[ 1 | 70 | 80 | 90 | 100 | 110 | 115 | 116 | 117 | 118 | 119 | 120 | 121 | 122 | 123 | 124 | 125 | 130 | 140 | 150 | 160 | 170 | 177 ]
Cottbuser Nachwuchs on Tour
Aktuelles zur Info im www
22.06.06

DJM 2006 Schmiden
aktuell bei GYMmedia (link)



XIII.ISF-Weltgymnasiade
aktuell im web (link)
13 Cottbuser auf Medaillenjagd
Deutsche Jugendmeisterschaften in Schmiden
22.06.06
Mit 13 Turnern macht sich der SC Cottbus heute auf den Weg ins baden-württembergische Fellbach-Schmiden, wo von morgen bis zum Sonntag die diesjährigen Deutschen Jugendmeisterschaften im Gerätturnen der Männer ausgetragen werden.

Für die Wettkämpfe in den vier Altersklassen 12, 13/14, 15/16 und 17/18 haben sich insgesamt 120 Turner in ihren Landesverbänden qualifiziert. Das Cottbuser Aufgebot wird von Junioren-Europameister Steve Woitalla angeführt.
Für den 18-Jährigen sind es die letzten Jugend-Meisterschaften, da er ab dem kommenden Jahr zu den Senioren gehört. Der Wettbewerb in seiner Altersklasse verspricht besondere Spannung. Mit Helge Liebrich (Süßen), Brian Gladow (Berlin) sowie Max Finzel und Andreas Bretschneider (beide Chemnitz) kommt die stärkste Konkurrenz aus jener DTB-Riege, mit der Woitalla Anfang Mai bei den Junioren-Europameisterschaften im griechischen Volos die Goldmedaille holte. Woitalla selbst hatte zudem Gold am Barren, Silber am Boden sowie Bronze an den Ringen gewonnen und geht damit als einer der großen Favoriten in Schmiden an den Start.
«Das heißt aber nicht, dass ich Gold schon sicher habe» , gibt sich der mehrfache deutsche Jugendmeister zurückhaltend. Die Wettkämpfe werden als Mehrkämpfe mit Gerätefinale ausgetragen. «Ich will fehlerfrei durchturnen und so viele Finals wie möglich erreichen» , sagt er.
Sein Hauptaugenmerk liege dabei auf Boden, Ringen und Barren – den Erfolgsgeräten in Volos.



Neben Woitalla gehen in der höchsten Jugendklasse auch Benjamin Drabsch, Florian Kolzarek, Tim Giese und Martin Wurziger für den SC Cottbus ins Rennen. Mit Marc Krause, Nils Sitteck, Ivan Pauleit, Yannick Hesse, Christopher Jursch, Alexander Grötsch und Lukas Gallay in der AK 13/14 sowie Sebastian Ende in der AK 12 begeben sich weitere Lausitzer Talente beim ausrichtenden TSV Schmiden auf nationale Titeljagd.
(lr-online.de)
DJM 2006 Schmiden aktuell bei GYMmedia (link)
SCC - Sportschüler bei XIII. Weltgymnasiade
36 Nationen am Start
22.06.06
Direkt von den DJM in Schmiden kommend wird ein SCC-Turner - Team der Lausitzer Sportschule vom 26. Juni bis 3. Juli 2006 in Athen und Thessaloniki an der von der Internationalen Schulsportförderation organisierten XIII. Weltgymnasiade teilnehmen.


Damit vertreten die Turnerder Sportschule erstmals Deutschland bei diesem Wettbewerb.
Die Tage der Gymnasiade sollen für alle Teilnehmer und Betreuer einerseits Tage der körperlichen Ertüchtigung, der reinen Freude am Sport, sowie der olympischen Erziehung sein und andererseits aber auch Tage des kulturellen Austausches mit dem Ziel, gemeinsame Ideale der Menschlichkeit über die fünf Kontinente hinweg zu fördern.



