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DTB-Benefizgala für Ronny Ziesmer am 4. Dezember 2004 in Berlin
Pressemitteilung des DTB
15.10.04
Der Deutsche Turner-Bund wird am Samstag, den 4. Dezember 2004 in Berlin eine Benefizgala zu Gunsten des bei einem Trainingsunfall verunglückten Nationalmannschafturners Ronny Ziesmer veranstalten.
Die Benefiz-Veranstaltung für Ronny Ziesmer wird eingebettet in die Gymmotion-Tournee des Deutschen Turner-Bundes und findet am 4. Dezember ab 17 Uhr in der Berliner Max-Schmeling-Halle statt.

Das 2 ½ stündige hochkarätige Turn- und Showprogramm wird angeführt von den Nationalmannschaften des DTB mit der Olympiasiegerin 2004 Anna Dogonadze, dem Weltmeister und Bronze-Medaillengewinner von Athen Henrik Stehlik, dem Shootingstar Fabian Hambüchen, dem Olympiasieger von 1996 Andreas Wecker und Ex-Weltmeister Eberhard Gienger.
Neben den Turnern werden prominente Medaillengewinner der deutschen Olympiamannschaft von Athen und weitere Sport-Größen anderer Sportarten das Programm in Berlin bereichern. Darüber hinaus haben internationale Turnverbände erklärt, als Zeichen der Verbundenheit mit Ronny Ziesmer aktuelle Olympiateilnehmer zu der Benefiz-Veranstaltung zu entsenden.
Nähere Informationen zum konkreten Programmablauf und zu definitiven Zusagen beteiligter Sportler werden in den nächsten Wochen bekannt gegeben.

Ronny Ziesmer selbst hat angekündigt, die Benefiz-Gala besuchen zu wollen.
„Ich bin tief beeindruckt, mit welcher Aufmerksamkeit und Fürsorge viele Menschen unserer Gesellschaft mir zur Seite stehen und mit welchem Aufwand hier im Unfallkrankenhaus Berlin mir der Start in mein neues Leben ermöglicht wird. Ich werde natürlich versuchen, zu der Gala in Berlin dabei zu sein. Auch stelle ich Überlegungen an, wie ich wieder etwas von der Hilfe in irgend einer Form zurückgeben kann“, sagte der 25-jährige Cottbuser heute, der zur Zeit umfangreiche Rehabilitations-Maßnahmen im Unfall-Krankenhaus Berlin absolviert und sich dort beim Ärzte- und Pflegepersonal des Krankenhauses in besten Händen fühlt.

