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Zwischen Finale und Bundeswehr
Für den SC Cottbus Turnen ist es der nationale Höhepunkt des Jahres – das Finale der Deutschen Turnliga (DTL) gegen die KTV Straubenhardt (Karlsruhe, Europa-Halle, Beginn 14 Uhr). Doch ausgerechnet ins Duell mit dem Klub von Fabian Hambüchen um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft geht der Rekordmeister stark geschwächt. Grund: Vater Staat hat gerufen.
28.11.09
SCC-Vorzeigeturner Philipp Boy wird in Karlsruhe allenfalls als Zuschauer erwartet. Der EM-Vierte vom Mailand im Mehrkampf hat am 1. November in Dillingen an der Donau seinen zweimonatigen Grundwehrdienst bei der Sportförderkompanie der Bundeswehr angetreten. In dieser Woche mussten zudem die SCC-Turner Steve Woitalla (Foto), Philip Sorrer und Victor Weber zu einer Fortbildung in die Kaserne einrücken. Bis zum 17. Dezember macht das Trio in Warendorf eine Fortbildung zum Übungsleiter. Warendorf ist eher als Pferde- denn als Turnmekka bekannt, eine Turnhalle fehlt sogar komplett auf dem Areal der Sportschule. So reist das SCC-Trio fast ohne Training zum Finale – im Fußball wäre dies wohl ein Ding der Unmöglichkeit. Verletzungsgefahr steigt

„Die Termine sind langfristig mit dem Deutschen Turner-Bund abgestimmt, aber für uns liegen die Lehrgänge in diesem Jahr natürlich schon sehr ungünstig“, sagte Trainer Karsten Oelsch, betont aber, dass die Bundeswehr ansonsten ein unverzichtbarer Parter für das Turnen sei. Immerhin hofft der SCC-Cheftrainer auf einen Teileinsatz von Woitalla, Sorrer und Weber im Finale. „Sonst haben wir gar nicht genug Turner“, so Oelsch. Einen Einsatz von Boy erwartet er dagegen nicht. Die Trainingsmöglichkeiten in Dillingen sind stark eingeschränkt, das Risiko einer erneuten Verletzung wäre für den 22-Jährigen wohl zu groß. Woitalla und Co. turnen zwar, sind aber aufgrund des Lehrganges nicht hundertprozentig vorbereitet. „Leider gibt es keine Turnhalle in Warendorf. Wir sind sogar einmal bis nach Bochum gefahren“, berichtete Steve Woitalla. „Natürlich wären wir viel lieber zu Hause geblieben, um uns dort vernünftig vorzubereiten“, so der 21-Jährige. Doch Vater Staat rief – und der Hauptgefreite hörte.

„Damit sind wir aus einer schweren in eine fast aussichtlose Lage geraten“, sagte Oelsch vor der Abreise am Freitag. Den Nationalmannschafts-Turnern Fabian Hambüchen, Marcel Nguyen, Thomas Taranu sowie dem achtfachen Weltmeister Marian Dragulescu (Rumänien) auf Seiten des KTV Straubenhardt stehen größtenteils junge, unerfahrene Turner wie Christopher Jursch gegenüber. Auch ein Roman Zozulja und Robert Juckel in Bestform dürften wohl nur eingeschränkten Widerstand gegen die drohende Niederlage leisten können. „Natürlich wollen wir in Karlsruhe unser Gesicht wahren, aber es gibt Dinge, die sind einfach nicht möglich. Dazu zählt ein Final-Erfolg“, sagte Karsten Oelsch, der nach dem Überraschungserfolg im Vorjahr nicht an eine Wiederholung glauben kann.

„Silber ein Super-Ergebnis“

„Wir sollten uns freuen, dass wir die Silbermedaille haben. Das ist ein Super-Ergebnis für diese Saison und das Maximale, was möglich war“, erklärte Oelsch. So gehen die Cottbuser den Vergleich ruhig und ohne Illusionen auf eine erfolgreiche Titelverteidigung an. Oelsch: „Wunder kann auch ich nicht vollbringen und gegen eine Übermacht gewinnen.“ Von Thomas Juschus
Heißer Tag für Turnstar Hambüchen
Oelsch:"Wunder kann auch ich nicht vollbringen"
28.11.09
Turnstar Fabian Hambüchen steht vor einem heißen Samstag: Nach dem Showdown um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft in Karlsruhe wird der 22-jährige Europameister mit dem Hubschrauber auf direktem Weg in eine TV-Show nach München geflogen.