Unser Team für Griechenland:
Alexander Grötsch,
Yannick Hesse,
Christopher Jursch,
Florian Kolzarek,
Martin Wurziger,
Lehrer – Trainer: Claus Immisch,
Kampfrichter: Mirko Wohlfahrt,
Delegationsleiter: Wolfgang Neubert (Schulleiter)

Teilnehmende Nationen (english)
Andorra, Australia, Austria, Belgium Flanders, Belgium French Community, Belgium German speaking Community, Bulgaria, China, Chinese Taipei, Cyprus, Czech Republic, England, Estonia, Finland, France, Germany, Greece, Hungary, Iran, Israel, Italy, Latvia, Liechtenstein, Luxemburg, Malta, Nigeria, Pakistan, Poland, Puerto Rico, Qatar, Russia, Slovak Republic, Spain, Sweden, Turkey, Ukraine, United Arab Emirates

XIII.ISF-Weltgymnasiade aktuell im web (link)
Deutsche Jugendmeisterschaften in Schmiden
Steve Woitalla an der Spitze des Cottbuser Aufgebots
20.06.06
Ein Jahr geht schnell vorüber…
So finden die diesjährigen Deutschen Jugendmeisterschaften vom 23. – 25.06.2006 in Schmiden statt. Für die Wettkämpfe in den 4 Altersklassen haben sich 120 Turner in Ihren Landesverbänden qualifiziert. Das Cottbuser Aufgebot von 13 Turnern wird von Junioreneuropameister Steve Woitalla angeführt, der in der AK 17/18 antreten wird.
(scc)

Die Teilnehmerliste gerade in dieser Klasse verspricht einiges: Alles was Rang, Namen und Talent hat, wird bei den diesjährigen Deutschen Jugendmeisterschaften am Start sein. So auch "die Goldjungs" aus Griechenland, die bei der Junioren-EM sechs Medaillen einsacken konnten.

Max Finzel, Steve Woitalla, Andreas Bretschneider, Helge Liebrich und Brian Gladow hatten sich im griechischen Volos mit drei Mal Gold (inklusive Teamwertung), Silber und zwei Mal Bronze extrem erfolgreich präsentiert; nun gehen sie in Fellbach Schmiden an den Start.
Die deutschen Hoffnungsträger dürften sich in der Altersklasse 17 - 18 Jahre einen spannenden Kampf um die Vormachtstellung im deutschen Nachwuchsturnen sichern, wohl letztmalig vor Ihrem Übergang zu den Senioren.
850 Jahre Cottbus
Cottbuser Turner und Trampoliner beim historischen Festumzug vor 250.000 Zuschauern
18.06.06
Auf einem gemeinsamen Festwagen des Schule-Leistungssport-Verbundssystems demonstrierten die Nachwuchsturner des SC Cottbus Turnen, gemeinsam mit Turnern des Turnvereins Cottbus 1861 ihr Können.
Viel Beifall erhielten die Kunst- und Trampolinturner unter der Leitung von Holger Behrendt - Olympiasieger 1988 an den Ringen - nicht nur von den Gästen der Ehrentribüne.
Entlang der gesamten Umzugsstrecke mussten die Turner immer wieder ihre Übungen präsentieren. Völlig abgekämpft aber glücklich kamen alle vom Festumzug zurück und genossen anschließend noch lange das bunte Treiben der 850 Jahr Feier.
(scc)
Nico Gärtner: 'Endlich ... Krücken können weg!'
14.06.06
Zur letzten Trampolin-EM in Metz hat der WM-Dritte von 2003, und EM-Vize 2004, der Cottbuser Nico Gärtner schon gefehlt, obwohl seinen Platz in der Doppel-Minitramp-Konkurrenz Michael Sehrt eingenommen hatte...
Jetzt endlich - 7 Monate nach seinem schlimmen Sturz mit bösen Folgen bei der GYMMOTION-Gala 2005 - darf der Turner aus Leidenschaft seine Krücken in die Ecke stellen.

"Das ist schon ein komisches Gefühl und sehr anstrengend, aber doch auch irgendwie schön, wieder auf eigenen Beinen zu stehen", so der "Trampolinturner des Jahres 2003", der darin auch einen wichtigen Schritt Richtung WM-Teilnahme 2007 sieht.
"Nun heißt es nach bisher schon täglichem 7-stündigen Reha-Programmen gezielt wieder die z.T. völlig rückentwickelte Beinmuskulatur wieder aufzubauen, immerhin beträgt der Unterschied der Oberschenkelumfänge rund 18 cm...!"
(gymmedia)
Landesmeisterschaften der Länder Berlin und Brandenburg
"Reserven erschließen"
12.06.06
Am vergangenen Wochenende führten die die Landesturnverbände Brandenburg und Berlin - inzwischen traditionell gemeinsam - ihre Landesmeisterschaften durch.

In diesem Jahr war der SC Cottbus Turnen Ausrichter dieser Meisterschaften, welche gleichzeitig als Qualifikationswettkampf für die in 14 Tagen stattfindenden Deutschen Jugendmeisterschaften in Fellberg-Schmieden galten.

