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Juckel gelingt großer Schritt
Ziesmer muss um Olympia bangen
24.05.04
Der Hallenser Christian Berczes gewann am Wochenende die erste Qualifikation für Athen in Bad Nauheim.
Freude bei Robert Juckel, große Enttäuschung bei Ronny Ziesmer: Unterschiedlicher hätte die erste Olympia-Qualifikation für den beiden Turner vom SC Cottbus in Bad Nauheim nicht laufen können.


Während sich Juckel als Dritter hinter dem Hallenser Christian Berczes eine glänzende Ausgangsposition für die zweite Qualifikation am 5./6. Juni in Chemnitz sicherte, enttäuschte Ziesmer völlig. Als Siebter muss der amtierende deutsche Mehrkampf-Meister jetzt um seine Athen-Fahrkarte bangen. Sechs Turner qualifizieren sich für die olympischen Turn-Wettbewerbe.
„Es gibt in Deutschland keine etablierten Turner mehr“, fasste Cheftrainer Andreas Hirsch den Ausgang des Wettkampfes zusammen, den überraschend Berczes vor Junior Fabian Hambüchen zu seinen Gunsten entschied. „Mit Berczes und dem Auftauchen von Sergej Pfeifer in der Spitze sowie der Steigerung von Fabian Hambüchen haben wir jetzt eine starke Konkurrenz im Team: Das wird uns in der Zukunft weiterhelfen“, fügte der Berliner hinzu.
Berczes siegte mit 53,900 Punkten knapp vor dem dreifachen Junioren-Europameister aus Wetzlar (53,800) und dem punktgleichen Cottbuser Robert Juckel. „Der viertplatzierte Pfeifer war bei vielen nicht auf der Liste“, freute sich Hirsch über die Leistung des Mannes aus Hannover: „Er ist wieder da. Damit müssen sich die anderen jetzt auseinandersetzen.“ Sehr zur Freude des Cheftrainers klopft mit Fabian Hambüchen auch der jüngste Turner des Kaders immer lauter an die Olympia-Tür an. Mit nur einem Zehntel Rückstand auf Sieger Berczes unterstrich der 16-jährige Schüler nachdrücklich seinen Anspruch auf einen Platz im deutschen Olympia-Team.
Die Enttäuschung des Wettbewerbs war Ronny Ziesmer. Der 24-Jährige verturnte gleich sein erstes Gerät, landete nach der ersten Bahn am Boden auf dem Hosenboden und musste zudem vom Seitpferd absteigen. 52,550 Punkte und Platz sieben waren die Quittung. «Boden und Pferd waren echt doof, da habe ich falsch reagiert. Die anderen Geräte liefen im Rahmen» , sagte Ziesmer. «Jetzt heißt es bis Chemnitz arbeiten, arbeiten und noch mal arbeiten. Dort muss ich beweisen, dass ich ordentlich turnen kann» , zeigte sich der Cottbuser gestern schon wieder kämpferisch.
(source:lr-online.de)
Auf dem Weg nach Athen
Cottbuser starten bei erster Olympia-Qualifikation in Bad Nauheim
21.05.04
Am Samstag beginnt für die deutschen Turner der Kampf um die Tickets für die Olympischen Spiele 2004 in Athen. Im Bad Nauheimer Ortsteil Nieder-Mörlen wird die erste von zwei Olympia-Qualifikationen des Deutschen Turner-Bundes (DTB) ausgetragen. Die Hoffnungen der Lausitz ruhen auf Ronny Ziesmer und Robert Juckel vom SC Cottbus Turnen.