Der Reinerlös der Benefiz-Veranstaltung kommt dem Spenden-Konto von Ronny Ziesmer bei der Stiftung Deutsche Sporthilfe zu Gute. „Mit den Spendenmitteln wollen wir Ronny Ziesmer unterstützen, für sein neues Leben nach dem Trainingsunfall eine Perspektive zu schaffen, und dafür brauchen wir finanzielle Mittel von außen“, begründet DTB-Präsident Rainer Brechtken das Engagement des DTB, der sich für die weitere Begleitung seines Nationalmannschafts-Turners in der Pflicht sieht.
Als Unterstützer der Benefizgala konnte der Deutsche Turner-Bund das Nationale Olympische Komitee, den Deutschen Sport-Bund und die Stiftung Deutsche Sporthilfe sowie den Europäischen Turnverband (UEG) gewinnen. In Berlin-Brandenburg werden der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) als Medienpartner und die Turnerbünde in Berlin und Brandenburg sowie der SC Cottbus, Heimatverein von Ronny Ziesmer , zur Unterstützung der Veranstaltung zur Verfügung stehen.
Bundeswehrspitze besucht Ronny Ziesmer
beeindruckt von Ronny's Lebensmut
14.10.04
Der Stellvertreter des Generalinspekteurs der Bundeswehr und Inspekteur der Streitkräftebasis, Generalleutnant Hans-Heinrich DIETER weilte heute zu einem persönlichen Besuch bei dem am 12. Juli während der Olympiavorbereitung verunglückten Turners der Nationalmannschaft Ronny ZIESMER.
Tief beeindruckt zeigte sich der in der Bundeswehr für den Bereich Spitzensport verantwortliche ranghöchste Offizier von der mentalen Verfassung und dem trotz der Schwere des Unfalls ungebrochenen Lebensmut des Auswahlturners...
"Wir haben uns über Ronnys momentanen Zustand unterhalten, über seine intensiven Trainings- und Rehabilitationsprogramme zur Vitalisierung," so Generalleutnant DIETER, "und ich stelle fest, dass sich die Gesamtsituation hier im Unfallkrankenhaus den spezifischen Umständen entsprechend als sehr positiv darstellt.
Besonders imponiert mir Ronnys Haltung, der sich in erster Linie nicht in einer 'Opferrolle' sieht, sondern dabei ist, sein neues Leben aktiv zu gestalten!"
Der Generalleutnat unterstrich noch einmal, dass die Bundeswehr als Arbeitgeber des Stabsunteroffiziers Ziesmer für eine solide Grundabsicherung sorgt, d.h. für die Absicherung bis zum Ende der aktiven Dienstzeit sowieso, für den Anspruch auf Berufsförderung gemäß des Grades der Beeinträchtigung der Berufsfähigkeit, den Erhalt einer Grundrente, einer Behindertenrente und von Pflegezulagen.

Insgesamt betreut die Bundeswehr als größter Spitzensportförderer im Lande derzeit 744 Top-Athleten aller Disziplinen. Somit werden die entsprechenden Sportlerinnen und Sportler in die Lage versetzt, bei nur ca. 30% militärischem Dienst sich 70% voll ihren leistungssportlichen Zielstellungen bei gleichzeitiger finanzieller Absicherung zu widmen. Dies ist besonders auch in Sportarten wie dem Gerätturnen, wo die Sponsoren nicht von vornherein Schlange stehen, von unschätzbarem Wert.

Ronny Ziesmer bestätigte dies im Gespräch, auch dass er sich durch seinen Arbeitgeber Bundeswehr nicht nur in den ersten schweren Wochen sehr gut betreut fühlt und vermittelte dem Gast seine bemerkenswerte Haltung, die Zukunft auch in dieser neuen, persönlich so schwierigen Situation meistern zu wollen.
Zum Abschied übergab Generalleutnant Hans-Heinrich DIETER als persönlliches Geschenk eine goldene Erinnerungsplakette des Stellvertretenden Generalinspekteurs der Bundeswehr (Foto, und sicherte Ronny seine weitere persönliche Unterstützung zu.
(source:gymmedia)
Olympioniken von Verteidigungsminister geehrt
Bundeswehr als "Verlässlicher Partner"
11.10.04
Die Spitzensportler der Bundeswehr wurden in Berlin, anlässlich eines Empfanges im Bundesministerium der Verteidigung durch Herrn Peter Struck empfangen. Der Bundesminister der Verteidigung wollte sich persönlich bei den Athleten für ihre Leistungen während der Olympischen Spiele 2004 in Athen, bedanken. In seiner Ansprache unterstrich der Verteidigungsminister, dass die Bundeswehr weiterhin verlässlicher Partner und Förderer des Spitzensportes bleibe. Immerhin zeige sich, das die Investitionen durch die Bundeswehr im Resultat der Medaillen wiederspiegle. Mit nur 35 Prozent (Teilnehmer durch die Bundeswehr) der Deutschen Abordnung während der Olympischen Spiele, holten diese Spitzensportler die Hälfte aller Medaillen, insgesamt 35.

