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SC Cottbus richtet Spendenkonto für Ziesmer ein
vielseitige Solidarität angekündigt
16.07.04
Der deutsche Mannschafts-Meister SC Cottbus hat ein Spendenkonto für den schwer verunglückten Turner Ronny Ziesmer eingerichtet. Der designierte Olympia-Starter wird nach seinem Trainingsunfall am Montag voraussichtlich vom Kopf abwärts an dauerhaft gelähmt bleiben. Rainer Brechtken, der Präsident des Deutschen Turner-Bundes (DTB), kündigte ebenfalls die Einrichtung eines Hilfsfonds an und sicherte Ziesmer sowie dessen Angehörigen die volle Solidarität des DTB zu.

Mit Bestürzung haben auch Vereinsführung und Mannschaft von Fußball-Zweitligist Energie Cottbus auf das Schicksal von Ziesmer reagiert. Energie-Präsident Dieter Krein versprach dem 24-Jährigen Unterstützung. "Die Cottbuser Sportlerfamilie wird Ronny Ziesmer nicht allein lassen", erklärte Krein im Trainingslager im österreichischen Eichgraben.
Spieler und Vorstand übermittelten dem deutschen Meister in einem Fax die besten Wünsche. Darin heißt es: "Wir sind in Gedanken bei Dir und glauben an Deine Kraft. Wir hoffen und beten für Dich und wünschen uns und Dir, dass Du nicht aufgibst. Du bleibst unsere Hoffnung, dass ein großer Sportler auch den großen Kampf des Lebens gewinnen kann."
(dpa)

SPENDENKONTO:

SC Cottbus Turnen e.V.
Sparkasse Spree-Neiße
BLZ: 180 500 00
Konto: 32 11 10 33 08
Stichwort: Ziesmer
Der unerfüllte Traum des Ronny Ziesmer
Schock und Ratlosigkeit
16.07.04
Wie geht Ronny Ziesmer mit diesem schweren Schicksalsschlag um« Welche Gedanken gehen ihm durch den Kopf» Wie wird der Turner aus Cottbus sein Leben nach dem schweren Trainingsunfall vom Montag meistern« Wie werden Familie, Angehörige und Freundin Kati diesen tiefen Einschnitt verarbeiten und Ziesmer auf seinem weiteren Weg begleiten».
Fragen über Fragen, auf die es derzeit schwer möglich ist, rationale Antworten zu finden. Langjährige Wegbegleiter des Turners, Trainer, Mannschaftskameraden und Konkurrenten, Sportfreunde aus dem SC Cottbus oder Journalisten sind angesichts der Hoffnungslosigkeit der Diagnose geschockt und fassungslos, bedrückt, ratlos. Denn seit gestern ist es wohl gewiss: Ronny Ziesmer, der in zehn Tagen 25 Jahre alt wird, ist ein Pflegefall.

Ziesmer, erst vor kurzem deutscher Meister an den Ringen und erstmals für die Olympischen Spiele qualifiziert, wird den Rest seines Lebens gelähmt sein. Vom Kopf abwärts. Finger, Hände, Arme, Beine, Zehen – nichts kann er mehr bewegen. «Nach medizinischem Ermessen ist absolut nicht damit zu rechnen, dass sich daran noch etwas ändert» , sagte gestern auf einer Pressekonferenz Prof. Dr. Walter Schaffartzik, Ärztlicher Leiter des Unfallkrankenhauses Berlin (UKB), wo Ziesmer, kurz nach dem Sportunfall in Kienbaum, operiert worden war.
Das UKB ist auf die Versorgung Schwerstverletzter bestmöglich vorbereitet. Am 15. September 2001 rettete ein Ärzte-Team des UKB dem Italiener Alessandro «Alex» Zanardi nach dessen schweren Unfall bei den «German 500» auf dem Lausitzring mit 15 Operationen das Leben.
Am Montag war aber jede ärztliche Kunst der UKB-Mediziner am Ende. Mit einem Bruch der Halswirbelsäule und schweren Quetschungen des Rückenmarks wurde Ziesmer mit dem Rettungshubschrauber eingeliefert. Dank der sofort eingeleiteten Notoperation konnte immerhin die maschinelle Beatmung von Ziesmer vermieden werden.