Insgesamt sechs Mannschafts-Plätze hat Bundestrainer Andreas Hirsch für die olympischen Turn-Wettbewerbe zu vergeben. Ziesmer und Juckel dürfen sich berechtigte Hoffnungen machen, zum ausgewählten Kreis zu gehören. Bei den Europameisterschaften im April in Slowenien standen beide Cottbuser im Kader, bei der WM im Vorjahr in Anaheim (USA) ebenfalls, wenngleich sich Juckel damals mit der Reservistenrolle begnügen musste. Allerdings zählen Erfolge und Meriten aus der Vergangenheit bei der DTB-Quali allenfalls am Rande.
«Ich bin optimistisch. Meine Form ist aufsteigend, die Gesundheit stimmt» , sagte gestern Ronny Ziesmer. Der 24-Jährige bereitet sich bis Freitag im Bundesleistungszentrum in Stuttgart weiter vor. «Die Qualifikation wird vor allem wieder eine Kopfsache. Robert und ich wissen, dass wir international unsere Leistungsstärke gezeigt haben, sollten von daher unser Programm locker abspulen , so der Groß Oßniger weiter. 54,5 bis 55,0 Punkte hält der amtierende deutsche Mehrkampf- und Mannschaftsmeister für möglich. «Am Pferd muss ich sicher stabiler werden, am Boden kann ich an Schwierigkeiten noch was drauf packen. Es bleibt bis Olympia viel zu tun» , sagte Ziesmer.
«Ich stehe voll im Saft, der Wettkampf kann kommen» , zeigte sich auch Robert Juckel gestern zuversichtlich. «Wir müssen vor niemand Angst haben, müssen nur unser Programm bringen.
Neben Ziesmer und Juckel werden dem dreifachen Jugend-Europameister (Boden, Sprung und Reck) Fabian Hambüchen aus Niedergirmes sowie den EM-Turnern Thomas Andergassen (Stuttgart), Sven Kwiatkowski (Chemnitz) sowie Matthias Fahrig (Halle) gute Chancen eingeräumt, den „Grundstein“ für die Olympiateilnahme zu legen.
Gespannt sein darf man auf Turner wie Sergej Pfeifer (Hannover), Christian Berczes, René Tschernitschek (beide Halle), Tom Neubert (Chemnitz) sowie Waldemar Eichorn (Dillingen) und Eugen Spiridonov (Bous), die alle ihre Chance wahrnehmen wollen. Stephan Zapf (Stuttgart), der wegen einer gebrochenen Rippe bei der Qualifikation nicht antreten kann, erhält eine Nominierungschance bei der zweiten Olympiaqualifikation und durch einen zusätzlichen Wettkampf im Rahmen der unmittelbaren Wettkampfvorbereitung in Kienbaum.

(source: lr-online.de)
Bundesinnenminister besucht deutsche Turnnationalmannschaft
hochrangige Gäste bei Juckel, Ziesmer & Co.
05.05.04
Der Bundesminister des Innern, Otto Schily, wird heute das Bundesleistungszentrum in Kienbaum/Berlin besuchen. Neben Schily haben sich die Präsidenten des Deutschen Sportbundes, Manfred von Richthofen und der Deutschen Sporthilfe Hans-Ludwig Grüschow angesagt. Um ca.14.00 Uhr werden die hochrangigen Gäste den Olympiakader der deutschen Turner in der Trainingshalle besuchen. Für ca. 14.30 Uhr ist eine Pressekonferenz angesetzt. Zu diesem Zeitpunkt wird auch der Sportausschuss des Deutschen Bundestages, in dem auch Ex- Weltmeister Eberhard Gienger und der Vizepräsident des Schwäbischen Turnerbundes Klaus Riegert (beide CDU) vertreten sind, eintreffen. Der Sportausschuss wird den Turnern ebenfalls einen Besuch abstatten. Der Präsident des DTB, Rainer Brechtken und Sportdirektor Wolfgang Willam werden die Gäste in der Trainingshalle begrüßen.
(source dtb)
TRAMPOLIN - Flandern-Cup
Silbermedaille an Nico Gärtner
02.05.04
Eine Woche nach der Deutschen Meisterschaft fand in der Hafenstadt Gent der Internationale Flandern Cup statt.
Sehr große Teilnehmerfelder gab es sowohl auf dem Doppel-Mini-Tramp (205 Teilnehmer) als auch beim Tumbling. Dagegen waren weitaus weniger Sportler an den Trampolin-Wettkämpfen beteiligt.
Als Superstars hatten die belgischen Veranstalter die beiden Olympiasieger Irina Karavaeva und Alexander Moskalenko (beide Russland) eingeladen.
Bemerkenswert: Irina wiederholte ihre neue Kürübung mit 15,3 P. Schwierigkeit.Sie hatte mit dieser Schwierigkeit vor einer Woche in Moskau einen neuen Weltrekord aufgestellt.