Fabian Hambüchen Mitte November trainiert für seinen Start beim Turn-Weltcup in Stuttgart. In der mit 4000 Zuschauern voraussichtlich ausverkauften Europahalle von Karlsruhe trifft sein favorisiertes Team von der KTV Straubenhardt zunächst auf Titelverteidiger und Rekordmeister SC Cottbus. Hambüchens Riege hat eine Rechnung offen, denn im Vorjahr unterlag man überraschend den Lausitzern, die ihre dritte Meisterschaft in Serie feierten. Auch bei Stefan Raabs «Turmspringen» geht es für Hambüchen danach um Wiedergutmachung, denn sein erstes Turmspringen endete vor einem Jahr mit einem satten Bauchklatscher.

Damit die Straubenhardter Fans diesmal jubeln können, hat KTV- Macher Horst Rapp alle Register gezogen. Neben Hambüchen gehen für die Blau-Weißen in Marcel Nguyen und Thomas Taranu zwei weitere WM- Starter von London an den Start. In Doppelweltmeister Marian Dragulescu aus Rumänien und Publikumsliebling Niki Böschenstein aus der Schweiz treten zwei weitere Weltstars für die Badener an.

Daher baute Cottbus-Trainer Karsten Oelsch, der auf Philipp Boy wegen seiner Grundausbildung bei der Bundeswehr verzichten muss, schon einmal vor. «Wir wollen erhobenen Hauptes aus der Halle gehen. Wunder kann auch ich nicht vollbringen», sagte er.
Vor dem Sprung nach ganz oben
Sie ist 13 Jahre jung, sie ist deutsche Meisterin und sie hat vor einer Woche mit einer persönlichen Bestleistung von 33,4 Punkten bei den Jugendweltmeisterschaften im Trampolinturnen in Sankt Petersburg nur um drei Zehntel den Einzug ins Finale der besten Acht verpasst.
27.11.09
In St. Petersburg reichte es für die Berlinerin, die die Lausitzer Sportschule in Cottbus besucht, für den elften Platz unter 40 Nationen. Mit ein Grund, warum ihr Trainer Uwe Marquardt 2009 als das erfolgreichste Jahr der Cottbuser Trampolinturner bezeichnet.

Vier deutsche Meistertitel haben die Cottbuser erreicht. Die Mannschaft, in der auch Henriette Reinke springt, ist ungeschlagen, Nico Gärtner war im Doppelmini erfolgreich, Henriette Reinke im Synchron mit Kristin Kaiser und noch mal allein in der Altersklasse 13/14.

Ihr Trainer Uwe Marquardt spricht in den höchsten Tönen von dem jungen Talent: „Sie turnt immer elegant und es sieht immer sicher aus.“ Diese Leichtigkeit ist hart erarbeitet: Vier Stunden täglich trainiert die Sportschülerin, die in Berlin mit sechs Jahren anfing und eine Zeit lang von ihren Eltern fast täglich zum Training nach Cottbus gebracht wurde.

Ihr Trainer traut ihr noch einiges zu. „Sie wird immer eine Rolle im Jugendbereich spielen. Ich denke schon, dass da noch vieles möglich ist“, sagt Marquardt. Da die 13-Jährige im kommenden Jahr bei den Weltmeisterschaften in der gleichen Altersklasse wieder an den Start gehen darf, „klappt vielleicht auch ein Sprung ins Finale“, schätzt Marquardt ein. Henriette Reinkes Ziel geht noch einige Jahre weiter und heißt Olympia.