Ronny Ziesmer erlebte die vergangenen Stunden und Tage bei vollem Bewusstsein. «Ich habe zweimal mit ihm über die schwere, tragische Verletzung gesprochen» , sagte Prof. Dr. Schaffartzik. Ziesmer habe schon wieder gelächelt. Sowohl das UKB als auch der Deutsche Turnerbund (DTB) haben ihm Psychologen zur Bewältigung des Unglücks zur Seite gestellt. Möglicherweise wird der 24-Jährige schon in drei oder vier Tagen die Intensivstation verlassen können. Deutschen Turner-Bund (DTB) und auch bei Ziesmers Heimclub SC Cottbus wird versucht, trotz des Schocks den Blick allmählich in die Zukunft zu richten. «Wir können mit der Situation nur sehr schwer umgehen» , sagte DTB-Präsident Rainer Brecht ken relativ gefasst nach seinem kurzen Besuch am Krankenbett. «Wir müssen jetzt Überlegungen anstellen, wie wir Ronny, seiner Familie und dem Umfeld helfen können. Wir brauchen einen Hilfsfonds.» Das Unglück gelte als Dienstunfall, erklärte DTB-Sportdirektor Wolfgang Willam. Ziesmer ist Angehöriger der Sportförderkompanie der Bundeswehr. Bei Deutscher Sporthilfe und DTB bestünden Versicherungen. «Versicherungstechnisch sehe ich die geringsten Probleme» , so Brechtken.

Der SC Cottbus hat bereits ein SPENDENKONTO(siehe unten) eingerichtet. «Am Montag beraten wir in der 'Lausitzer Turnfamilie' unser weiteres Vorgehen» , sagte SCC-Präsident Wolfgang Wollgam der RUNDSCHAU.
Im Bundesleistungszentrum Kienbaum läuft dagegen die Vorbereitung auf die Olympischen Spiele vorerst weiter. Für Innehalten bleibt keine Zeit, obwohl der Schock über das Geschehene auch Trainern, Betreuern und Athleten in den Knochen sitzt. «Das ist das schwärzeste Erlebnis, das ich bisher hatte. Wir stehen vor einem totalen Werteverlust. Alles was gestern erstrebenswert war, zählt heute nichts mehr» , sagte mit tränenerstickter, stockender Stimme DTB-Cheftrainer Andreas Hirsch. Am Mittwoch hat der Berliner sogar kurzzeitig seinen Rückzug vom Traineramt erwogen.
Die Verunsicherung unter den neun Verbliebenen bei den Athleten sei groß, die Angst turne mit. Auch in Kienbaum gehen jetzt Sportpsychologen ein und aus. «Die Sportler wollen nach Athen. Aber alle haben Probleme mit der Situation» , sagt Andreas Hirsch. Und dann fällt dieser eine Satz, der die Absurdität der Diskussion deutlich macht. DTB-Chef Brechtken: «Ziesmer wollte nach Athen. Es wäre nicht in seinem Sinn, jetzt aufzuhören.» Für Ronny Ziesmer ist seit Montag nichts mehr wie es war. Olympia wird immer nur ein Traum bleiben. Der Cottbuser ist brutal in ein anderes, für ihn und sein Umfeld völlig fremdes Leben gestoßen worden. Eine Wahl hatte er nicht. Andreas Niedeggen, der Chef des Rückenmark-Zentrums im UKB: «Wir können Ziesmer nicht die Hoffnung geben, dass er wieder gehen kann. Aber wir können ihm Hoffnung auf ein erfülltes Leben machen.»
(source:lr-online.de)

SPENDENKONTO:

SC Cottbus Turnen e.V.
Sparkasse Spree-Neiße
BLZ: 180 500 00
Konto: 32 11 10 33 08
Stichwort: Ziesmer
Die Angst turnt nun mit
Das Olympiateam versucht, den Unfall von Ronny Ziesmer zu verkraften
16.07.04
Es sind wohl die schlimmsten Tage im Leben eines Bundestrainers. "Eine absolut furchtbare Situation", sagt Andreas Hirsch, der sich in Kienbaum mit dem deutschen Olympiateam auf den Turnwettkampf von Athen vorbereitet, gleichzeitig aber mit dem schweren Unfall von Ronny Ziesmer zu kämpfen hat. "Natürlich haben wir gestern geturnt und werden es auch heute tun. Irgendwie müssen wir den Tag rumkriegen", sagt Hirsch. Im Vordergrund stehen jedoch die Gespräche: unter vier Augen, in kleinen Runden und mit dem gesamten Team. Über Ängste und Hemmungen wird diskutiert.

Psychologe Hans-Dieter Hermann aus Heidelberg, mit dem der Deutsche Turner-Bund (DTB) zusammenarbeitet, wurde hinzugerufen. "Aber auch er ist nur ein Mensch", sagt Hirsch. Er meint damit wohl die Unmöglichkeit, als Individuum solch einer Situation gerecht zu werden.
Die Angst turnt nun immer mit. Nicht bei allen Element, aber bei jenen, die neu einstudiert oder noch automatisiert werden müssen. Nach dem Unfall von Ronny Ziesmer am Montag, der nach einem Tsukahara mit Doppelsalto unglücklich landetet und sich schwere Verletzungen an Halswirbelsäule und Rückenmark zuzog, umso mehr. Nach der Operation ist nicht noch nicht klar, welche Folgeschäden Ziesmer davontragen wird.
"Wenn wir jetzt nicht über die Ängste sprechen, wann dann?", fragt Hirsch. Es ist eine rhetorische Frage. Rund um die Uhr steht er seinem nun auf fünf Athleten dezimierten Olympiateam und den drei Reserveturnern zur Verfügung, auch wenn ihm selbst in der ungewohnten Rolle des Gesprächstherapeuten "das Wasser bis zum Hals steht", wie er sich ausdrückte. "Ich toleriere jede Meinung", sagte der 46 Jahre alte Cheftrainer aus Berlin: "Ich werde nichts abwürgen, nichts unterdrücken und niemanden zu etwas drängen oder zwingen. Das bringt überhaupt nichts."