Der Bundesminister der Verteidigung vergaß aber nicht, in seiner Ansprache, auch auf einen möglichen "Schicksalsschlag" eines jeden Spitzensportlers aufmerksam zu machen. "Die Bundeswehr werde auch diesen Kameraden und Kameradinnen nicht vergessen und wir werden uns um sie kümmern!" Angesprochen hatte Dr. Peter Struck den Kunstturner, Stabsunteroffizier Ronny Ziesmer, der nach einem schweren Trainingsunfall voraussichtlich gelähmt bleiben wird.
(source:fn)
Turnen in Deutschland die Nummer EINS
Internationale Sponsoring-Studie von Carat-Sponsorship zu den Olympischen Spielen in Athen / Turnen in Deutschland die Nummer Eins / IOC-Sponsoren halten sich zurück
09.10.04
Die Eröffnungs- und die Abschlussfeier waren global die Top-TV-Events der Olympischen Spiele in Athen.
In den meisten Ländern erzielten die Sportarten, in denen nationale Helden Erfolge feierten, die höchsten Einschaltquoten. In Deutschland errang Turnen mit durchschnittlich knapp 5,5 Millionen Fernsehzuschauern (ab 3 Jahre, bezogen auf die gesamte Übertragungszeit) olympisches Fernsehgold.
Dies geht aus einer weltweiten Untersuchung hervor, die Carat Sponsorship, Tochterunternehmen der Aegis-Gruppe, zu den werblichen Aktivitäten im Rahmen der Spiele veröffentlicht hat. Im Fokus der Analyse lagen sowohl die Popularität der Wettkämpfe gemessen anhand von TV-Reichweiten als auch die werblichen Investitionen der offiziellen IOC- und NOK-Sponsoren.
Wer olympische Erfolge feiert, löst in der Heimat kollektive TV-Begeisterung aus. Ob dänische Handball-Damen, rumänische Turnerinnen, holländische Schwimmer oder belgische Tennisspielerinnen:
Die Formel Gold gleich Quote gilt auf dem gesamten Globus. In Deutschland war es allerdings weniger Gold als vielmehr das sensationelle Auftreten des Turn-Youngsters Fabian Hambüchen, der die Sportart Turnen auf Rang Eins der Hitliste katapultierte (4,8). Dahinter rangieren Leichtathletik (durchschnittlich 4,5 Millionen Zuschauer), Handball (4,4), Hockey (4,3) sowie Fußball (4,1). Die in den Printmedien hoch gehandelte Sportart Beachvolleyball brachte es hingegen nur auf 3,2 Millionen Zuschauer im Schnitt und lag damit weit hinter den Wettkämpfen im Gewichtheben, Schwimmen, Volleyball und Boxen.
In anderen Ländern dominierten eindeutig die Goldfische und ihre Leistungen. In Holland lagen die Schwimmer ganz vorne (1,7 Millionen Zuschauer), in Rumänien dominierten die Turnerinnen (3,2), in Dänemark waren es die erfolgreichen Handballerinnen (0,4). Im Ausrichterland Griechenland zogen die "schweren Jungs" die größte Aufmerksamkeit auf sich. Das Gewichtheben inklusive gedopter griechischer Athleten sahen im Schnitt 1,4 Millionen Zuschauer.

Aus der globalen Studie geht darüber hinaus hervor, dass sich ein Großteil der offiziellen IOC-Sponsoren neben der Grundinvestition in Höhe von 55 Millionen Dollar für die werbliche Nutzung der Ringe im Zeitraum einer Olympiade (4 Jahre) mit zusätzlichen kommunikativen Aktivitäten zurückgehalten hat. Besonders auffällig agierte Samsung mit dem jeweiligen Presenting von Olympia-TV-Übertragungen in Kernmärkten wie Deutschland, Großbritannien und Frankreich sowie dem Sponsoring des olympischen Fackellaufs. Erhöhte Aufmerksamkeit sicherte sich auch McDonald's mit seiner speziellen "Go-Active"-Kampagne, die die kalorienbewusste Ernährung der Olympioniken in den Vordergrund stellte.

