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Hilfe zur Selbsthilfe
Kooperation mit "wings for life"?
29.08.05
Auf Einladung der Wissenschaftler der Universität Düsseldorf und der NEURAXO Biotec GmbH, die in der Forschung auf dem Gebiet der Regeneration von Nervenzellen derzeit bemerkenswerte Fortschritte erzielen traf Ronny Ziesmer bei einer Kompetenz- und Kennenlernrunde in Düsseldorf auf den mehrfachen österreichische Ex-Motocross-Weltmeister Heinz Kinigadner, dessen Sohn Hannes durch einen Sportunfall vor 2 Jahren einen ähnlich dramatischen Unfall erlitt, wie er selbst.

Kinigadner hat - mit maßgeblicher Unterstützung der Marke Red Bull - eine Stiftung, die "Wings for Life Spinal Cord Research Foundation". (wings for life ) gegründet. In den letzten Tagen hatten nun beide Seiten Kontakt zueinander aufgenommen.
Das gemeinsame Interesse an den Fortschritten der Forschung im Bereich der NEURAXO Biotec GmbH und der Experten der Universität Düsseldorf führte letzten Freitag zu einer von Neuraxo arrangierten wissenschaftlichen Präsentation in Düsseldorf.

Sowohl Ronny Ziesmer als auch Heinz Kinigadner informierten sich über Stand und Aussichten der Forschung betreffs Regenerationsfähigkeit von Nervenzellen im Bereich des Zenralnervensystems und vereinbarten weitere intensive Kontakte, auch im Zusammenhang mit der von Ronny Ziesmer beabsichtigeten Struktur einer "ALLIANZ DER HOFFNUNG", worunter globale Kooperation und das sinnhafte Konzentrieren und Bündeln aller Kräfte und Mittel zur Erzielung von Fortschritten für Rückenmarksverletzte zu verstehen sein wird.

Auf Einladung Heinz Kinigadners hat sich Ronny Ziesmer in den ersten Septembertagen zu einer Reise nach Ibiza entschlossen, wo im Vorfeld des Formel 1-Rennens in Spa (Großer Preis von Belgien) eine Charity-Veranstaltung "Battle of Kings" zugunsten von Rückenmarksverletzen und der Stiftung "Wings for Life" stattfinden wird.

Hier wird Ronny sowohl mit dem ebenfalls gelähmten Hannes Kinigadner zusammentreffen, wie auch mit den Größen der internationalen Motorsport-Szene, wie Ralf Schumacher, David Coulthard, Juan-Pablo Montoya oder Niki Lauda, die sich allesamt für "Wings for Life" engagieren...
(scc - mit Material von GYMmedia)

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Rolle vorwärts
Foto (GYMmedia)
24.08.05
Am Dienstag ist der querschnittgelähmte Turner Ronny Ziesmer erstmals an den Ort seines folgenreichen Unfalls zurückgekehrt, ins Trainingszentrum Kienbaum östlich von Berlin. Er traf dabei auch Bundestrainer Andreas Hirsch, mit dem er sich dort auf die Olympischen Spiele von Athen vorbereitete, als er am 14. Juli 2004 bei einem Sprung stürzte und unheilbare Halswirbelverletzungen erlitt.

Daß der Berliner Hirsch großen Anteil an der Rehabilitation von Ziesmer hat, ist im Sport weithin bekannt. Daß aber Ziesmer dafür gesorgt hat, daß Hirsch überhaupt noch Bundestrainer ist, war die eindrucksvollste Nachricht des Tages.
„Wir haben hier in den Pavillons gesessen und uns gefragt: Schmeißen wir den ganzen Kram hin?” erzählte der 47 Jahre alte Hirsch auf einer Pressekonferenz. „Ronny hat uns zu der Überzeugung gebracht, daß wir nichts Schlechtes tun. Wir streben nach Höchstleistung.” Turner und Trainer schlossen sich nur deshalb vollzählig der deutschen Olympiamannschaft an, weil der querschnittgelähmte Ziesmer sie vom Krankenbett aus dazu aufgefordert hatte.
„Ich habe selten einen so tollen Jungen erlebt”
„Er war schon als Turner extrem zielstrebig”, lobte Ziesmers Cottbuser Vereinskamerad Robert Juckel. „Das spiegelt sich in seinem jetzigen Verhalten, das hat ihm einen Vorteil verschafft.”
Und Boxtrainer Uli Wegner, damals wie heute zufällig mit einigen Profis beim Training in Kienbaum, stimmte begeistert ein: „Ich habe selten einen so tollen Jungen erlebt. An dem sollte man sich ein Beispiel nehmen.” „Ich habe durch das Beispiel von Ronny gemerkt, daß es mehr gibt im Leben als nur die Konzentration auf Höchstleistung”, sagte Hirsch. „Er hat mein Leben bereichert. Er hat mich reifer gemacht. Er hat mir ein ganz anderes Weltbild gegeben.”