Von Ehrgeiz zerfressen ist sie keinesfalls. Aber auch persönlich hält der Trainer viel von der Nachwuchsturnerin: „Henriette ist eine sehr liebe, fleißige Sportlerin, die mental sehr gut drauf ist. Wir reden auch viel gemeinsam und setzen uns gemeinsame Ziele. Sie ist überhaupt keine Zicke und ist sehr sehr harmonisch.“
(lr-online.de)
Noch ein Sieg fehlt zum Titel
Das große Finale ist erreicht, jetzt gibt es nur noch eine Mission auf dem Weg zum neunten Titel: die KTV Straubenhardt bezwingen. Für den SC Cottbus wird dies am kommenden Samstag beim Liga-Finale in Karlsruhe jedoch ein hartes Stück Arbeit. Denn die Lausitzer Riege offenbarte am letzten Wettkampftag trotz des wichtigen 46:30-Sieges bei der TG Saar einige Schwächen.
23.11.09
Fünf von sechs Geräten gewonnen – das klingt zumindest auf dem Papier nach einer klaren Angelegenheit. Trainer Karsten Oelsch sprach unmittelbar nach dem entscheidenden Wettkampf am Samstagabend dennoch von einer „wackligen Angelegenheit“. Insgesamt zehn „mehr oder weniger schwere Fehler“ hat der SCC-Coach bei seinen Turnern ausgemacht. „Einige Übungen sind sicher ausbaufähig“, formulierte es Oelsch diplomatisch. Tatsächlich ging gleich der erste Vergleich am Boden mit 9:3 an die Saarländer. Lediglich Roman Zozulya konnte hier punkten, während der kurzfristig zum SCC bestellte Berliner Paulo Lando, Victor Weber und Steve Woitalla in ihren Duellen das Nachsehen hatten. Doch schon am Pferd rückte der Titelverteidiger die Dinge wieder gerade und entschied das Gerät mit 12:3 für sich.

Lob für Zozulya

Auch an Ringen (10:6), Sprung (6:4), Barren (8:6) und Reck (7:2) gingen die Cottbuser als Sieger hervor. Die Scorer-Krone hingegen holte sich der Saarländer Eugen Spiridonov mit 17 Punkten. Dahinter folgte Roman Zozulya (14 Punkte), der als einziger Cottbuser den kompletten Sechskampf turnte und dabei nur am Pferd unterlag – gegen Spiridonov. „Roman hat wie immer eine sehr stabile Leistung gebracht“, lobte Oelsch seinen schon über Jahre zuverlässigen Punktelieferanten aus der Ukraine. Auch Routinier Robert Juckel zeigte sich, obwohl gesundheitlich erheblich angeschlagen, sehr abgeklärt. Trotz einiger Wackler, die der SCC-Coach bei seiner Riege gesehen haben will, zeigte er sich schließlich doch recht zufrieden. „Wenn man den Tabellendritten schlägt, kann ja nicht alles schlecht gewesen sein“, so Oelsch.

Immerhin hatten die Cottbuser mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen, angefangen beim Ausfall von Philipp Boy, der nach seiner Verletzung und wegen seines Grundwehrdienstes auch beim Finale am Samstag nicht turnen wird. Erschwerend hinzu kam im Saarland, dass Karsten Oelsch ins Kampfgericht rücken musste, da die ansonsten dafür zuständigen Cottbuser Olaf Neumann und Mirko Wohlfahrt verhindert waren. Damit konnte der Coach während des Wettkampfes nicht auf die Riege einwirken, hatte in Christian Adolf aber einen würdigen Vertreter. „Er hat die Ruhe bewahrt, als Unruhe aufzukommen drohte und einen sehr guten Job gemacht“, lobte Oelsch seine Vertretung.

Schwere Bedingungen

Und schließlich waren da noch die schweren Bedingungen in der Kreissporthalle Dillingen, die es zu meistern galt. „Die Geräte dort sind nicht auf dem allerneuesten Stand, und auch die Halle an sich trägt nicht gerade zum Wohlbefinden bei“, erklärte Oelsch.