Als äußerst einfallsreich zeigten sich nationale Sponsoren der jeweiligen Olympia-mannschaften. So überraschte die französische Sportzeitung L'Equipe mit einem unmittelbar an den 100 Meter Endlauf der Herren geschalteten TV-Spot. Inhalt des Spots: Eine blitzschnelle Gratulation an den Sieger Justin Gatlin zur Goldmedaille und zur Siegerzeit von 9,85 Sekunden.
(source:ots)
Deutsches Männerturnen: 'Aufstieg'... in den Keller
08.10.04
Lange und enttäuschte Gesichter gab es Anfang der Woche bei den Vertretern des Deutschen Turner-Bundes, als im Leipziger Westin-Hotel beim Bundestrainer-Großseminar die nach den Olympischen Spielen erfolgte Einstufung der Sportarten gemäß DSB-Förderkonzept verkündet wurde:
Trotz sichtbaren Aufschwungs landete nun auch das deutsche Männerturnen in der "Kategorie 4", der letzten Förderstufe. Dort, wo die Frauen bereits nach den Olympischen Spielen 1996 in der internationalen Bedeutungslosigkeit verschwunden waren, sind nun auch die Turner angekommen und müssen mit ca. 30% weniger Mitteln bei der Spitzensportförderung durch den Bundesausschuss Leistungssport auskommen....
DSB-Vize Ulrich Feldhoff hatte zu Recht zu einer kritischen Analyse nach den Olympischen Spielen aufgerufen! "Es bringt nichts, sich auf die Schulter zu klopfen und zu sagen, es wird schon", sagte er zu Beginn des Seminars in Leipzig.
Insgesamt war der Abwärtstrend in den olympischen Kernsportarten nicht gestoppt worden. Nur 45% der deutschen Athleten hatten in Athen die Zielvorgabe Endkampf erreicht, also 30% weniger als noch in Sydney 2000.
Ergo soll es in Zukunft eine erfolgsabhängigere Förderung geben; auch er sprach vor den 83 Spitzentrainern, Olympiastützpunktleitern und Sportwissenschaftlern von Konzentration und stärkerer Förderung der Top-Athleten...!
In Anwendung des unveränderten DSB-Förderkonzeptes bedeutet das den Abstieg nun auch des deutschen Männerturnens in die Fördergruppe 4, gleichbedeutend mit der Mittelstreichung um ca. 30 %....!

Scheinbar widersinnig, diese Abstufung in die letzte, die 4. Förderkategorie,
- hatte doch die "Hirschtruppe" in Athen für einen unerwarteten 8. Finalplatz gesorgt,
- standen doch zwei Turner im Mehrkampffinale und "Little Fabian" sensationeller Weise gar im Reckfinale.
Zudem ist gegenüber Sydney eine erhebliche Verjüngung der Spitze erfolgt. Hatte man in der Zeit nach Sydney nur einen A-Kader, sind es jetzt sechs, und Deutschlands Junioren befinden sich als Vize-Juniorenmeister in der kontinentalen Spitze...!
Alles im "grünen Bereich"? ... und dann nun diese Rückstufung in die letzte Fördergruppe...?!


Mit dieser Problematik beschäftigt sich heute auch das Präsidium des DTB in Köln, und nachfolgend am Abend der DTB-Verbandsrat, bestehend aus den Präsidenten der Landesturnverbände.
(source:gymmedia)
Zwei Wochen vor F.I.G.-Weltkongress:
Prinzipen zur Erstellung neuer internationaler Wertungsbestimmungen ("Code de Pointage")
06.10.04
Nach den Skandalen von Athen:


In einer internen Information an die Landesturnverbände hat FIG-Präsident Bruno Grandi eine neue Etappe auf dem Weg des Weltturnverbands hin zu neuen zeitgemäßen internationalen Wertungsvorschriften im Kunstturnen eingeleitet:
Er hat nun jene Prinzipien bekannt gegeben, die er für den neuen "Code de Pointage" voraussetzt. Dies wird als erstes den FIG-Weltkongress Ende Oktober in Antalya (TUR) beschäftigen.