Zwar hat Ziesmer erst vor vier Monaten die Unfallklinik verlassen. Zwar sieht er seitdem die Bewältigung des Alltags als seine größte Herausforderung an. Doch nicht nur den regelmäßigen Weg aus seiner Wohnung in Cottbus zu Physio- und Ergotherapie geht er mit dem Herz eines Boxers an. Der junge Mann von gerade 26 Jahren hat die Rolle angenommen, die ihm seine Bekanntheit und die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit ihm zugewiesen haben. Im vergangenen Dezember gaben die Turner für ihn eine Gala in Berlin. Bundeskanzler Gerhard Schröder und der Unionspolitiker Wolfgang Schäuble, auch er an den Rollstuhl gefesselt, empfingen ihn. Ziesmer weiß, daß er Vorkämpfer von knapp 200.000 Querschnittsgelähmten in Deutschland ist.

Immer noch scheint Ziesmer Leistungssportler zu sein. So war er nicht aus sentimentalen Gründen oder zur Vergangenheitsbewältigung nach Kienbaum gekommen, sondern um an einem Workshop für Rollstuhlfahrer teilzunehmen: bei Heinrich Köberle, viermal Sieger im Rennrollstuhlfahren bei den Paralympics.
Von Errol Marklein, dem Sieger des Berlin-Marathons im Rollstuhl, hat er den entsprechenden Monoposto auf drei Rädern und mit Handantrieb geschenkt bekommen. Er ist begeistert. Die Geschwindigkeit nannte er als größtes Faszinosum des Hand-Bikes: „So führt der Weg noch schneller nach vorn, hoffentlich.” Schon ist von einem Marathon die Rede, für den Ziesmer trainieren will.

Im September wird er sich für ein Studium der Biotechnologie an der Fachhochschule Lausitz in Senftenberg einschreiben. Und dann ist da immer noch die Aufgabe, sich als Zugpferd für die Rollstuhlfahrer der Welt ins Zeug zu legen. Als Schlüsselerlebnis beschreibt Ziesmer die Begegnung mit Herbert Tröscher, einem ehemaligen Entwicklungsingenieur und Topmanager. Dieser hat vor wenigen Jahren in Düsseldorf das Unternehmen Neuraxo Biotec gegründet, das an der Entwicklung eines Medikaments zur Behandlung von Querschnittlähmung arbeitet. In diesem Jahr wird es in die klinische Forschung gehen. Doch noch fehlen zweieinhalb Millionen Euro Eigenkapital, um Tröschers Prognose von der Marktreife des Präparats schon in fünf Jahren realisieren zu können.

Deshalb wollen Ziesmer und sein Freund und Berater Eckhard Herholz sich auch für die Beschaffung dieses Geldes engagieren, das auf dem Finanzmarkt als Risikokapital gilt, für die Betroffenen vor allem aber mit Erwartungen verbunden ist. „Allianz der Hoffnung” nennen sie ihre Bemühungen, ein weltweites Netzwerk von Betroffenen und Unterstützern zu knüpfen. Außerdem werben sie - nicht ohne Widerhall in der Politik, wie der Besuch der brandenburgischen Ministerin Dagmar Ziegler am Dienstag zeigte - für die Gründung eines Zentrums für neuronale Regeneration, einer Einrichtung, die die Forschungsansätze auf diesem Gebiet verfolgt und verbindet.