Alles aussprechen, sortieren und strukturieren, das ist Hirschs Methode. Er erinnert dabei auch an Ronny Ziesmers Pläne, der nach WM- und EM-Teilnahmen endlich auch bei Olympischen Spielen sein Können zeigen wollte. Von einem Traum mit "unschätzbaren ideellem Wert" hatte der 24-Jährige noch vor wenigen Tagen gesprochen. Von einem Traum, für den er Jahre seines Lebens investiert hatte und der nun innerhalb von Sekundenbruchteilen zerplatzte. Diesen Traum soll nun das Team verwirklichen, sagt Hirsch. Doch nur wer "voll bei der Sache ist", könne die Situation meistern. "Wir müssen den Kopf frei bekommen." Das klingt zynisch; ist es aber nicht.

Wer nicht konzentriert zu Werke geht, ist enorm unfallgefährdet. Gleichwohl gilt unter Sportlern und Psychologen der Konsens, wer nicht direkt wieder einsteige - ob konzentriert oder nicht - für den werde die Angstschwelle immer höher. "Nach dem Absturz sofort wieder ran", heißt deshalb die Devise bei Ski- und Turmspringern, alpinen Skirennläufern oder auch Zirkusartisten. Erst Anfang Februar brach sich die Berlinerin Katja Abel bei einer Übung am Stufenbarren beide Unterarme und muss nun bei Olympia zusehen. Das alles wissen Hirschs Turner, doch die Vorfälle waren emotional weit weg. Nun hat es einen aus ihrem Kreis getroffen.

Und es steht zu befürchten, dass die Hemmschwelle der Athleten in Kienbaum durch die Nachrichten aus Berlin wächst. Zwar konnte die künstliche Beatmung verhindert werden, doch "ob und in welchem Ausmaß sich die erlittenen Lähmungen zurückbilden werden, kann auf Grund der Schädigung des Rückenmarks nicht vorhergesagt werden", hieß es Mittwochmittag aus dem Berliner Unfallkrankenhaus. Nach dem Unfall war der ansprechbereite Cottbuser per Hubschrauber eingeflogen und umgehend operiert worden, um die Halswirbelsäule in Höhe des fünften und sechsten Halswirbelkörpers zu stabilisieren. Zu diesem Zeitpunkt war der Mehrkampfmeister des Jahres 2003 an beiden Armen und Beinen gelähmt.

Mit diesem Wissen müssen die Turner nun zurechtkommen. Am Sonnabend steht in Schwäbisch Gmünd ein Länderkampf mit Italien und Rumänien bevor, spätestens am 19. Juli muss Ziesmers Ersatzmann nominiert werden. Doch solange will der DTB nicht warten: Schon nach den Eindrücken vom Sonnabend wird man sich festlegen. Matthias Fahrig (18), Christian Berces (23), beide aus Halle, und Eugen Spiridonow (22) aus Saarbrücken waren als Ersatzturner nach Kienbaum gereist. Wer nun Chancen auf Athen hat, ist noch ungewiss. Sicher ist nur, ein olympischer Traum sieht anders aus.
(bz)
Deutsches Turnen unter Schock
Das Risiko turnt mit
16.07.04
Der folgenschwere Trainingsunfall des Cottbusers Ronny Ziesmer wirft einen Schatten auf das Turnen.
Wie gefährlich ist die Sportart eigentlich?
Der Cottbuser Turner Ronny Ziesmer wird nach seinem schweren Trainingsunfall wahrscheinlich dauerhaft an Armen und Beinen gelähmt bleiben. "Es ist davon auszugehen, dass die Lähmung so bleiben wird", sagte gestern Stephan Becker, Oberarzt im Unfallkrankenhaus Berlin, in das Ziesmer nach seinem verhängnisvollen Sturz, bei dem er sich einen Bruch der Halswirbelsäule und Verletzungen des Rückenmarks zuzog, eingeliefert wurde.
Die deutsche Turngemeinde hat das in einen Schockzustand versetzt, denn das Schicksal des jungen Mannes wirft einen Schatten auf eine ganze Sportart: Wie gefährlich leben Turnerinnen und Turner, die bei internationalen Wettbewerben wie Olympia mitmischen wollen?
Das Wort Zirkus hat sich in den letzten Jahren in vielen Sportarten breit gemacht. Es gibt den Formel-1-Zirkus oder den alpinen Ski-Zirkus. Beim Turnen als Hochleistungssport ist dieses Wort aber am ehesten angebracht: Turnerinnen und Turner sind Artisten, die Salti und Schrauben drehen, die Sprünge und Bewegungen vollführen, die dem Betrachter nicht selten den Atem stocken lassen. Akrobaten am Boden, am Barren. An Reck und Ringen. Am Pauschenpferd, am Schwebebalken - oder eben beim Sprung über den Tisch, der jetzt für Ronny Ziesmer einen solch verhängnisvollen Verlauf nahm. Die Athleten katapultieren ihre Körper meterhoch in die Luft, wirbeln über die Matten, scheinen mitunter die Schwerkraft außer Kraft zu setzen. Dass das nicht ungefährlich sein kann, erkennt jeder, der einmal zugesehen hat. Aber auch jene, die sich im Schulturnen an Barren und Reck gequält haben, dürften einen Geschmack davon bekommen haben, mit wie viel Mut und Überwindung die Ausübung dieser Sportart verbunden ist.