Prinzipen zur Erstellung neuer internationaler Wertungsbestimmungen ("Code de Pointage")
1. Universelle Einsetzbarkeit für alle Turnebenen;
2. Nach oben offene Wertung (in der A=Schwierigkeitsnote, (d.h. "Adè Traumnote 10", die nur noch für die B=Ausführungsnote gelten soll);
3. Stärkere Betonung der Ausführung gegenüber der Schwierigkeit durch verdoppelte Berücksichtigung in der Endnote;
4. Abschaffung der Bonuspunkte (für Verbindungen) und Integration dieser Punkte in die Elementewerte.

Die Grundsatzentscheidung liegt jetzt beim FIG-Kongress vom kommenden 21. bis 23. Oktober in Antalya (Türkei), der über diese Grandi-Vorschläge abzustimmen hat. Werden sie akzeptiert, hätten die - ebenfalls beim Kongress neu zu wählenden - Technischen Komitees für Frauen- und Männerturnen dann ein Jahr Zeit, um den neuen Code zu entwickeln. (source: gymmedia)
Erwartete Niederlage zu Auftakt
SCC-Youngsters deuten ihr Leistungs-Potenzial an
04.10.04
Der SC Cottbus ist wie erwartet mit einer Niederlage in die Deutsche Turnliga (DTL) gestartet. Der amtierende deutsche Meister unterlag in seinem ersten Wettkampf ohne den verunglückten Ronny Ziesmer gegen den Meisterschafts-Mitfavoriten KTV Straubenhardt mit 4:8 Gerätepunkten (35:57 Score-Points). Einen guten Einstand gab Neuzugang René Piephardt.
Bereits nach den ersten vier Geräten lagen die Gäste uneinholbar mit 8:0 in Front, die Gastgeber konnten nur am Barren und am Reck punkten.
Die Youngsters Steve Woitalla (Foto)- trotz leichter Verletzung und Marco Simon der als bester Cottbuser neun Score-Punkte verbuchte, zeigten hier ansprechende Übungen.
Als Topscorer wurde Olympiateilnehmer Robert Gal (HUN) aus Straubenhardt mit 18 Punkten ausgezeichnet. Der Ungar war mit Abstand bester Turner und schöpfte am Boden und am Pferd mit jeweils fünf Punkten die maximale Zahl in seinen Zweikämpfen aus. Die Schwaben traten zwar noch ohne die neue deutsche Turn-Hoffnung Fabian Hambüchen an. Der Olympia-Siebente am Reck widmet sich derzeit schulischen Aufgaben und will erst Mitte November in die Bundesliga einsteigen.
Mit Gal – Olympia-Sechster im Pferdsprung –, dem Russen Alexei Grigoriev und dem Franzosen Frederic Ritter kann der KTV aber weiter auf bewährte Kräfte zurückgreifen, während der SCC neben dem verunglückten Ziesmer auch den nicht startberechtigten Ukrainer und langjährigen Punktelieferanten Roman Zozulya ersetzen muss.
Für eine positive Überraschung sorgte der jetzt für Cottbus turnende Berliner Rene Piephardt. Der Neuzugang, zuletzt für den TK Hannover aktiv, bezwang Gal mit drei Zählern am Barren trotz einer selber noch nicht fehlerfreien Übung und einem verwackelten Abgang. «Insgesamt kann ich nicht meckern: Es war ein guter Wettkampf» , bilanzierte SCC-Cheftrainer Horst Werner auch mit Blick auf Piephardt.
„Wir haben mit einer Niederlage gerechnet, allerdings hätte ich nicht an einen so klaren Rückstand gedacht. Aber uns gehört die Zukunft, das ist ein Trost“, sagte SCC-Präsident Wolfgang Wollgam. «Die jungen Leute haben sich gut geschlagen – und noch viel Potenzial.»
Olympiastarter Robert Juckel war allerdings nicht zufrieden. „Wir wollten Punkte über die Geräte machen. Das ist uns aber nur in zwei Fällen gelungen“, bedauerte er. «Aber jetzt wissen wir, wo wir stehen.»
SC Cottbus turnte mit: Michael Hau (2 Score-Points), Steffen Logk, René Piephardt (6), Marco Simon (9), Robert Juckel (8), Steve Woitalla (5), Kai Werner, Matej Sieg.
(source:lr-online.de)
«Die Bundesliga ist für mich Spaß»
André Wetzel, der «Herr der Ringe» , bleibt sicherer Punktelieferant
04.10.04
Auf André Wetzel ist Verlass. Auch in dieser Saison. Der «Herr der Ringe» war zum Bundesliga-Auftakt gegen den KTV Straubenhardt für den SC Cottbus sicherer Punkte lieferant an seinem Spezialgerät.
Eigentlich hat der 25-Jährige mit dem Spitzensport abgeschlossen, studiert in Darmstadt an der Fachhochschule Media-Production.