Aus Cottbuser Sicht ging bei den Herren Nico Gärtner (SC Cottbus) an den Start. Betreut wurde er vom Beauftragten des DMT, seinem Heimtrainer Uwe Marquardt. Nach einem guten Vorkampf erhöhte er im Finale seine Schwierigkeit und wurde am Ende mit der Silbermedaille belohnt. Gold ging an den World Games Sieger Radostin Rachev (BUL).
Mit diesem gut absolvierten Wettkampf können wir zuversichtlich in die Europameisterschaft gehen.
(scc)
Sonderförderung für Phillip Boy
Leipziger Unternehmen fördert olympischen Spitzensport
30.04.04
Doe Leipziger "Verbundnetz Gas AG" fördert mit dem "Verbundnetz für den Sport" u.a. Phillip Boy vom SC Cottbus mit Sachleistungen, Leistungsprämien und Unterstützung bei der Ausbildung.
Das Unternehmen hat einen jährlichen Etat von 275.000 Euro zur Förderung von 100 Talenten in 8 ostdeutsche Olympiastützpunkten bereitgestellt.
VNG-Chef Holst betonte: „Wir wollen mit unserer Initiative junge Spitzensportler fit für Olympia machen, aber nicht in Konkurrenz zu anderen Fördermaßnahmen. Vielmehr setzen wir da an, wo andere Programme nicht greifen, z. B. mit Finanzhilfen zum Kauf eines Trainingsgerätes, dem Bezahlen von Trainer- oder Nachhilfestunden und besonderen Trainingslagern sowie Leistungsprämien. Zentrales Element des Verbundnetz für den Sport sind die Paten. Erfahrene Olympiasieger und Weltmeister stehen ihren Schützlingen als Berater zur Seite und begleiten sie auf dem steinigen Weg in die Weltspitze.“
Ziesmer mit persönlichem Sponsor
Unterstützung auf dem Weg nach Athen
29.04.04
Ronny Ziesmer (SC Cottbus) bereitet sich derzeit intensiv auf die erste Qualifikation zu den Olympischen Spielen am 22./23. Mai in Bad Nauheim vor. In der kommenden Woche trainiert der amtierende deutsche Mehrkampf-Meister im Bundesleistungszentrum Kienbaum. Materielle Unterstützung erhält der 24-Jährige seit kurzem bis zu den Spielen von Thera-Band, einem Hersteller von Fitness- und Rehabilitationssportgeräten. «Die finanzielle Unterstützung nimmt eine große Last von meinen Schultern und ermöglicht mir einen freien Kopf für mein Training» , sagte Ziesmer, der zuletzt bei der EM mit der Mannschaft Platz sechs belegte.
Ist das Tal der Tränen bereits durchschritten...?
Gedanken nach den Europameisterschaften 2004 - von Eckhard Herholz
20.04.04
Kurioser Weise fing alles so richtig mit dem Erfolg an - mit dem Olympiasieg des Andreas Weckers nämlich - bzw. ... hörte damit auf, ...damals, Mitte der Neunziger.
Spätestens da merkten schon die ersten im Lande: Das könnte wohl der allerletzte Champion gewesen sein, auf lange Sicht! Was ist denn, wenn's so einen wie Wecker - als den "Kastanien-aus-dem-Feuer-Holer" - nicht mehr gibt?