Die Verletzungsgefahr?
Ist relativ. Wo Schülern blaue Flecken drohen, gehen Hochleistungsturner ein ungleich höheres Risiko ein. Weil sie höher springen, schneller wirbeln, die Reckstange wieder erwischen müssen, nachdem sie einen Salto rückwärts mit Schraube gedreht haben. Kleine Fehler können schlimme Folgen haben - wer aus mehr als drei Metern Höhe nicht auf den Füßen landet, hat ein Problem. Vergleiche nutzen da nicht viel: Rennfahrer, die sich ins Cockpit eines Formel-1-Boliden setzen, riskieren genauso ihr Leben wie Skirennläufer, die sich in die steilsten Hänge stürzen. Und überall gilt: Wenn schwere Unfälle geschehen sind, ist die Diskussion groß.
Turner leben gefährlich - und verdienen noch nicht einmal viel Geld dabei.
Die rasante Entwicklung des Kunstturnens in den vergangenen 30 Jahren spielt in dieser Diskussion natürlich eine wichtige Rolle. Der legendäre Gienger-Salto, mit dem Eberhard Gienger 1974 Reck-Weltmeister wurde, gehört inzwischen zum Repertoire eines mittelmäßigen Zweitliga-Turners. Höher, schneller, weiter - diese Steigerungsformen haben das Turnen seitdem geprägt. Weltmeister und Olympiasieger könnten heutzutage problemlos in jedem Spitzenzirkus auftreten.
Die Entwicklung der Turngeräte hat ihren paradoxen Anteil daran: Bruchsichere Reckstangen sind elastischer und erlauben noch spektakulärere Flugteile. Niedersprungmatten, die Gelenke und Wirbel schonen sollen, verleiten zu risikoreicheren Abgängen. Der Sprungtisch, der vor kurzem das Pferd abgelöst hat, vergrößert die Sicherheit beim Abdruck, ermöglicht aber auch Salti und Schrauben, die bisher undenkbar waren.

Andererseits: Kein verantwortungsbewusster Trainer würde seinen Athleten Übungsteile probieren lassen, für die der nicht die entsprechenden körperlichen und bewegungstechnischen Voraussetzungen hat. Auch Ronny Ziesmer hat den Sprung, bei dem er verunglückt ist, vorher tausendmal geübt - und sich nicht dabei verletzt.
Dass das Turnen als besonders risikoreiche Sportart in Deutschland wie in keinem zweiten Land unter scharfer Beobachtung steht, hat seinen Teil dazu beigetragen, dass Trainer und Funktionäre sensibel geworden sind. Sind junge Turner in einer bestimmten Wachstumsphase besonders verletzungsanfällig, dürfen sie bestimmte Bewegungen gar nicht mehr machen. Und es wurden schon Turnerinnen auf ärztlichen Rat aus Kadern verbannt, die eine schiefe Wirbelsäule - aber noch kein einziges Mal Schmerzen hatten.
Eigentlich eine positive Entwicklung in einer Sportart, in der in Ländern wie Nordkorea, Rumänien und anderen ehemaligen Ostblockstaaten, aber auch in Spanien und den USA weniger zimperlich gehandelt wird. Nicht wenige Experten behaupten, dass diese Betonung des Gesundheitsaspekts mit dafür verantwortlich ist, dass die deutschen Turnerinnen und Turner im internationalen Vergleich allenfalls noch zweitklassig sind. Der Unfall von Ronny Ziesmer dürfte diese Sportart, die der Turnvater Jahn Anfang des 19. Jahrhunderts erfunden hat, wieder ein Stück zurückwerfen.
(fr)
Schock in der Turnhalle
„Das Verletzungsrisiko gehört zum Turnen wie zum Autofahren“
15.07.04
Es war nur ein beiläufiger Satz, den Turntrainer Wolfgang Hambüchen vor einigen Tagen gesagt hatte. Er stand in der Turnhalle des Bundesleistungszentrums in Kienbaum bei Berlin, aus den Lautsprechern dröhnte „Intergalactic Planetary“ von den Beastie Boys und neben ihm schlug der 16-jährige Fabian Hambüchen einen gehockten Salto. Der Vater war nach den Chancen seines Sohnes bei den Olympischen Spielen in Athen befragt worden. „Es gibt keine operativen Ziele“, sagte er, „er muss erst einmal gesund dahinkommen.“