>André, wie haben Sie sich auf die DTL vorbereitet ?
>Ich halte mich in Darmstadt ein bisschen fit. Zuletzt habe ich meine Semesterferien «geopfert» , täglich zweimal trainiert.

>Sie haben in Ihrem englisch-sprachigen Studium sicher genug zu tun. Warum tun Sie sich den Stress DTL weiter an ?
>Dafür gibt es zwei Gründe. Ich habe gemerkt, dass mir der Sport wirklich fehlt. Sonst wird nur die geistige Komponente gefordert. Und es ist für mich eine Form, um Ronny Ziesmer nach seinem schweren Unglück zu helfen. Übrigens: Großen Respekt, wie er seinen Unfall meistert.

>Sie waren in der vergangenen Saison dabei, als der SCC deutscher Meister wurde. Diese Saison muss sich die Mannschaft kleinere Ziele stecken. Wie gehen Sie damit um ?
>Die Bundesliga ist für mich nur Spaß. Ich mache den Sport halt gern. Diese Saison haben wir einen Generationswechsel, der musste mal kommen. Wenn sich die jungen Sportler ordentlich vorbereiten und gut präsentieren, ist das viel mehr wert als eine Medaille.
Mit ANDRÈ WETZEL sprach Thomas Juschus
Beginn der Bundesligasaison
Straubenhardts Jungstar Hambüchen startet mit Verspätung
01.10.04
Jungstar Hambüchen lernt erstmal Mathematik und Französisch, doch ab Mitte November will auch die große deutsche Hoffnung die Deutsche Turn-Liga (DTL) zur Auftritten vor heimischem Publikum nutzen.
«Die Saison war sehr hart, Fabian muss jetzt die Zeit nicht nur für die Schule nutzen, sondern auch, um neue Elemente zu trainieren und an Kraft zuzulegen», begründet sein Vater und Trainer Wolfgang Hambüchen den verspäteten Einstieg seines Sprösslings in die Liga-Saison, die am 2. Oktober mit drei Kämpfen beginnt.

Für den KTV Straubenhardt wird der Olympia-Siebte am Reck somit erst am 13. November gegen Bayern München in die DTL starten, ehe am 20. November dann das Familien-Duell mit seinem für den MTV Urberach turnenden Bruder Christian ansteht. Für den gleichen Verein war der damals noch 15-jährige Fabian Hambüchen im Vorjahr engagiert, konnte aber auf Grund von Verletzungen keinen Wettkampf bestreiten.
«Die Liga ist eine gute Sache, wenn nur die Termine besser lägen. Denn wenn man antritt, will man sich in guter Form präsentieren. Das ist für Fabian gegenwärtig gar nicht drin», bedauerte Wolfgang Hambüchen.
Doch nicht nur der Vater des «Turn-Professors», der durch seine unbekümmerte Art und seine hochklassigen Übungen in Athen ein großes Publikum für sich begeisterte, sondern auch andere Auswahlturner haderten vor dem Start der DTL wieder mit der Termin-Überfrachtung. «Ich fände es nicht schlecht, wenn man statt der langen Saison zwei oder drei Wettkämpfe veranstaltet. Das wäre für Zuschauer, Medien und Sponsoren interessanter», meinte der deutsche Mehrkampfmeister Thomas Andergassen, der mit dem siebenmaligen Champion EnBW Stuttgart als großer Titelanwärter ins Rennen geht.