Der Abstieg...
Und was wurde danach aus Deutschlands Turnerstolz der ersten Hälfte der Neunziger...? Es kam, wie's kommen musste: Der unaufhaltsame Abstieg - statistisch eindrucksvoll bei Großereignissen zu belegen - und ab der WM 1999 glich die Talfahrt dann auch bei den Männern nahezu einem freien Fall in die internationale Bedeutungslosigkeit.....! Sage keiner, das niemand es wusste oder merkte! Fragt man aber, was wurde getan, dann glaubt man es nicht: N i c h t s wirklich Strukturelles, langfristig Wirksames - wenn man mal die hilflosen Konzentrationsbemühungen mit den übrig gebliebenen Spitzen momentan und provokanter Weise nur als "Notstandsprogramme" bezeichnet.



Die Wende...?
Wie aber solch ein herbes Urteil gerade jetzt, wo doch Deutschlands Turn-Nachwuchs gerade der Zweitbeste hinter den Russen, wo doch ein fantastischer Fabian Hambüchen der erfolgreichste Turner der jüngsten JEM war, ...der sich gar mit drei Goldenen dekorierte...?
Es hat sich nämlich immer noch nichts Wesentliches geändert - trotz dieser Erfolge nicht. Engagierte Trainer, talentierte Jungen, die sich für ihre gemeinsame Sportart den sprichwörtlichen A.... aufreißen, die gibt's in Deutschland immer noch, wenn auch bedenklich weniger.
- Da hatte Deutschland schon so manchen Juniorenstolz, wie Sergei Pfeifer ('94) - er kam nie (ganz) oben an.
- Da wird soeben ein Dmitri Nonin bereits verabschiedet, der - auch eingedenk seiner gesundheitlichen Probleme - noch längst nicht hatte alles ausreizen können, was in ihm steckte.
- Da ist so mancher Athlet auf halbem Wege ausgestiegen, weil er die letzte Konsequenz des Einsatzes scheute, oft mit der Frage konfrontiert: Ist es nicht viel wichtiger für mich, sich um die wirklich wichtigen Dinge des Lebens zu kümmern, als diese Risiken und Eventualitäten eines so entbehrungsreichen Weges zu einem Turn-Superstar - für den es nicht die Spur einer Garantie gibt ... und in Deutschland ohnehin als fast unmöglich erscheint...?

Die Garantien Und weil das so ist - müssen Garantien geschaffen werden! Garantien, die es jungen Männern und deren jetzigen und künftigen Familien s i n n v o l l erscheinen lässt, sich wirklich das "letzte Hemd" für den aktuellen - noch besser - für den langfristig konzipierten künftigen Erfolg aufzutrennen!
Es gibt diese Garantien leider und definitiv immer noch nicht! Und trotzdem gibt es z.B. mit "Mutter-Vater-Sohn Hambüchen" (noch) solche "Hemden-Auftrenner". Diese kleine Mini-Zelle war der eigentliche Schlüssel des persönlichen, Fabianschen Erfolgs - oder es gibt jene Mini-Teams Trainer-Athlet in den Heimatklubs der anderen Turner auch. Betreiben wir also keine Augenauswischerei ob des Glanzes der Medaillen! Bedingungen für Spitzen-Athleten werden zusehends schlechter und schlechter im Lande.

Die Hoffnungen
Und trotzdem ackert die Basis in Cottbus, Stuttgart, Chemnitz, Berlin und anderswo und bringt - den widrigsten Umständen zum Trotz - noch solche klasse Jungs hervor. So ist die Arbeit solcher Trainer wie Horst Werner (- und Schützling Philipp Boy in Cottbus), Anatoli Jarmowski (- und Thomas Taranu in Stuttgart), Viktor Schweizer (- in Dillingen mit Waldemar Eichorn) und Jens Milbradt (- in Berlin mit Brian Gladow) nicht hoch genug einzuschätzen. Ebenso wichtig und erfolgreich waren die hervorragend gemachten Jobs der zu ihrer Zeit nachwuchs-verantwortlichen Trainer Rainer Hanschke, danach Andreas Hirsch und jetzt die des Jens Milbradt einzuschätzen...