Seit Montagnachmittag hat dieser Satz einen anderen Klang. Ronny Ziesmer, ein Mannschaftskollege von Fabian Hambüchen, wird gar nicht zu den Olympischen Spielen kommen. Die Frage ist, ob er überhaupt wieder gesund wird. Der 24-Jährige Cottbuser knallte in Kienbaum nach einem Doppelsalto so unglücklich auf den Boden, dass er mit einem Halswirbelbruch und einer Lähmung beider Arme und Beine in das Unfallkrankenhaus Berlin-Marzahn eingeliefert werden musste. Es besteht die Gefahr, dass er gelähmt bleibt. Auf die Frage, ob der Turner wieder vollständig genese, sagt der Leiter des Unfallkrankenhauses Marzahn, Walter Schaffartzik: „Eher nicht“.

Ziesmer wurde zwischen dem fünften und sechsten Halswirbel operiert, inzwischen ist er wieder ansprechbar. Ziesmer, der bereits vom Nationalen Olympischen Komitee für Athen nominiert wurde, liegt auf der Intensivstation, muss aber nicht beatmet werden. Über die Länge der Behandlung lässt sich noch nichts sagen. „Es ist eher langwierig“, sagt Schaffartzik. Klar ist allerdings, dass Ziesmer aller Voraussicht nach dauerhaft gelähmt bleiben wird. „Es ist davon auszugehen, dass die Lähmung so bleiben wird“, sagte Oberarzt Stephan Becker am Donnerstag.

Die Stimmung ist nun gedrückt in Kienbaum. Die Turner von Bundestrainer Andreas Hirsch wollen bei den Olympischen Spielen den achten Platz erreichen. „Wir hoffen, dass sie sich von dem Schock erholen“, sagt Wolfgang Hambüchen. Denn die sportliche Vorbereitung muss weitergehen. Für Ziesmer wird womöglich Christian Berczes aus Magdeburg nachnominiert. Neben der Stimmung hat sich auch die Einstellung geändert. „Es wird noch konzentrierter als vorher geturnt“, berichtet Hambüchen.

Wie gefährlich ist das Turnen? „Das Verletzungsrisiko gehört zum Turnen wie zum Autofahren“, sagt Hambüchen. Sein Sohn habe keine Angst, auch nach dem Unfall des Teamkollegen nicht. „Er ist sich ja sicher, dass er sein Pensum beherrscht.“ Der Vorfall sei einfach unglücklich gewesen.
Immer noch läuft in der Turnhalle in Kienbaum laute Musik. Allerdings nicht mehr Hiphop und Techno, „das habe ich schon vor dem Unfall nicht mehr ausgehalten“, sagt Hambüchen. Die Turner hören nun Radio. Die Musik nun ganz abdrehen will aber niemand. Hambüchen sagt: „Damit können wir dem Ronny auch nicht helfen.“
(source: handelsblatt.com)
Das Unbegreifliche ...
Pressekonferenz im ukb
15.07.04
Nein, eine Pressekonferenz im herkömmlichen Sinne war das nicht, auch wenn vom Unfallkrankenhaus Berlin offiziell dazu eingeladen wurde. Und hier versagt auch die alleinige Pflicht des Journalisten als bloßer Berichterstatter von Ereignissen. Niemand der anwesenden unmittelbar oder mittelbar betroffenen Trainer, Funktionäre, Journalisten und Freunde des tragisch verunglückten Cottbuser Spitzenturners Ronny war auch nur annähernd in der Lage, das Unbegreifliche zu verarbeiten...

Zunächst zu den traurigen Fakten, zu denen der ärztliche Leiter des Unfallkrankenhauses Berlin und Direktor für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie, Prof. Dr. Walter Schaffartzik (Foto), Stellung nahm:
Durch den Unfall Ronny Ziesmers nach dem Versuch eines Tsukaharasprunges mit nachfolgendem, leider unvollendetem, Doppelsalto rückwärts und Landung im Kopf/Nackenbereich auf der Matte, zog sich der Turner Brüche im Bereich der 5./6. Halswirbel zu, die auch zur Verschiebung und Zerstörung der Zwischenwirbelscheibe führten und dadurch eine Verletzung des Rückenmarks eintrat. Bereits am Unfallort traten Lähmungserscheinungen der Arme und Beine ein.
Nach sofortigem Transport ins Unfallkrankenhaus Berlin per Hubschrauber wurde unverzüglich eine die Wirbelsäule in diesem Bereich stabilisierende Operation durchgeführt. Dank intensivmedizinischer Behandlung konnte so bisher eine maschinelle Beatmung verhindert werden. Nach Mitteilung des Oberarztes des Behandlungszentrums für Rückenmarksverletzungen im ukb, Herrn Oberarzt Stephan Becker, ist allerdings zu erwarten, dass die Lähmungen bleiben werden ...