Für die Turner galt es ihre aufsteigende Form kurz vor den DJM noch einmal nachzuweisen.
Neben hervorragend gezeigten Leistungen gibt es dennoch Reserven, welche die Turner in den nächsten 14 Tagen zu erschließen haben.

Zudem sind einige Turner auch von Verletzungen in der Vorbereitung auf die DJM nicht verschont geblieben.
"Trotz allem sehen wir den DJM optimistisch entgegen" sind sich Christian Adolf, Trainer der AK 12/13 sowie Claus Immisch Trainer der AK 13/14 einig.

Auch die jüngsten Turner der AK-Stufen (AK 9/10 und 11) nahmen an den Landesmeisterschaften teil.
Neben einer soliden Vorstellung der drei Altersklassen, die durch Kerstin Kießling und Holger Behrendt betreut werden, war es für die AK 9/10 auch ein Vorbereitungswettkampf auf die diesjährigen Kinder- und Jugendspiele in Brandeburg/Havel die ebenfalls in 14 Tagen stattfinden werden.
(scc)
Bundeskanzlerin Angela Merkel sagt Ronny Ziesmer Unterstützung zu
02.06.06
Am Rande der feierlichen Eröffnung des "Deutschen Historischen Museums" in Berlin kam es heute auch zu einer Begegnung und Gesprächen zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und einem der "100 Köpfe für Deutschland", Ronny ZIESMER.
Die Kanzlerin war bestens informiert über die Absicht der Stiftungsgründung Ronnys zur Unterstützung der neurologischen Forschung, betonte deren Bedeutung und sagte Ronny die weitere Unterstützung des Bundeskanzleramtes in dieser Sache zu.

Am Montag war Ronny Ziesmer bei der Aktion "100 Köpfe für morgen" in den Kreis der kreativen, jungen Leute aufgenommen, die symbolisch Deutschland als das "Land der Ideen" zur Fußballweltmeisterschaft darstellen sollen...
Erste Kontakte zum Bundeskanzleramt gab es bereits vor genau einem Jahr, beim Turnfest-Empfang 2005, als sich auf Initiative des Bundeskanzlers Gerhard Schröder das Bundeskanzleramt dem Thema der Unterstützung der Forschung auf dem Gebiet der Regeneration von Nervenzellen zuwandte.
Inzwischen hat seine Amtsnachfolgerin auch die Schirmherrschaft über die Turn-Weltmeisterschaften 2007 in Stuttgart übernommen.

"Ich find' es gut, dass sich die Politiker im Lande nicht nur für den Fußball engagieren!" - so Ronny.



Ronnys Stiftung soll in enger Kooperation mit der "Deutschen Stiftung Querschnittlähmung" (DSQ) insbesondere deutsches Forschungspotenzial für künftige Behandlung chronisch verletzter Rückenmarksfälle unterstützen. Angela Merkel sagte wirksame Unterstützung zu!
(gymmedia)
2 Turner unter den '100 KÖPFEN von MORGEN' ...
Ziesmer und Hambüchen sind auserwählt
30.05.06
Mit den Ideen von Menschen die hier leben, will sich Deutschland zur Fußball-WM von seiner besten Seite zeigen und sich den Gästen aus allen Teilen der Welt vorstellen.

Unter Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler wurde die Initiative "Deutschland - Land der Ideen" ins Leben gerufen...
Eine hochkarätig besetzte Jury hat nun aus über 400 Kandidaten d i e "hundert Köpfe von morgen" ausgesucht - alle unter 40 Jahren - junge talentierte, ehrgeizige Leute mit Ideen, Power und Visionen...
Gestern war Ausstellungseröffnung im "Deutschen Historischen Museum" in Berlin, und unter diesen Köpfen sind auch zwei Turner...

Manchmal ändert sich das Leben in Bruchteilen von Sekunden...
Am 12. Juli 2004 verunglückte Ronny Ziesmer im Olympia-Vorbereitungscamp..., seither ist alles anders als zuvor.

Nun hat die Jury diesen Mann mit auserwählt als kreativen, ideenreichen Kopf, der selbigen nicht in den sprichwörtlichen Sand steckte, sondern im Moment seine Stiftung "Allianz der Hoffnung . RONNY ZIESMER" gründet.
Mit ihr will er helfen, die Forschung auf dem Gebiet der Regeneration von Nervenzellen entscheidend voranzubringen, die allen Querschnittgelähmten zur Verfügung stehen soll!
"... stelle fest, ich bin hier der einzige Gehandicapte unter den 'Köpfen', das erhöht ja die Verantwortung enorm..., - stellte er lakonisch fest.
Natürlich wäre er viel lieber als aktiver Turner, so wie auch sein Ex-Nationalmannschaftskollege Fabian Hambüchen in diesen Kreativ-Kreis" gewählt worden...