«Die Bundesliga ist immer ungünstig, egal wann sie stattfindet», sagte hingegen Robert Juckel (Foto), der seine Rücktritts-Gedanken ad acta gelegt hat und dem SC Cottbus weiter zur Verfügung stehen wird. «Aber sie ist für die Vereine lebensnotwendig, und auch für uns sind die Wettkämpfe wichtig», fügt Juckel hinzu, der im Vorjahr den Cottbusern noch gemeinsam mit seinem in der Olympia-Vorbereitung so schwer verletzten Team-Gefährten Ronny Ziesmer den fünften Titel bescherte.
Das Schicksal des querschnittsgelähmten Ziesmer wird in Cottbus auch weiter die Szenerie prägen.
Nicht zuletzt geht das Team der Lausitzer mit der Zusatzbezeichnung «für Ronny» in die Saison. Titelambitionen dürfen die Cottbuser jedoch nicht hegen. Neben Ziesmer müssen die Lausitzer auch auf Altmeister Maik Belle verzichten, der seinen Rücktritt erklärte, und dürfen wegen des neuen Ausländerstartrechts - wie andere Vereine (eigentlich) auch - ihren bisherigen Punktebringer Roman Zozulya aus der Ukraine nicht mehr einsetzen.
(source: lr-online.de)

Anmerkung:
Der erste Cottbuser Gegner, die Straubenhardter konnten Ihr gesamtes Team halten und verstärken: Neben Hambüchen wurde der Franzose Frederic Ritter vertraglich gebunden.
Und auch der Ungar Robert Gal wird weiterhin für die KTV an die Geräte gehen. Der Einsatz des Olympia - Sechsten im Pferdsprung drohte zwischenzeitlich an einer neuen Regelung für den Einsatz von Nicht - EU - Ausländern zu scheitern. „Aber das ist vom Tisch. Gal darf weiter für uns turnen, weil er schon länger bei uns unter Vertrag steht und die neue Ausländerregelung für ihn nicht greift“, freut sich Laupp. Ansonsten setzt der Trainer auf bewährte Kräfte wie Alexei Grigoriev (RUS) und Dirk Walterspacher oder auf Talente wie Thomas Taranu und Dimitri Walter.
Deutsche Turnliga startet großen Spendenaufruf für Ronny Ziesmer
30.09.04
Für den am 12. Juli bei einem Trainingsunfall querschnittsgelähmte Ronny Ziesmer startet die Deutsche Turnliga pünktlich zum Beginn der diesjährigen Saison einen Spendenaufruf. Bei allen 113 Wettkämpfen und dem Ligafinale der 36. Ligasaison werden Spenden und zum Teil die Eintrittsgelder gesammelt um diese am Ende des Jahres Ronny Ziesmer für seinen weiteren Weg zur Verfügung zu stellen.
Bei seinem Sturz in Kienbaum hatte sich Ronny Ziesmer den Bruch der Halswirbelsäule und schwere Quetschungen des Rückenmarks zugezogen. Der ehemalige Nationalturner und potentielle Athenteilnehmer befindet sich noch im Unfallkrankenhaus Berlin und wird dort auch noch das nächste dreiviertel Jahr bleiben, um seine Rehabilitationsmaßnahmen durchzuführen.
(dtl)
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