DTB-Präsident Rainer Brechtken, der Minuten vor der "Pressekonferenz" Gelegenheit hatte, Ronny Ziesmer an seinem Krankenlager zu besuchen und ihn kurz zu sprechen, drückte die tiefe Betroffenheit aller unmittelbar und mittelbar Betroffenen aus.
Erstrangig unterstrich er die hohe Qualität der Kette von Erstversorgung bis hin zur derzeitigen medizinischen Betreuung des Verletzten und sprach den Verantwortlichen des ukb auch seinen Dank für die beispielhafte Kommunikation auch im Einvernehmen mit dem Patienten aus. Brechtken betonte, dass es sich bei dem Sprung, der zum Unfall führte, letztlich nicht um eine unverantwortliche sportliche Forderung handelte, sondern um eine Schwierigkeit, die der Athlet bereits zu Wettkämpfen wie EM, Olympiaqualifikation und Deutscher Meisterschaft athletisch wie technisch-koordinativ voll beherrscht hatte und dass es in dieser Phase der unmittelbaren Olympiavorbereitung ausschließlich um die Stabilisierung und Verfeinerung beherrschten Übungsgut ging. Der DTB-Präsident kündigte die vollste Solidarität des Sportverbandes mit Ronny Ziesmer und seiner Familie an, ohne zu diesem Zeitpunkt konkrete Einzelmaßnahmen und Vorhaben nennen zu wollen. Sportdirektor Wolfgang Willam verwies auf die Frage von Journalisten bezüglich versicherungstechnischer Absicherung auf die Tatsachen, dass Ronny als Angehöriger der Bundeswehr bei diesem "Unfall im Dienst" vollen Versicherungsschutz genieße, und auch der DTB für zusätzliche Versicherung gesorgt habe...

Bundestrainer Andreas Hirsch, der von allen Anwesenden den engsten Kontakt zu dem Verunglückten, wie auch zu allen Athleten des Olympia-Auswahlkaders hatte, versagte fast die Stimme, als er "von dem schwärzesten Tag auch in meinem Leben" sprach. Er und seine Trainer im Olympia-Trainingslager Kienbaum "stehen nahezu vor einem totalen Werteverlust"....: "...was gestern noch erstrebenswert war, ist heute gleich Null...! Natürlich stehen wir nun im ständigen Kontakt, müssen reden, um diese eigentlich unfassbare Situation zu meistern... jeder muss es nun auf seine, individuelle Art verarbeiten.
"Eigentlich widerstrebt es mir jetzt, wo es eigentlich voll und erstrangig um Ronny geht, über die "anderen" zu sprechen... aber wir müssen nun die Ängste und Gedanken jedes einzelnen Sportlers kennen und achten. Natürlich wollen die Athleten nach Athen, aber sie haben nun alle gewaltig Probleme damit, mit einem Ziel, das sich auch Ronny - Leistungssportler durch und durch - immer selbst gestellt hatte."
Hirsch, der auch Leistungssportler zu DDR-Zeiten in erster Reihe war, kann somit alles, was nun in den Köpfen seiner Turner vor sich geht, voll nachvollziehen.
So wird man in dieser Situation erst in den nächsten Tagen und Stunden entscheiden, wie man mit dem am kommenden Samstag eigentlich geplanten Länderkampf in Schwäbisch Gmünd gegen Rumänien und gegen Italien umgehen wird. "Natürlich wollen wir diesen Wettkampf machen, weil wir glauben, dass dies auch Ronny so will, aber wir werden keinen der Turner dazu verpflichten. Die nächsten Stunden und zwei Tage werden es erbringen, ob sich die Athleten in eigener und freier Entscheidung selbst diesem Einsatz stellen wollen. Dies ist auch die Haltung von Sportdirektor Willam, der ausdrücklich dem Bundestrainer seinen Dank für den persönliche Bewältigung des Krisenmanagements aussprach und davon ausgeht, dass Hirsch auch die deutsche Olympiamanschaft betreuen wird und alle Beteiligten trotz schwierigster Situation dahingehend motivieren kann.