Das Problem...
Vergleicht man diese Investitionen von Arbeit, Know-how, Schweiß, Hoffnung ... und Herzblut auch - erscheint es äußerst unlogisch, dass Deutschlands Turnelite - also jene oben - in der internationalen Mittelmäßigkeit versunken ist, und achtbare Leistungen, wie die zuletzt eines bemerkenswerten Thomas Andergassen nur noch an der Hälfte der Finger einer Hand zu zählen sind. Es kommen zu wenige wirklich oben an oder es wollen zu wenige wirklich bis zum erfolgreichen Schluss und in letzter Konsequenz die langen Mühen des leistungssportlichen Alltags auf sich nehmen.

Die Moral...
Komme also niemand beim Deutschen Turner-Bund auf die Idee, als wäre jetzt die Wende erreicht, das Tal durchschritten. Drei Übungen pro Gerät bei einer EM - das schaffen andere Länder auch. Gerade, weil man kurz vor Olympia steht: Sorge man doch nun endlich und entscheidend dafür, dass es sich für die aktuellen und künftigen deutschen Turnhoffnungen wirklich lohnt, den Weg bis zum Turnolymp nun konsequent zu Ende zu gehen - es sich l o h n t (!) - in des Wortes komplexester Bedeutung - wirklich oben anzukommen!
Und dafür bleibt den Verantwortlichen des Bundes und der Länder noch eine Menge zu tun!
- Erhöhung der Bedeutung langfristiger Leistungssportsstrategien der Landesverbände
- Talentsuche und -ausbildung nach wissenschaftlichen und pädagogischen Prinzipen
- Sicherung von Qualität und Strukturen komplexer Trainings-, Ausbildungs- und Lebensumstände einschließlich deren langfristiger Planungen.
- Sicherung von Qualität und Strukturen eines höchsten Ansprüchen gerecht werdenden Heimtrainings,
- Schaffung nationaler Strategien mit klar definierten Inhalten, Etappen und Zielen,
- Bildung von leistungssportlichen (!) Kompetenzgremien und deren breitester Akzeptanz.
- ... und der dafür alles entscheidenden Finanzierungsstrategie, die ein Sportverband wie der DTB dafür haben muss, wenn er das von den Athleten will, was sie sollen: Medaillen holen!

Das und mehr ist man - schon moralisch - den Anstrengungen und Leistungen dieser Pachtkerle von Ljubljana mehr als schuldig.
Eckhard Herholz
Zu Deutschlands Junioren-Erfolgen in Ljubljana
von Jens Milbradt, verantwortlicher Junioren-Trainer
20.04.04
"Zunächst einmal waren wir uns schon bei Anreise wohl unserer Stärken bewusst - immer eingedenk des besonderen JEM-Modus', der ja von jedem Land "nur" je drei Übungen pro Gerät verlangt. Schließlich hatten wir mit Waldemar Eichorn einen überaus erfahrenen Turner mit dabei, der bereits seine dritten Europameisterschaften im Juniorenbereich machte, schon 2000 den Barrentitel holte und auch in Patras 2002 Medaillen gewann.
Auch Fabian Hambüchen war ja nun auch kein 'heuriger Hase' mehr, wie vor zwei Jahren noch, als er als 14-Jähriger kam und schon siegte... und inzwischen jüngster Deutscher Meister und deutscher WM-Teilnehmer der Geschichte wurde und so sich sogar schon international mehr als namhaft gemacht hatte!
Auch der Cottbuser Philipp Boy gehört schon zu den Erfahrenen, mit einer Menge Länderkämpfe und Turniere. Dazu kamen mit Brian Gladow und Thomas Taranu junge Turner, die sich bemerkenswert steigerten und so ein Mannschaftsgefüge ergaben, das bereits beim Podiumsdurchgang für erhebliche Aufmerksamkeit in der Fachwelt sorgte.