Ob Ziesmer dazu, wie ursprünglich geplant, eine Stiftung mit seinem Namen ins Leben rufen wird, ist unter dieser Prämisse fraglich geworden. Gut möglich, daß er sich statt dessen für eine Beteiligungsgesellschaft entscheidet, die medizinische Hoffnung und finanzielles Risiko mit der Aussicht auf eine Rendite verbindet. „Ich sehe das Studium der Biotechnologie in dieser Hinsicht als Kompetenzerwerb”, sagt Ziesmer. Unternehmerisches Engagement würde besser zu ihm und seinem Elan passen denn eine Rolle als Galionsfigur.
(source: faz)
Ziesmers Rückkehr
"Allianz der Hoffnung" für 200.000 Betroffene allein in Deutschland
24.08.05
Ronny Ziesmer ist diese Bahn noch nicht oft heruntergefahren, seit Sonnabend hält er sich ja erst wieder in der Sportschule Kienbaum bei Berlin auf. Er war in der Halle, wo sich vor 13 Monaten sein schlimmer Unfall ereignet hat, und nun sitzt er im Handbike, einem handbetriebenen Rollstuhl, und fährt den Rundkurs entlang, auf dem für gewöhnlich die Geher und Eisschnelläufer trainieren. Den starken Regen scheint er zu ignorieren. "Wir Sportler sind ja hart", sagt er und zuckelt davon.

Als er eine Stunde später das Training beendet, sieht er blaß aus. Die Gewöhnung an die Ausdauerbelastung vollzieht sich erst langsam, "aber der Ronny kommt schon ganz gut damit zurecht", sagt Heinrich Köberle. Der viermalige Paralympics-Sieger hat Ziesmer auf dessen Übungsfahrt begleitet, er ist jetzt so etwas wie ein Vorbild für den ehemaligen Turner, denn er hat die gleiche Behinderung: Auch Köberle ist querschnittsgelähmt nach einem Unfall. Er lebt seit 36 Jahren mit dem Handicap und wirbt um Aufmerksamkeit für sich und die Seinen. "Der Ronny", sagt Köberle, "ist mit seiner Motivation und seinem Willen ein Glücksfall."

Am Rande der Strecke haben sich inzwischen die Frauen der Volleyball-Nationalmannschaft eingefunden, auch Boxer Markus Beyer ist da und das Auswahlteam der Wasserspringer. Sie klatschen zaghaft, als Ziesmer vorbeirollt. "Danke", ruft der 26jährige verlegen, "danke an alle. Mir fehlen die Worte." Er schaut dabei auf den Boden, als wolle er den Blicken ausweichen. Er war ja mal einer von ihnen, damals, ehe er sich in der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele 2004 bei einem Übungssprung in der Sportschule das Rückgrat zwischen dem fünften und sechsten Halswirbel brach. Seither versucht Ziesmer, sein Leben als Behinderter zu meistern. "Die Alltagsbewältigung", sagt er, "ist die größte Herausforderung für mich."

Neun Monate hat er nach dem Unfall im Klinikum Berlin-Marzahn verbringen müssen, am 3. Mai 2005 wurde er entlassen. Er zog in seine alte Heimat nach Cottbus, und es entspricht wohl der Natur des "Kämpfers", wie ihn sein Freund und ehemaliger Mannschaftskollege Robert Juckel nennt, daß er sich seither neuen Aufgaben stellt.

Die Fahrten mit dem Handbike ("Vielleicht nehme ich mal am Berlin-Marathon teil") gehören ebenso dazu wie ein Studium der Biotechnologie, das Ziesmer im Wintersemester an der Fachhochschule Senftenberg beginnen will.
Eigentlich hatte sich der Turner ehedem für Wirtschaftswissenschaften interessiert, doch der Wechsel der Fachrichtung hat nachvollziehbare Gründe. Ziesmer will sich bei der Forschung über die Regeneration von Nervenzellen einbringen, das Studium diene ihm als Kompetenzerwerb. "Ich will ja wissen, worüber ich spreche."
Etwa dann, wenn er sich mit Herbert Tröscher unterhält. Der Diplom-Ingenieur ist Aufsichtsrat der Neuraxo Biotec, einem Düsseldorfer Unternehmen, das als erste Einrichtung einen Wirkstoff für die Regeneration verletzter Nervenzellen gefunden hat.