Oberarzt Stephan Becker, der auch von der sofortigen psychologischen Betreuung durch Spezialisten seiner Einrichtung berichtete, sprach von der nicht weniger wichtigen Hoffnung auf ein erfülltes Leben auch mit einer wohl nun unabwendbaren Behinderung, so schmerzhaft diese Tatsache von Ronny und all jenen, die ihm nahe stehen, wohl zu verarbeiten sein wird. So sollte die momentane Fassungslosigkeit ob der Härte des Schicksals schnell abgelöst werden durch alle möglichen Maßnahmen und solidarischen Hilfen des Machbaren, um Ronny eine bestmögliche Zukunft unter den unabänderlichen Umständen zu sichern!
(source:gymmedia)
Pressemitteilung des Unfallkrankenhaus Berlin (PDF)
"Ist heute Null"
Olympia-Vorbereitung jetzt Nebensache
15.07.04
Der deutsche Turn-Bundestrainer Andreas Hirsch konnte während der Pressekonferenz seine Erschütterung kaum verbergen. "Das ist das schwärzeste Erlebnis, das ich bisher hatte. Wir stehen vor einem totalen Werteverlust. Alles was gestern erstrebenswert war, ist heute Null", sagte Hirsch, der mit den Tränen zu kämpfen hatte. Die Vorbereitung auf die Olympischen Spiele sei völlig in den Hintergrund gerückt.

Vier Wochen vor Beginn der Olympischen Spiele stehen die deutschen Turner unter Schock. Der für Athen nominierte Cottbuser Ronny Ziesmer wird nach seinem zu Anfang der Woche erlittenen Trainingsunfall bleibende Schäden davontragen. Bundestrainer Andreas Hirsch spricht von der schwärzesten Stunde seines Lebens.

"Ziesmer wird wohl unterhalb des Kopfes gelähmt bleiben. Man kann ihm nur Hoffnung machen, dass er wieder ein erfülltes Leben führen wird", lautete die ernüchternde Diagnose von Dr. Andreas Niedeggen, Chefarzt des Behandlungszentrums für Rückenmarksverletzungen im Unfallkrankenhaus Berlin, am Donnerstag.

Unter den Augen von Bundestrainer Hirsch war Ziesmer am vergangenen Montag nach einem Tsukahara mit Doppelsalto auf dem Kopf gelandet und hatte sich einen Halswirbelbruch sowie Schädigungen des Rückenmarks zugezogen. Nach der umgehenden Einlieferung ins Krankenhaus war der Sportsoldat sofort operiert worden. Derzeit befindet sich der 24-jährige Mehrkampfmeister von 2003 noch auf der Intensivstation, weiß jedoch um seinen Zustand und ist ansprechbar.

"Ein totaler Werteverlust"

"Die Situation um Ronny ist das schwärzeste Erlebnis meines Lebens. Wir stehen vor dem totalen Werteverlust. Was gestern noch erstrebenswert war, ist heute null", sagte Bundestrainer Andreas Hirsch und kämpfte mit den Tränen. Die Vorbereitung auf die Olympischen Spiele sei für die deutschen Turner nun völlig in den Hintergrund gerückt. Ob sie am Länderkampf am Samstag in Schwäbisch Gmünd teilnehmen werden, soll bis zum Freitag mit den Sportlern besprochen werden. Ziesmer galt als Medaillenkandidat für Athen.

Die DTB-Spitze mit Präsident Rainer Brechtken, Sportdirektor Wolfgang Willam und Hirsch war am Donnerstagmorgen zu einem kurzen Besuch bei Ziesmer im Krankenhaus. "Das ist eine schwierige Situation für uns alle, aber natürlich besonders für Ronny, seine Familie und sein Umfeld. Wir wollen dazu beitragen, dass neuer Lebensmut entsteht", erklärte Brechtken. Ziesmer, der nicht verheiratet und kinderlos ist, wird vom DTB-Psychologen Hans-Dieter Hermann betreut. Niedeggen rechnet aber damit, dass sein Patient in eine mindestens halbjährige Depression verfallen wird.

Niedergeschlagene Teamkollegen

Ziesmers völlig niedergeschlagene Mannschaftskameraden waren trotz des Schocks bereits am Mittwoch zum Training an die Geräte zurückgekehrt. "Es war schön zu sehen, dass die Sportler kämpfen wollen. Wenn sie es schaffen, schaffe ich es auch. Ich kann Kraft nur von ihnen bekommen. Vom Prinzip her wollen alle nach Athen, aber natürlich gibt es bei einigen Athleten nach so einem tragischen Zwischenfall Probleme", sagte Hirsch.
"Ronny wollte zu den Olympischen Spielen. Es wäre nicht in seinem Interesse, die Vorbereitungen jetzt abzubrechen", meinte Brechtken. Nach dem Wettkampf will Hirsch entscheiden, wer von den drei Reserveturnern Matthias Fahrig, Christian Berces (beide Halle) und Eugen Spiridonow (Saarbrücken) für Ziesmer in den Olympiakader rückt.

