unfall öffentlich für die Anteilnahme bedankt. Heute erst sorgte Leichtathletik-Weltstar Carl Lewis bei seinem ARD-Studio-Aufenthalt am allein für weiter 8.500 EURO! Mit den Worten "Ronny, Du hältst das durch, .. Du schaffst das!" ... wandte er sich direkt an den im Berliner Unfallkrankenhaus die Olympischen Spiele verfolgenden Cottbuser Turner.

Die ARD sammelt in ihren Olympiasendungen Geld für Ronny Ziesmer. Der 25-jährige Turner ist seit einem Trainingsunfall Mitte Juli querschnittgelähmt.
Seit Beginn der olympischen Spiele dürfen sich Gäste im ARD-Olympiastudio im Standweitsprung versuchen. Für jeden gesprungenen Zentimeter spenden ARD und Werbepartner Payback zehn Euro an die Deutsche Sporthilfe.
Aus der ARD-Olympiaredaktion kam die Idee, dieses Geld direkt Ronny Ziesmer zukommen zu lassen. Deutsche Sporthilfe und ARD-Partner waren von der Idee begeistert. Bis Montag Nachmittag waren bereits fast 39.000 Euro zusammengekommen die nun für die Rehabilitation des verunglückten Turners verwendet werden können. Alle Beteiligten hoffen, dass dieser Betrag bis zum Ende der Spiele noch kräftig anwächst.
Auch die Zuschauer der ARD-Olympiasendungen haben die Möglichkeit, sich mit einer Spende an der Aktion zu beteiligen.

Ziesmer bedankt sich öffentlich für Anteilnahme
Ronny Ziesmer äußerte sich am Montag in der ARD erstmals nach seinem Trainingsunfall öffentlich. Er bedankte sich für die Anteilnahme, die er erfahren habe. Das gebe ihm Kraft und Motivation für die Rehabilitation. Seinen Mannschaftskameraden dankte er für die Hingabe, mit der sie im Mehrkampffinale auch für ihn geturnt hätten. Das habe ihn gerührt und sprachlos gemacht, sagte der in der offiziellen Mannschaftskleidung im Rollstuhl sitzende Ronny Ziesmer.

Benefiz-Gala des DTB
Der Deutsche Turner-Bund selbst plant die Veranstaltung einer großen Benefiz-Gala für Ronny Ziesmer mit nationalen und internationalen Sportlerinnen und Sportlern im Herbst dieses Jahres in Berlin. Der Termin für diese Veranstaltung, voraussichtlich in der Max-Schmeling-Halle Berlin, steht noch nicht fest. „Wir befinden uns in Vorbereitungsgesprächen mit Partnern und Aktiven, die wir nach den Olympischen Spielen abschließen und dann den konkreten Termin für Oktober oder November bekannt geben können“, informiert Generalsekretär Hans-Peter Wullenweber über den Zwischenstand der Planungen.
(source:gymmedia)
FERNSEHOlymp
Moment der Stille / Moment der Aufmerksamkeit
25.08.04
Der Geschwätzigkeitsfaktor bei diesen Olympischen Spielen ist rekordverdächtig hoch. Da können die Programmchefs den armen Waldemar Hartmann noch so lange auf der Ersatzbank schmoren lassen – Waldi hat längst zahlreiche Nachahmer gefunden. Michael Steinbrecher vom ZDF zum Beispiel. Er mag auf den ersten Blick sympathischer wirken als der bayerische Mikrofonbeißer und Wettkampfduzer. Aber das macht die Steinbrecherschen Charmeattacken auf Sportler im Studio nur noch schlimmer und hinterhältiger.

Neulich, es waren Vorläufe der Frauen über die Hürden, mussten die atemlosen, enttäuschten deutschen Athletinnen, kaum dass sie zum Stehen gekommen waren, sogleich sozialistische Selbstkritik üben. Ein Scheißjob für Fernsehjournalisten, sicher: Lungern auf dem Spielfeld, an der Zielgeraden herum, um sich mit Nullsummenfragen („Sind Sie traurig, dass Sie die Qualifikation nicht geschafft haben? War das jahrelange Training jetzt umsonst? Werden Sie erst einmal ausspannen?“ usw.) auf bedauernswerte Sportler zu stürzen. Man könnte das vielleicht einmal bei Schauspielern probieren, nach einer Aufführung des „Ödipus“, um in Griechenland zu bleiben: „Wie war es für Sie, Ihren Vater umzubringen, dann mit Ihrer Mutter zu schlafen und sich nachher die Augen auszustechen?“ Oder nach einer „Antigone“: „Wie sind Sie damit klar gekommen, dass man Sie lebendig eingemauert hat?“

Das olympische Geschwätz kennt keine Pause, keine Gnade. Doch vorgestern Abend, bei Michael Antwerpes in der ARD, war es plötzlich still. Der deutsche Turner Ronny Ziesmer, Opfer eines schrecklichen Sportunfalls, sprach. Der Junge sitzt im Rollstuhl, ist vom Hals abwärts gelähmt. Er sprach zu seinen Freunden. Er wünschte ihnen Glück für Athen und bedankte sich für ihre Unterstützung. Es war ungeheuer bewegend, was er sagte und wie er es sagte. Wie er sich Mut machte. Muss das Leben, nicht nur das olympische, erst so erbarmungslos sein, damit das Geschwätz aufhört und ein Mensch spricht?
(source: tagesspiegel)

Turnen in Deutschland mit Rekord-Quote!
21 Stunden Olympische Spiele sorgten am Montag erneut für sehr gute Quoten. Die ARD erreichte einen Marktanteil von 24,9 Prozent. Den höchsten Wert an diesem Olympia-Tag erreichte das Kunstturnen mit dem Reckauftritt Fabian Hambüchens und dem ersten Interview Ronny Ziesmers nach seinem Unfall mit 7,47 Mio. Zuschauern und einem Marktanteil von 29,2 Prozent. Erneut wurden die sonst oft von den TV-Stationen selbst benutzen Argumente, dass die telegene Sportart Turnen zu wenig Zuschauer interessiere, ad absurdum geführt!
(source: gymmedia)
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