All diesen Widrigkeiten hat der SC Cottbus jedoch getrotzt und blickt nun dem großen Finale gegen Straubenhardt entgegen, jenen Club, gegen den die Cottbuser zum Auftakt ihre einzige Saison-Niederlage kassiert hatten. Trainer Oelsch stellt daher für den 28. November schon mal klar: „Wir sind krasser Außenseiter.“ Das ist mit Blick auf den in dieser Saison ungeschlagenen Hambüchen-Club sicher nicht übertrieben. Bei den Cottbusern werden Steve Woitalla, Philip Sorrer und Victor Weber zudem wegen eines Bundeswehr-Lehrgangs in dieser Woche nicht trainieren können. „Die drei turnen beim Finale quasi aus der Kalten. Das erschwert natürlich die Angriffslust“, gibt Karsten Oelsch zu bedenken. Allerdings galt der SCC auch im vergangenen Jahr im Finale gegen Straubenhardt nicht unbedingt als Favorit, holte aber trotzdem den dritten Titel in Folge. Oelsch dämpft dennoch die Erwartungen: „Solche Wunder passieren nicht alle Tage.“
(lr-online.de)
Schüler- und Jugendweltmeisterschaften im russischen St. Petersburg
Mit Henriette Reinke und Silva Müller war auch der SC Cottbus bei den Titelwettkämpfen vertreten.
23.11.09
In der letzten Woche fanden die Schüler- und Jugendweltmeisterschaften im russischen St. Petersburg statt. Insgesamt nahmen über 900 Teilnehmer aus 40 Ländern teil. Mit Henriette Reinke und Silva Müller war auch der SC Cottbus bei den Titelwettkämpfer vertreten.

Beide konnten in ihrer der Altersklasse 13/14 persönliche ihre Bestleistungen nachweisen und konnten sich souverän unter den Besten 20 Turnerinnen der Welt platzieren. Henriette turnte ihre Übung des Lebens und konnte sich hervorragende 33,4 Punkte sichern. Ihr fehlten und 3 Zehntel zum Einzug ins Finale der Besten Acht Jugendturnerinnen. Auch ihre Teamkameradin Silva Müller turnte sehr sauber und das schwierigste Programm aus deutscher Sicht. Am Ende kann Silva mit dem 19. Rang sehr zufrieden sein. Trainer Uwe Marquardt sowie seine Sportler können mit dem super Ergebnis sehr zufrieden sein. Henriette und Silva sind noch im jüngeren Jahrgang und können im nächsten Jahr in der gleichen Altersklasse starten. Das gibt Hoffnungen für die Zukunft.
(Uwe Marquardt)
SC Cottbus nimmt erfolgreich die Auswärtshürde
Rekordmeister trifft im DTL-Finale auf Favorit Straubenhardt
22.11.09
Der deutsche Rekordmeister SC Cottbus zieht durch einem 46:30 Auswärtserfolg bei der TG Saar in das große Finale um den Deutschen Meistertitel gegen den KTV Straubenhardt ein.

Ohne Nationalturner Philipp Boy meisterten die Lausitzer die letzte Hürde souveräner als gedacht und haben damit die Silbermedaille sicher. Trotz dieser Niederlage erreichten die Turner von Trainer Viktor Schweizer das kleine Finale um die Bronzemedaille.

Die Saarländer hatten in diesem Spitzenduell den besseren Start und gewannen mit 9:3 Score Points am Boden. Aber bereits am Pauschenpferd konnte sich der amtierende Meister aus Cottbus mit einem 12:3 Erfolg an die Spitze setzen und auch das anschließende Ringeturnen ging an den siebenmaligen Titelträger mit 10:6 Score Points. Auch nach der Halbzeit gewannen die Cottbuser alle Gerätentscheidungen und behielten am Ende auch aufgrund der geringeren Fehlerquote die Oberhand.

In der Top Scorer Wertung konnte sich mit Eugen Spiridonov mit 17 Score Points dann doch noch ein Saarländer durchsetzen.
SC Cottbus will nichts mehr anbrennen lassen
Am heutigen Samstag gilt es: Die Cottbuser Turner sind am letzten Wettkampftag der Deutschen Turn Liga (DTL) bei der TG Saar gefordert, ihren zweiten Platz zu verteidigen, um sich das Ticket für das große Finale zu sichern. Dorthin wollen auch die Saarbrücker, die hinter dem SC Dritter sind.
21.11.09
Lediglich drei Geräte müssten die Cottbuser für sich entscheiden, um am 28. November in Karlsruhe erneut um den Meistertitel turnen zu können. Doch auf diese Rechenspiele wollen sich die Lausitzer erst gar nicht einlassen. „Wir turnen nicht auf Ergebnis. Unser Ziel ist es zu gewinnen“, stellt SCC-Trainer Karsten Oelsch klar.