... doch nicht ohne Sorgen
Und trotzdem muss ich sagen, sah das wenige Monate, ja Wochen zuvor gar nicht so gut aus: Da hatte Philipp Boy seinen schweren, komplizierten Beinbruch Anfang Dezember in Canbarra auch mental, also psychisch wegzustecken - wie er das schaffte und sich wieder in kürzester Zeit ins Team turnte - das nötigt mir meine größte Hochachtung ab! Oder - wie Fabian Hambüchen seine Schulterverletzung überwandt, die er sich ja erst 4 Wochen zuvor bei der zweiten JEM-Qualifikation in Kienbaum zuzog, ist aller Ehren wert. Ebenso war Waldemar Eichorns Training lange Zeit und wesentlich beeinträchtigt durch seine Rückenprobleme und auch Thomas Taranu musste ähnliche Sorgen im Kniebereich kurzfristig überwinden. Dies alles merkt ja die Öffentlichkeit kaum, die meist immer erst dann reagiert, wenn der Erfolg da ist.

Teamwork
So muss ich an dieser Stelle dem ganzen JEM- und EM-Team vor Ort danken, dem Physiotherapeuten Tobias Billert, Mannschaftsarzt Dr. Hans.Peter Boschert und auch dem Physiotherapeuten der Männermannschaft, Martin Ullrich, der sich zusätzlich und privat noch besonders um Philipp Boy mühte...!

Der Erfolg hat wahrlich viele Väter...
Als verantwortlicher Juniorentrainer weiß ich aber genau, dass in erster Linie ein solcher Erfolg wahrlich viele Väter hat: Das sind vor allem die Heimtrainer, wie Vater und Coach Wolfgang Hambüchen, der mit vor Ort war, Horst Werner aus Cottbus (Boy), Viktor Schweizer aus Dillingen (Eichorn) und Anatoli Jarmowski aus Stuttgart (Taranu). Letztere haben es sich nicht nehmen lassen, selbst persönlich und privat in Ljubljana dabei zu sein, als ihre Schützlinge "durchs Feuer" mussten. Ich möchte ebenso meinen Dank an meinen Vorgänger im Amt des Juniorenverantwortlichen richten. Andreas Hirsch hat in Fortsetzung der Arbeit von Rainer Hanschke in den neunziger Jahren mir einen Bereich übergeben, mit dem es sich wirklich arbeiten lässt.

Ein Wort zur Konkurrenz:
Seit Patras gibt es im Nachwuchsbereich eine nahezu extreme Weiterentwicklung fast aller JEM-Teilnehmer, was die Inhalte, also die Ausgangswerte und deren technische Präsentation betrifft! Wir konnten an einigen Stellen, wie Barren und Reck, ganz gut mithalten, müssen jedoch am Pferd und an den Ringen auch unsere Schwachstellen erkennen. Am Pauschenpferd sind es z.T. eklatante inhaltlich-technische Rückstände, die ich aber zumindest mittelfristig als für behebbar halte. An den Ringen sind es vor allem körperliche Rückstände unserer z.T. ziemlich retardierten Turner, gegenüber den schon wesentlich männlicheren Konkurrenten aus Russland, die hier das kompakteste Team stellten. Sicher werden die sehr rasch den Sprung russische Elitemannschaften vollziehen und bei momentaner Lage im russischen Männerturnen, auch müssen...! Die Ukraine fiel hier mit einer der jüngsten Mannschaften auf, die aber mit der Bronzemedaille nachwies, dass sie so eine Art "Zukunfts-Team" ist, mit dem man ab sofort zu rechnen hat. Die Ambitionen des Schweizer Nachwuchses waren schon vorher hinlänglich bekannt - leider kamen sie nicht über den 5. Platz hinaus und errangen auch wider Erwarten keine Einzelmedaille. Das spricht aber nicht gegen die enormen Entwicklungen, die der Nachwuchs dort in letzter Zeit gemacht hat.