Doch noch fehlen Biotec etwa 2,5 Millionen Euro, um die Untersuchungen fortzuführen. Ziesmer soll helfen, das Geld zusammenzubringen, gemeinsam mit Tröscher setzt er sich für eine Dachorganisation mit dem Arbeitstitel "Allianz der Hoffnung" ein. Sie könnte Hilfe für die knapp 200 000 Querschnittsgelähmten in Deutschland versprechen.
Und für Ziesmer selbst.
(source: mopo)
Ronny Ziesmer kehrt an den Ort seines Unfalls zurück
Cottbuser erstmals wieder im Sportzentrum Kienbaum / Einstiger Turner stellt Projekt „Allianz der Hoffnung“ vor
23.08.05
Ronny Ziesmer ist gestern erstmals wieder an den Ort seines schweren Unfalls am 12. Juli 2004 zurückgekehrt. „Da bin ich wieder. Ich fühle mich keineswegs deprimiert.
Aber ich glaube, das entspricht meinem Wesen“, sagte der 26-jährige Cottbuser im Sportzentrum Kienbaum, wo er sich an einem Workshop für Handbiker beteiligt. Das Treffen wird vom viermaligen Paralympics-Sieger Heinrich Köberle organisiert, der Ronny Ziesmer gestern ein auf seinen Körper angepasstes Handbike überreichte.
„Ronny ist ein Glücksfall für unsere Zunft. Über ihn können wir unseren Problemen eine große Plattform geben“, erklärte der Athlet.

Seit dem Unfall in der Olympia-Vorbereitung ist Ziesmer querschnittgelähmt und auf den Rollstuhl angewiesen. „Das Handbiking macht unheimlich Spaß. Es vermittelt ein tolles Gefühl der Geschwindigkeit“, sagte der frühere deutsche Mehrkampf-Meister im Turnen. „Im Moment ist das alles noch Rehabilitation, doch ich kann mir schon vorstellen, einmal Marathon zu fahren und an Paralympics teilzunehmen“, sagte der Lausitzer 113 Tage nach der Entlassung aus dem Unfallkrankenhaus Berlin.
„Im Moment ist die Alltagsbewältigung meine größte Herausforderung“, gestand Ziesmer, der am 1. September ein Biotechnologie-Studium an der Fachhochschule Lausitz beginnt. „Ich werde anfangs nicht von acht bis 20 Uhr auf dem Campus sein und vorsichtig mit zwei oder drei Fächern beginnen. Es ist ganz wichtig, die Belastungen gut zu dosieren“, sagte er.

In Kienbaum stellte Ziesmer zudem seine Vorstellungen von einer „Allianz der Hoffnung“ vor, in der alle Bemühungen und Projekte zur Lebenshilfe für Querschnitt gelähmte gebündelt werden. Große Hoffnungen setzt er auf die Forschungen der Firma Neuraxo Biotec, die ein Präparat entwickelt, mit dem Querschnittgelähmte mit chronischen Verletzungen wieder laufen können. „Unsere Erfolgschance ist groß, natürlich gibt es ein Restrisiko“, erklärte Herbert Tröscher, Aufsichtsrat der Düsseldorfer Firma.