Nichts soll bei diesem entscheidenden Duell dem Zufall überlassen werden. Die Riege des SC Cottbus ist daher schon am gestrigen Freitag Richtung Wettkampfort gereist, um sich von der langen Anfahrt ausreichend erholen zu können. Ein bisschen Aberglaube steckt auch dahinter. Denn in Ludwigshafen-Oppau hatte die Mannschaft schon in der vergangenen Saison, vor dem Finale in Heidelberg, Quartier bezogen. Anschließend holte sich der SCC bekanntlich den Titel – mit einem knappen Sieg gegen die KTV Straubenhardt. „Oppau hat uns also Glück gebracht“, blickt Oelsch schmunzelnd zurück.

Sollte dies erneut so sein, kommt es zur Neuauflage des 2008er Finales. Denn die KTV ist unangefochtener Spitzenreiter in der Liga. Dahinter rangieren die Cottbuser mit 10:2 Punkten (47:25 Gerätepunkte) und die TG Saar (8:4/43:29 GP). Eigentlich sollte nichts mehr anbrennen bei den stets zuverlässigen Cottbusern, die dann ihren neunten Meistertitel, den vierten in Folge, klar machen könnten.

Nicht mit dabei in Saarbrücken, bzw. in der Kreissporthalle Dillingen, ist allerdings Philipp Boy, der wegen seines Grundwehrdienstes zuletzt nicht trainieren konnte. Leicht angeschlagen ist zudem Robert Juckel, der sich in den vergangenen Tagen mit einer Erkältung plagte. Gefordert sind ab 18 Uhr neben Juckel Steve Woitalla, Roman Zozulya, Philip Sorrer, Victor Weber, Marvin Pokroppa und der junge Berliner Paulo Lando.
(lr-online.de)
Cottbuser ohne Boy reisen schon am Freitag Richtung Saarbrücken
Drei Gerätesiege müssen her
20.11.09
Der SC Cottbus vertraut im letzten Vorrundenvergleich um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft im Gerätturnen auf die gegen Stuttgart in Haidemühl (Spree Neiße Kreis) erfolgreiche Riege. Der achtfache deutsche Mannschaftsmeister setzt auch den Europameisterschaftsvierten Philipp Boy nicht ein, der gegenwärtig seinen Grundwehrdienst leistet. „Er hat die ganze Zeit nicht trainiert. Deshalb halten wir es für geboten, ihn nicht turnen zu lassen und sich ggf. für das Finale vorzubereiten“, sagte am Donnerstag SCC-Geschäftsführer Reinhard Rau.

„Wir nehmen natürlich den Gegner sehr ernst und glauben schon, das es eine heiße Kiste wird“. Aber wenn Cottbus selbst den Gesamtvergleich verlieren würde, wäre der deutsche Rekordmeister bei drei Gerätesiegen im Großen Finale am kommenden Wochenende in der Europahalle Karlsruhe. Das Team desv SCC fährt bereits am heutigen Freitag Richtung Saarbrücken. In Ludwigshafen / Oppau wird am Freitag eine Zwischenstation gemacht und hier noch einmal trainiert.
(mit SOS)
Hallo aus dem verregneten Russland
19.11.09
der zweite Tag der WAGC Wettkämpfe verlief aus deutscher Sicht sehr positiv. Das Synchronpaar Mona Weiler und Phyllis Lensker turnte sich in der AK 11/12 in das Finale und belegte dort nach einer soliden Übung einen guten siebenten Platz.

Die Trampolin- Einzelkonkurrenzen der Altersklasse 13/14 brachten fast durchgängig persönliche Bestleistungen für die deutschen Aktiven.

Herausragend der 11. Platz von Henriette Reinke (SCC), die ebenso wie Silva Müller (SCC/ Platz19) sogar noch dem jüngeren Jahrgang angehört und damit für das nächste Jahr größte Hoffnungen gibt.