Verletzungen nicht auszuschließen

DTB-Präsident Rainer Brechtken betonte, dass der Unglückssprung - ein Doppel-Salto - eigentlich ein Sprung gewesen sei, den Ziesmer "beherrscht". Zugleich wies er darauf hin, dass Verletzungen im Turnen nicht natürlich nicht auszuschließen sind. "Es gibt aber bei uns im Vergleich zu anderen Sportarten wenig Verletzungen, aber wenn, dann sind die Risiken höher", sagte Brechtken.
schlimme Gewißheit
Olympia-Turner Ziesmer bleibt nach Trainingsunfall gelähmt
15.07.04
Für Turner Ronny Ziesmer haben sich die schlimmsten Befürchtungen bewahrheitet. Drei Tage nach dem schweren Trainingsunfall des Cottbusers teilten die behandelnden Ärzte im Unfallkrankenhaus Berlin (ukb) am Donnerstag mit, dass der deutsche Mehrkampf-Meister aller Voraussicht nach dauerhaft gelähmt bleiben wird. "Nach medizinischem Ermessen ist absolut nicht damit zu rechnen, dass sich daran noch etwas ändert", sagte der Ärztliche Leiter des ukb, Professor Walter Schaffartzik. "Wir können ihm nicht die Hoffnung geben, dass er wieder gehen kann", erklärte Andreas Niedeggen, der Chef des Rückenmark-Zentrums im ukb.

Ziesmer selbst ist nach Angaben der Ärzte umfassend über seine Situation informiert. Sowohl das ukb als auch der Deutsche Turnerbund (DTB) haben ihm Psychologen zur Bewältigung des Unglücks zur Seite gestellt. Wann der 24-Jährige die Intensivstation verlassen und mit der Rehabilitation beginnen kann, ist unklar.
Ziesmer - News
Ronny nach Operation ansprechbar
14.07.04
Der deutsche Turnmeister Ronny Ziesmer aus Cottbus ist nach seinen Halswirbelverletzungen und einer anschließenden Operation im Unfallkrankenhaus Berlin wieder ansprechbar.

«Er wird intensivmedizinisch behandelt. Über den Zeitraum lässt sich noch nichts sagen», erklärte der Ärztliche Leiter des Unfallkrankenhauses Berlin (ukb), Prof. Walter Schaffartzik, auf dpa-Anfrage.

Der für die Olympischen Spiele in Athen nominierte Ziesmer hatte sich im Bundesleistungszentrum Kienbaum einen Halswirbelbruch zugezogen und war mit einer Lähmung beider Arme und Beine per Rettungshubschrauber in das ukb eingeliefert worden. «Er wurde umgehend operiert, um die Halswirbelsäule des 5. und 6. Halswirbelkörpers zu stabilisieren», hieß es in einer Mitteilung des ukb.

Zum Team gehören auch Ärzte des Behandlungszentrums für Rückenmarkverletzte des ukb. «Dank intensiver Behandlung konnte bisher eine maschinelle Beatmung vermieden werden. Ob und in welchem Ausmaß sich die erlittenen Lähmungen zurückbilden werden, kann auf Grund der Schwere der Schädigung des Rückenmarks nicht vorhergesagt werden», wurde mitgeteilt. <
br> Es wurde versichert, im Unfallkrankenhaus Berlin werde alles unternommen, um Ronny Ziesmer in dieser Situation so gut wie nur irgend möglich zu helfen. Auch seine Eltern haben den in wenigen Tagen 25 Jahre alt werdenden Cottbuser bereits besucht.

Im ukb war auch der italienische Rennfahrer Alessandro Zanardi operiert und behandelt worden, der bei einem Horror-Unfall am 15. September 2001 auf dem Lausitzring beide Beine verloren hatte. Inzwischen fährt Zanardi wieder Rennen. (source: dpa)

Inzwischen wurde bekannt, daß am morgigen Donnerstag während einer Pressekonferenz um 11.00 Uhr ein offizielles Statement der ukb zum Fall Ronny Ziesmer abgegeben werden wird.
traurige Mitteilung der Unfallklinik
bleibende Lähmungen befürchtet
14.07.04
Der deutsche Meister Ronny Ziesmer muss nach seinem schweren Trainingsunfall in der Sportschule Kienbaum bleibende Lähmungen befürchten.
Ziesmer hatte sich am Montag im Zuge seiner Olympia-Vorbereitung einen Halswirbelbruch zugezogen und konnte bei der Einlieferung ins Krankenhaus weder Arme noch Beine bewegen. Dank intensiver Behandlungen konnte eine maschinelle Beatmung bisher vermieden werden.
"Ob und in welchem Ausmaß sich die erlittenen Lähmungen zurückbilden werden, kann auf Grund der Schwere der Schädigungen des Rückenmarks nicht vorhergesagt werden", hieß es am Mittwoch Mittag in einer Mitteilung des Unfallkrankenhauses Berlin, in dem der Cottbuser zunächst operiert wurde und derzeit intesivmedizinisch behandelt wird.
(source dpa)
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