In Kienbaum besuchte Ziesmer auch die Turnhalle, in der der Unfall passierte. „Das war ein Blitzschlag, der uns damals getroffen hat“, erinnerte sich Cheftrainer Andreas Hirsch, der dort mit den deutschen Auswahlturnern ein Trainingslager bestreitet. „Ronny hat mit seinem Unfall und seiner positiven Ausstrahlung danach auch mein Leben verändert. Ich habe erkannt, dass die Ausrichtung auf ausschließlich sportliche Ziele auch irgendwie beschränkt macht“, sagte Hirsch. „Wie Ronny mit der Situation umgeht, ist ein Zeichen von Stärke. Ich gebe zu, ich habe ihn unterschätzt. Diese Potenzen, die er auch außerhalb des Sports jetzt beweist, hatte ich ihm nicht zugetraut“, fügte Hirsch hinzu.
Ziesmers früherer Trainingsgefährte Robert Juckel (SC Cottbus / FOTO) übergab seinem Freund einen Scheck über 6.000 Euro, die durch Spenden im Raum Stuttgart, Ziesmers einstigem (vorolympischen) Trainingsmittelpunkt, zusammengekommen waren.
(source:dpa)
Den Kopf voller Pläne
Wie Ex-Turner Ziesmer seine Zukunft plant / Hoher Besuch
19.08.05
Der seit einem Trainingsunfall querschnittgelähmte ehemalige Turner Ronny Ziesmer plant mit großem Elan sein weiteres Leben.
«Die nächste Zeit wird stressig, aber ich werde los ackern» , sagte der Cottbuser gestern nach einem privaten Besuch von Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) in Ziesmers Wohnung (Foto).

Ziesmer ist wie immer etwas blass, sieht schlanker aus als zuletzt. In seiner Wohnung stehen auf einem kleinen Tischchen neben dem großen Sofa noch die Geburtagskarten von Freunden und Verwandten. Auf dem Sofa in einer Hochparterre-Wohnung in der Cottbuser Innenstadt saß bis vor wenigen Minuten ein prominenter Gast. Matthias Platzeck, Ministerpräsident des Landes Brandenburg, löste mit der Stippvisite bei Ziesmer – seit einigen Tagen 26 Jahre alt – ein Versprechen ein.
Gesprochen haben Platzeck und Ziesmer über dies und das, über Sport, wie der ehemalige Spitzenturner sein neues Leben als Tetraplegiker zu meistern versucht, welche Hemmnisse er dabei zu überwinden hat – und über mögliche Hilfen des Landes.
«Wie Ronny sein Schicksal gestaltet, davon geht für viele große Hoffnung aus» , erklärt Platzeck mit bewegter Miene nach seinem Besuch und sagt Ziesmer unbürokratische Hilfe bei der Beschaffung des Inventars für ein Arbeitszimmer zu.
Von seinem Büro aus will der ehemalige deutsche Mehrkampfmeister schon bald die nächsten Aufgaben in Angriff nehmen. Rehabilitation gilt es in Zukunft wieder mit Sport und Studium im Alltag zu vereinen.
Schon morgen reist Ziesmer in das Bundesleistungszentrum nach Kienbaum, wird dort – an dem Ort, an dem am 12. Juli 2004 der verhängnisvolle Unfall passierte – an einem Trainingslager des Deutschen Rollstuhl-Sportverbandes teilnehmen. Der vierfache Paralympics-Sieger Heinrich Köberle wird Ziesmer dort mit einem so genannten Handbike vertraut machen. Langfristig plant der 26-Jährige einen Start beim Berlin-Marathon. Ende September will Ziesmer einen weiteren Schritt 'zurück ins Leben' machen.
An der Fachhochschule Senftenberg beginnt er ein Studium der Biotechnologie. Er will sich zunächst auf einige Tage in der Woche und Kurse beschränken, Prioritäten setzen, wie er sagt. «Die Vorgespräche vor zwei Wochen verliefen viel versprechend. Alle ziehen da an einem Strang und wollen mir helfen» , so Ziesmer.
Gleichzeitig bereitet der Cottbuser zusammen mit seinem Vater Bernd den Bau eines Eigenheimes vor. «Cottbus bleibt mein Lebensmittelpunkt, hier habe ich meine Freunde» , so Ziesmer. Zwar ist seine Wohnung in der Burgstraße, in der er seit einem Vierteljahr lebt, rollstuhlgerecht, aber «um ein größtmögliches Maß an Selbständigkeit zu erreichen, wären viele Umbaumaßnahmen notwendig» , erklärt er. Beispielsweise kann er wegen der schweren Feuerschutztüren die Tiefgarage nicht selbständig erreichen.
Stillstand ist für Ziesmer inzwischen Rückschritt. Er schaut nicht zurück – nur nach vorn, auf viele neue Aufgaben. Ziesmer: «Es bleibt mir auch nichts anderes übrig, als weiterzumachen.»
(source:lr-online.de)
mehr dazu:LINK zu "GYMmedia"
Ziesmer zurück nach Kienbaum
Pressekonferenz "ALLIANZ DER HOFFNUNG"
18.08.05
Der ehemalige Nationalmannschaftsturner Ronny ZIESMER gibt am kommenden Dienstag, den 23. August, in der Sportschule Kienbaum eine Pressekonferenz und reagiert damit auf die vielen Anfragen und Interview-Wünsche von Journalisten und Redaktionen.