Aber Ronny's neues Leben ist zwar nicht mehr das Leben eines Top-Athleten, der zu Olympia will, doch nicht minder steckt er voller Ideen:
"Momentan kämpfe ich mich erst mal durch die nächsten 6 Wochen der Prüfungen im 2. Semester an der Fachhochschule Lausitz...".
Und das an sich ist schon ein harter Job bei dem Grad der Behinderung eines Tetraplegikers.

"Sein Wissen geht an die Nerven..." ... das war auf einer anderen Personality-Stele einer der "Köpfe" zu lesen, nämlich auf der des Münchener Neurologen Dr. Frank Bradke, der am dortigen Max-Plank-Institut ebenfalls daran arbeitet, Nervenverletzungen am Rückenmark zu heilen.
" ... zu dem sollten wir mal Kontakt aufnehmen!" - meinte Ronny nachdenklich und rollte mit dieser neuen Idee und seinem Rollstuhl wieder zurück in sein nun gänzlich "anderes Leben".
(gymmedia)
Kopien einer Katastrophe
Vor gut einem Jahr verletzte sich der Turner Ronny Ziesmer im Training so schwer, dass er seitdem im Rollstuhl sitzt
25.08.05
Und wieder senkt sich das Licht der Kamera auf den jungen Mann im Rollstuhl. Vor dem grellen Scheinwerfer bleibt nichts im Verborgenen, keine Falte, kein Blinzeln, nicht mal ein unbedeutendes Stirnrunzeln.
Er redet, freundlich, geduldig, wie man ihn kennt. Beantwortet Fragen, die er schon vor Monaten beantwortet hat, wieder und wieder. Dann schweigt er, dreht sich, wendet sich, wie es sich der Fernsehreporter wünscht. Ronny Ziesmer war Leistungssportler, einer der besten deutschen Turner. Bis er vor 13 Monaten bei einem Sprung stürzte und unheilbare Halswirbelverletzungen erlitt. Den Sport musste er aufgeben, aber Leistung bringt er noch immer.

Fünf Kamerateams sind an diesem Dienstag gekommen, 20 Journalisten und ein Dutzend Ehrengäste. Sie alle stehen in der Turnhalle des Bundesleistungszentrums in Kienbaum, im Osten Berlins, dort, wo sich der Unfall am 14. Juli 2004 ereignet hatte.
Sie alle kennen die Geschichte des 26-Jährigen: den tragischen Sturz, die zehnmonatige Leidenszeit im Krankenhaus, die zaghaften Fortschritte und die gefeierte Rückkehr in die Öffentlichkeit.
Und trotzdem muss Ziesmer seine Erinnerungen schildern, dutzendfach. Hunderte Medienanfragen sind bei seinem Berater Eckhard Herholz eingegangen. Viele wollten den Jahrestag des Unglücks begehen. Doch Herholz platzierte den Termin bewusst etwas später, um in die Zukunft zu verweisen. Ziesmer muss viel zurückschauen, um ein bisschen nach vorn blicken zu dürfen. Er betrachtet das Ende seines ersten Lebens sachlich und distanziert.

Er hat die Mechanismen der Medienwelt verinnerlicht - mit Hilfe seines Beraters: "Ohne Unterstützung hätten sie mir schon im Krankenhaus die Bude eingerannt", sagt Ziesmer. Also gibt er den Katastrophen-Berichterstatter. So zieht er Aufmerksamkeit auf sich, vor allem die des herzschmerzsüchtigen Boulevards, und gibt sie an jene weiter, denen er helfen möchte.

Er will ein globales Netzwerk von Geschädigten und Unterstützern knüpfen mit dem pathetischen Titel: "Allianz der Hoffnung". Während der Pressekonferenz in Kienbaum wird er auf dem Podium von Gästen aus ganz Deutschland flankiert. Zum Beispiel von Herbert Tröscher, dem Gründer der Neuraxo Biotec GmbH in Düsseldorf. Das Unternehmen arbeitet an der Entwicklung eines Medikaments zur Behandlung von Querschnittsgelähmten. Noch fehlen 2,5 Millionen Euro Eigenkapital, um die ersehnte Marktreife zu forcieren. Jahrelang bemühte sich Tröscher um Investoren. "Diese Behandlung könnte tausenden Menschen helfen", sagt er und ergänzt: "Sie würde den Wissenschaftsstandort Deutschland stärken und Arbeitsplätze schaffen." Klingt nach viel Verantwortung? Ronny Ziesmer will sie auf sich nehmen, dafür beantwortet er auch die dümmsten Fragen zehnmal pro Stunde. Er möchte Sensibilität für diese Branche schaffen. Ihm wird das leichter fallen als Marketingstrategen. Er spricht nicht von Aufbruch, er erwirkt ihn.