Auch Fabian Vogel und Matthias Pfleiderer präsentierten sich im riesigen Starterfeld super und erreichten die Ränge 18 und 20. Simon Tophoven (30), Lars Weiland (35) und Saskia Boesader (37) rundeten den guten Gesamteindruck mit guten Übungen ab. Lediglich Larissa Müller musste ihre Übung vorzeitig beenden. Insgesamt kann im Vergleich zu 2007 noch einmal eine generelle Leistungssteigerung konstatiert werden. Die Sieger in der olympischen Einzeldisziplin kamen aus Spanien und der Ukraine.

(Uwe Marquardt)
Finalgegner vom Hambüchen-Klub wird gesucht
19.11.09
Der letzte Wettkampftag der 1. Bundesliga Männer der Deutschen Turnliga steht ganz im Zeichen wer der Finalgegner der KTV Straubenhardt am 28. November in der Karlsruher Europahalle wird. Theoretisch kämpfen noch drei Mannschaften um den einen Platz, aber es wird so wohl auf die Begegnung TG Saar gegen den amtierenden Deutschen Meister SC Cottbus fokussieren.

Die Vorzeichen in der Begegnung zwischen dem Tabellendritten TG Saar und dem SC Cottbus, zur Zeit auf Platz zwei der Tabelle, sind dabei klar. Die Saarländer müssen neben dem Wettkampf, auch mehr als drei Geräte gewinnen. Die Saarländer um Trainerfuchs Viktor Schweizer gehen locker, aber mit der nötigen Anspannung in den Wettkampf, haben sie doch schon mit dem erreichen des DTL-Finals das Saisonziel erfüllt. Auch der deutsche Rekordmeister aus der Lausitz weiß um die Bedeutung dieser schweren Auswärtshürde und geht vorab noch mal in ein Kurztrainingslager.

Auch das EnBW TurnTeam Stuttgart hat vor dem schwäbischen Derby gegen die KTV Straubenhardt ab 14.30 Uhr in Stuttgart-Vaihingen noch theoretische Aussichten auf den Einzug in das „große“ Finale um die Goldmedaille. Doch diese Hoffnungen sind doch eher sehr vage, so dass dieser Wettkampf eher für beide Mannschaften ein letzter großer Test für das DTL-Finale in einer Woche wird. KTV-Trainer Alexei Grigoriew kann dabei aus dem Vollen schöpfen und neben den Sechskämpfern Marcel Nguyen und Thomas Taranu auch auf Fabian Hambüchen mit mindestens vier Einsätzen hoffen. Die Stuttgarter setzen vor allem neben ihrem luxemburgischen Nationalturner Sascha Palgen und Ex-Nationalturner Thomas Andergassen auf den Shootingstar Sebastian Krimmer ihre Hoffnungen.

In der Hemminger Sporthalle kommt es am Samstag zum Duell der Tabellennachbarn dem NTT Hannover/Celle und dem MTT Chemnitz/Halle im Kampf um Platz fünf der Abschlusstabelle der diesjährigen Bundesligasaison. Für Andreas Bretschneider in Reihen der Niedersachsen ist dies ein besonderes Duell, turnt er doch erstmalig gegen seine langjährigen Mannschaftskollegen. Beide Mannschaften wollen mit einem Sieg den fünften Tabellenplatz sichern und sich positiv aus der langen Saison verabschieden und dabei auch schon im Hinblick auf die bereits im März beginnende Saison ein Zeichen setzen.

Auch im dritten Anlauf hat es für die KTG Heidelberg nicht zum Klassenerhalt gereicht, so dass der letzte Heimauftritt am kommenden Samstag gegen die TV Wetzgau zumindest bis 2011 zum letzten Auftritt in der Beletage der Deutschen Turnliga Männer wird. Dabei machte vor allem das große Verletzungspech den Heidelbergern während der gesamten Saison zu schaffen, denn von der Kaderstärke steckt mit Sicherheit Bundesligapotential in der Mannschaft der Badener. Der TV Wetzgau sicherte sich auch im zweiten Bundesligajahr frühzeitig den Klassenerhalt und kann am letzten Wettkampftag frei aufturnen. Garant für einen weiteren Sieg soll dabei Nationalturner Helge Liebrich spielen, um dem herum auch für 2010 eine schlagkräftige Mannschaft aufgebaut werden soll.
(dtl)
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