Gut ein Jahr nach seinem Trainingsunfall nimmt der Querschnittsgelähmte erstmals an einem Trainingslager im Handbike teil, das der 4-malige Paralympicssieger und Inhaber der Weltbestzeit, Heinrich KÖBERLE leitet.
Dabei stattet er auch der Turn-Nationalmannschaft einen Besuch ab, die zeitgleich in Kienbaum trainiert. Dies gehöre laut Ziesmer ebenso zu seinem Plan der Schicksalsbewältigung, wie die Gründung einer „Allianz der Hoffnung“....

Ronny Ziesmer möchte diese Pressekonferenz vor allem dazu nutzen, die Umsetzung seiner Ideen und Projekte der Öffentlichkeit vorzustellen.
Zu den Gästen der Pressekonferenz zählen unter anderem
- Heinrich Köberle (4-maliger Paralympicsieger), mit dem er Mitte Juli die erste Trainingseinheit absolvierte.
- Dagmar Ziegler (Gesundheitsministerin Brandenburg)
- Andreas Hirsch (DTB-Bundestrainer) sowie
- Robert Juckel, Matthias Fahrig, Thomas Andergassen (Turner der deutschen Nationalmannschaft)
>> Termin: Dienstag, 23. August 2005, ab 10.00 Uhr; PK 13.00Uhr (Seminarraum 1)
>> Ort: Sportschule Kienbaum

Am Nachmittag besteht auch die Möglichkeit zu persönlichen Gesprächen, es wird jedoch darum gebeten, dies vorher schriftlich anzumelden. Die entsprechende Information dazu steht hier als >> Download (Einladung) bereit..
Juckel fast wieder der "Alte"
Deutsches Team Turnen zur WM-Vorbereitung im Trainingslager in Kienbaum
16.08.05
Das Nationalteam der Turner befindet sich vom 15. - 24. August im Trainingslager im Bundesstützpunkt Kienbaum.
Allein Fabian Hambüchen absolviert sein "persönliches Trainingslager" - wie bereits vor einem halben Jahr geplant - seit dem 9. August drei Wochen lang in Japan. Ein auf ihn zugeschnittenes Krafttraining und weiteres Erarbeiten von Höchstschwierigkeiten stehen für Hambüchen auf dem Programm. Ausgangswert 10.00 Punkte "an möglichst mehreren Geräten ist für Fabian in Japan ebenso das erklärte Ziel wie für die Turner hier in Kienbaum", so Cheftrainer Hirsch nachdrücklich.
Der Cheftrainer hat für die Trainingsmaßnahmen und verschiedenen Tests unter Wettkampfbedingungen in Kienbaum zwei Schwerpunkte gesetzt: Zum einen das inhaltliche Erarbeiten und der für den Turner günstigste Aufbau der Übung, zum anderen "soll es einen klaren Vorstoß im Bereich der Schwierigkeitsentwicklung geben", so Hirsch.
Der Cheftrainer verweist auf die EM Anfang Juni, "bei der jeder Medaillengewinner einen 10er Ausgang hatte." "Wenn wir also in Melbourne vorne mit dabei sein wollen", so Hirsch weiter, "dann geht das hauptsächlich über Steigerungen der Schwierigkeitselemente und deren Stabilisierung".