Besuche bei Kanzler Schröder und CDU-Politiker Schäuble hat er hinter sich. In Kienbaum nahm er an einem Workshop für Rollstuhlfahrer teil. Mit dem so genannten Handbike möchte er in ferner Zukunft an den Paralympics teilnehmen. Er hat seine eigene Wohnung in der Cottbuser Innenstadt bezogen, will demnächst ein umgebautes Auto steuern und im Herbst ein Studium der Biotechnologie in Senftenberg beginnen.

Selbst die Gesundheitsministerin Brandenburgs, Dagmar Ziegler, ist in Kienbaum, bedankt sich artig für den Tatendrang des prominenten Patienten und berichtet von den Problemen ihres Ressorts. Eine solche Plattform wird ihr selten geboten.
Ziesmer hat eine Minderheit ins Rampenlicht gerückt und ist zum Aufklärer für rund 170.000 Querschnittgelähmte in Deutschland geworden. "Für unsere Zunft ist er ein Glücksfall", sagt Heinrich Köberle, vierfacher Paralympics-Sieger in der Leichtathletik: "Er ist ein Kämpfer."

Die Grenze zum Marketing ist nicht mehr weit. Ziesmer kann wenig dafür. Er will die Öffentlichkeit nicht meiden, denn er hat große Pläne. Die Konsequenz: mediales Mitleid.
Darauf hätte Ziesmer schon Minuten nach seinem Sturz verzichten können. Als er vor zwei Jahren deutscher Mehrkampfmeister wurde, hatte kein Kameralicht sein Gesicht angestrahlt, die Meldungen in den Zeitungen hätte er nicht mal mit einer Lupe entdeckt.
Nun hat er durch die Behinderung eine Bekanntheit erlangt, die ihm keine olympische Goldmedaille hätte bescheren können. Das Pressearchiv wächst, Artikel mit großen Buchstaben und Mitschnitte von Fernsehreportagen gehen täglich ein. Namhafte Entscheidungsträger bitten um seine Hilfe. Vor dem Unfall kannten sie nicht mal seinen Namen.
Mit diesem Paradoxon hat Ziesmer sich arrangiert: "Es ist ein komisches Gefühl. Aber ich empfinde diese Termine als positiven Stress."

Man möchte ihm das glauben. Doch wer ihn in der Sporthalle beobachtet, der sieht, dass ihm die Presseversorgung nicht nur Spaß bringt.
Manchmal atmet er tief durch, hebt beide Augenbrauen, dann verschwindet das Lächeln für einen Moment.

Andreas Hirsch, der Bundestrainer des Turner-Bundes, kann das nachvollziehen. Auch er muss viele Interviews geben. So viele Journalisten hatte er noch nie in der Halle. Er möchte nicht missverstanden werden, die Persönlichkeit Ziesmers hat sein Leben bereichert, doch er sagt auch: "Wir stehen hier nur im Hintergrund und werden begafft wie die Affen im Zoo."
Die Leitfigur seiner Sportart ist dem Sport längst verloren gegangen. Das weiß er, das hat er akzeptiert. Verstanden hat er es nicht.
(taz)
[ 1 | 70 | 80 | 90 | 100 | 110 | 115 | 116 | 117 | 118 | 119 | 120 | 121 | 122 | 123 | 124 | 125 | 130 | 140 | 150 | 160 | 170 | 177 ]
SCC-AKTUELL
mit unserem Förderer

aktuelle Weltranglisten

MEILENSTEINE

Festbroschüre zum 20-jährigen Bestehen des SC Cottbus Turnen e.V.
(PDF, ca. 6,0 MB)

Kinder stark machen:
"Turnen ist in"
Die Turn-Talentschule Lausitz: eine Initiative von T.I.C. und dem SC Cottbus Turnen e.V.
klicken Sie doch mal rein !
(pdf, ca 250 kb)

Wir stehen für einen sauberen Sport!
Für einen fairen Wettkampf, in dem der Beste gewinnt und der Verlierer die Leistung seines Bezwingers respektiert.
NADA - Nationale Antidoping Agentur
SPORTCLUB COTTBUS TURNEN e.V. - Dresdener Straße 18, 03050 Cottbus, Tel: (0355) 48 63 52, E-Mail: info@scc-turnen.de