Was uns betrifft:
Nun bleibt uns allen nur noch übrig, daraus in Zukunft das Beste zu machen!"
(source: gymmedia)
EM-Silbermedaillengewinner zurück in Cottbus
Anerkennung und Dank
19.04.04
Freudestrahlend präsentierte gestern Philipp Boy vom SC Cottbus Turnen seine bei den Junioren-Europameisterschaften im Mannschaftswettkampf gewonnene Silbermedaille.
Im Rahmen eines kleinen Empfangs bekam Phillip Boy Glückwünsche und kleine Präsente überreicht, erster Gratulant war sein SCC-Heimtrainer Horst Werner.
Nach seinen Gefühlen gefragt: «Die Medaille bedeutet mir sehr viel, vor allem emotional» , sagte der 16-jährige Sportschüler nach seiner Rückkehr aus Slowenien. In diesem Zusammenhang vergaß er nicht, sich bei allen zu bedanken, die Ihn auf seinem Erfolgsweg bis hier begleitet haben.
Noch Mitte Dezember schien die Leistungssportkarriere des gebürtigen Schwedters nach einem Schien- und Wadenbeinbruch ein jähes Ende zu finden. In Ljubljana konnte Boy, der auch schon zum Bundesliga-Kader des SCC gehörte, immerhin drei Geräte wieder turnen. «Die Heilung ist sehr gut gelaufen. Im Herbst wird die Platte wieder rauskommen» , sagte er gestern. Nächstes Ziel für Boy, das für die erste internationale Junioren-Medaille für den Märkischen Turnerbund seit 1998 sorgte, sind die deutschen Meisterschaften Anfang Juni in Chemnitz. Boy: «Ich hoffe, dann auch wieder Reck turnen zu können.»
(source: lr-online.de / scc)
Europameisterschaften zu Ende
Dragulescu und Hambüchen erfolgreichste Teilnehmer / Gold am Barren für Zozulya
18.04.04
Gold mit der rumänischen Mannschaft, im Mehrkampf, am Boden und Sprung -Marian Dragulescu wurde damit der erfolgreichste Turner der 26. Europameisterschaften im slowenischen Ljubljana.
Sein Landsmann Ioan Suciu holte sich zudem noch den Titel am Pauschenpferd und so war Rumänien auch die erfolgreichte Turnnation. Die weiteren Gerätetitel gingen an den Griechen Dimosthenis Tampakos (Ringe), den Ukrainer Roman Zozulia (Barren) und am Reck jubelten die Gastgeber über den EM-Titel ihres Aljaz Pegan gemeinsam mit dem Griechen Vlasios Maras - ebenso, wie der stimmgewaltige Schweizer Anhang über die Bronzemedaille von Christoph Schäerer. Thomas Andergassen aus Stuttgart belegte einen achtbaren 4. Platz am Pauschenpferd und wurde Siebenter am Barren...

Nach seiner Bronzemedaille im Mehrkampf wurde der 16-jährige Fabian Hambüchen aus Niedergirmes heute dreifacher Goldmedaillengewinner bei den Junioren-Europameisterschaften im slowenischen Ljubljana. Nach Boden und Sprung zeigte er auch am Königsgerät Reck die absolut beste Übung aller Teilnehmer und wurde gemeinsam mit dem russischen Mehrkampfsieger Jewgeni Wassiliew, der heute noch am Barren gewann - dreifacher Champion. Waldemar Eichhorn komplettierte die beste JEM aller Zeiten aus deutscher Sicht mit einer Bronzemedaille am Reck...

Für unser Mannschaftsmitglied Roman Zozulya gab es einen versöhnlichen Abschluß der Tage von Ljubljana: Nach verpasster Mannschafts- und Einzelmehrkampfmedaille revanchierte er sich mit dem Gewinn der Goldmedaille am Barren ! Der SCC gratuliert herzlich !
(source: gymmedia / scc)
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