Vor allem für die Mitglieder des so genannten Top Teams mit Fabian Hambüchen, Matthias Fahrig, Eugen Spiridonov und dem nach einer gelungenen Herz-Operation wieder (fast) voll einsatzfähigem Robert Juckel, aber auch für die anderen Teilnehmer, u.a. Christian Berczes, Jens Uebel, René Piephardt, "wird insgesamt auch ein auf Kraft- und Muskelaufbau abgestimmtes Training durchgeführt", betont Hirsch.
"Wir müssen an den Ringen stärker werden, andere Nationen, etwa Italien, haben ihr Training hier bereits erfolgreich umgestellt, wir müssen nachlegen" so der Cheftrainer. Nicht zuletzt, "weil zur Zeit mit den Kraftelementen an den Ringen der Wettkampf entschieden wird", so Hirsch.
(source:dtb)
Robert Juckel hat Operation gut überstanden
09.08.05
Der Auswahl-Turner Robert Juckel vom SC Cottbus hat eine Herz-Operation an der Berliner Charité gut überstanden. „Ich bin froh, dass alles so schnell und reibungslos über die Bühne gegangen ist“, sagte der 24-Jährige gestern der RUNDSCHAU.
Der amtierende deutsche Meister an den Ringen leidet seit Geburt an dem WPW-Syndrom. Das Wolf-Parkinson-White (WPW)-Syndrom ist eine krankhafte Herzrhythmusstörung, bei dem es schubweise zu Herzrasen kommt. Juckel hatte vor allem bei Bodenübungen erhebliche Probleme. „Der Puls ist dann gleich um das Doppelte gestiegen, und mir wurde Schwarz vor Augen“, erklärte er.
Nach der verpatzten Europameisterschaft in Debrescen (Ungarn) entschieden sich Juckel, Trainer und Ärzte zu dem Eingriff, der problemlos verlaufen ist. Von den Ärzten hat der Cottbuser inzwischen wieder „grünes Licht“ erhalten und hat die gezielte Vorbereitung auf die Weltmeisterschaften vom 21. bis 27. November in Melbourne in Angriff genommen.
(source:lr-online.de)
Die 37. Ligasaison wirft ihre Schatten voraus
SCC vor Saison mit vielen Fragezeichen
05.08.05
Zehn Wochen vor der 37. Ligasaison der Männer Bundes- und Regionalligen fiebern nicht nur die Fachleute der neuen Ligasaison entgegen.
In der Nachbetrachtung des Ligafinals 2004 in Goslar/Oker, als das letzte Duell die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft entschied, sehen die Turnfreunde die Saison 2005 vor Augen.
Die „nackten“ Zahlen sagen, in 133 Wettkämpfen, 39 Vereinen, gehen 451 Turner aus 12 Nationen an die Geräte und werden den Deutschen Mannschaftsmeister 2005 austurnen.
Der SCC wird mit dem größten Aufgebot seiner Geschichte ins Rennen gehen, da auf Grund der zu erwartenden internationalen Verpflichtungen unserer Auswahlturner auf die Jugend gesetzt werden wird.
(dtl/scc)

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Wie inzwischen bekannt wurde hat das Präsidium der Deutschen Turnliga auf seiner gestrigen Sitzung in Hannover das Ligafinale 2006 unter mehreren Bewerber an die KTG Heidelberg vergeben. Austragungszeitraum wird der 08. – 10.12.2006 sein. Neben den Finals um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaften der Frauen und Männer, werden an diesen Tagen auch die jeweiligen Aufsteiger in die Bundes- und Regionalligen der Frauen und Männer ermittelt...
Yannick Hesse zieht es in die Lausitz
Kieler Nachwuchshoffnung ab sofort in Cottbus
01.08.05
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mehr über den Wechsel eine hoffnungsvollen Nachwuchstalents in die Lausitz.
Herzlich willkommen Yannick !
(scc)
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"Turnen ist in"
Die Turn-Talentschule Lausitz: eine Initiative von T.I.C. und dem SC Cottbus Turnen e.V.
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Wir stehen für einen sauberen Sport!
Für einen fairen Wettkampf, in dem der Beste gewinnt und der Verlierer die Leistung seines Bezwingers respektiert.
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