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Turniers der Meister verspricht Turnkunst auf höchstem Niveau.
120 Turnerinnen und Turner aus 28 Nationen am Start / Robert Juckel und Philipp Boy sorgen für Lokalkolorit
18.03.09
„Wir freuen uns, dass neben Weltmeister Fabian Hambüchen auch weitere internationale Stars des Turnsports in Cottbus an die Geräte gehen werden. Wir werden wieder ein Teilnehmerfeld der Extraklasse präsentieren können“, sagte Turnierdirektor Mirko Wohlfahrt am Dienstag bei einem Pressegespräch. Der 39-Jährige, der im vergangenen Jahr den langjährigen Turnierchef Sylvio Kroll als Turnierdirektor ablöste, steht zum zweiten Mal an der Spitze des 20-köpfigen Organisationskomitees und der rund 100 ehrenamtlichen Helfer. Eine Woche vor den Europameisterschaften in Mailand (2. bis 5. April) nutzen viele Verbände mit ihren Mannschaften das Traditionsturnier als Generalprobe für die europäischen Titelkämpfe. Für die deutsche Männerriege ist der mit 25 000 Schweizer Franken dotierte Weltcup sogar letzter Baustein auf dem Weg nach Italien, ehe Bundestrainer Andreas Hirsch (Berlin) am Sonntag die Riege für Mailand benennen wird. Das Team von Hirsch umfasst neben Reck-Welt- und Europameister Fabian Hambüchen (TSG Wetzlar-Niedergirmes), Philipp Boy (Cottbus), Robert Weber (Ehmen), Matthias Fahrig (Halle) und Marcel Nguyen (Unterhaching) auch Lokalmatador Robert Juckel (die RUNDSCHAU berichtete/siehe Interview). Thomas Taranu (Straubenhardt) steht als Reserve bereit. Juckel hatte seine internationale Karriere eigentlich bereits für beendet erklärt, jedoch stets betont, für Weltcups weiterhin bereit zu stehen. Möglicherweise winkt dem Routinier nun sogar eine erneute EM-Nominierung. „Robert hat als Kaderathlet zuletzt beim National-Team-Cup die beste Pferdleistung erbracht und sein internationales Potenzial nachgewiesen. Insofern belebt er die Konkurrenz und verdient die Nominierung für den Weltcup“, erklärte Hirsch. Die DTB-Frauen werden hingegen nur mit Kim Bui ( Tübingen) und Anja Brinker (Herkenrath) beim Weltcup in der Lausitz antreten. Besonders auf Bui dürfen sich die Fans freuen: Die 20-Jährige, die Stufenbarren, Boden und Sprung turnt, ist nationale Meisterin im Sprung und am Boden. Aufgrund ihrer Klasse wurde sie für den prestigeträchtigen American Cup in Chicago nominiert und belegte in einem hochkarätig besetzten Teilnehmerfeld den dritten Platz. Die vorgemeldeten Turnerinnen Maike Roll (Söllingen) und Elisabeth Seitz (Mannheim) mussten aufgrund von Verletzung und Erkrankung passen. „Für Maike und Elisabeth ist es schade. Ich hätte ihnen eine gute Vorstellung zugetraut, aber sie werden noch genügend Möglichkeiten bekommen, sich international zu zeigen“, erklärte Cheftrainerin Ulla Koch. Bei dem Traditionsturnier in der Lausitz-Arena werden neben den deutschen auch wieder zahlreiche internationale Stars den Wettkampf bereichern. Mit dem Brasilianer Diego Hypolito (Boden), dem Niederländer Yuri van Gelder (Ringe), den Slowenen Aljaz Pegan (Reck) und Mitja Petkovsek (Barren) oder dem Griechen Vlasios Maras (Reck) stehen mehrere Weltmeister in den Startlisten. Mit dem Japaner Kohei Uchimura hat nach dem chinesischen Olympiasieger Yang Wei der wohl derzeit kompletteste Turner der Welt sein Kommen angekündigt. Nach Mehrkampf-Silber bei den Spielen in Peking gilt der 20-Jährige als einer der Top-Favoriten bei den Einzel-Weltmeisterschaften im Oktober in London. Bei den Frauen dürfen die Zuschauer vor allem auf die Chinesinnen Sui Lu und Yuhong Hu gespannt sein. „Ich bin überzeugt davon, dass wir den einen oder anderen künftigen Weltmeister in der Lausitz-Arena zu Gesicht bekommen“, sagte Turnier-Direktor Mirko Wohlfahrt.

Von Thomas Juschus lr-online
„Trage nicht mehr Rucksack mit Druck herum“
Zum vierten Mal ist beim Turnier der Meister der Cottbuser Robert Juckel am Start. 2005 belegte der Lokalmatador vom SC Cottbus Turnen Platz sechs am Seitpferd.
18.03.09
Robert Juckel, Sie sind inzwischen 27 Jahre alt, waren zweimal bei Olympischen Spielen, haben eine WM-Medaille gewonnen, machen seit dem Herbst 2008 eine Ausbildung zum Sparkassenkaufmann. Was treibt Sie in die Turnhalle?

In erster Linie macht mir das Turnen immer noch sehr großen Spaß. Außerdem muss ich nicht mehr so viel Zeit in das Turnen investieren, wie beispielsweise Philipp Boy als Sechskämpfer. Ich bereite mich nur auf Pferd, Ringe und Reck vor. Das spart tatsächlich etwa die Hälfte der Zeit.

Wie kommen Sie mit der Doppelbelastung Berufsausbildung und Leistungssport zurecht?

Die Arbeit bei der Sparkasse Spree-Neiße macht Spaß, ist sehr anspruchsvoll. Turnen ist da als Ausgleich eine sehr gute Sache. Beides zusammen ist nach wie vor ein Fulltime-Job.

Bleibt genügend Zeit für ihre Lebensgefährtin Anja?

Ja, mehr als vorher. Ich lebe ja wieder in Cottbus, bin an den Wochenenden öfter zu Hause.

Was bedeutet Ihnen der Start beim Turnier der Meister?

Sehr viel. Ich kann mich hier vor heimischem Publikum präsentieren und möchte zeigen, dass sich die Entbehrungen der vergangenen Wochen – auch bei meinem Arbeitgeber – gelohnt haben. Außerdem ist Cottbus ein sehr angesehenes Turnier.

Sie turnen ein Gerät, am Seitpferd. Was ist in Cottbus möglich?

Die erste und einzige Qualifikation für Cottbus beim National-Team-Cup hat gezeigt, dass einem mit einer guten Übung alle Wege offen stehen – wenn man durchkommt! Wenn mir das erneut gelingt, kann ich mich ähnlich positionieren, dann wird es schwer, an mir vorbeizukommen.

Wie wichtig wäre Ihnen die Qualifikation für die EM in Mailand?

Es ist schön, bei einer EM zu turnen. Ich trage aber nicht mehr diesen Rucksack mit Druck mit mir herum. Wenn es nicht klappt, habe ich für mich nichts verloren.

Mit Robert Juckel sprach Thomas Juschus lr-online
Offizielles Turniershirt 2009
Erstmals auch Frauen-Shirts
17.03.09
Es ist seit Jahren das Erinnerungs-Stück schlechthin und überall auf der Welt im Einsatz. Ob bei Olympia, bei Welt- und Europameisterschaften oder zuletzt beim Deutschen National-Team-Cup. T-Shirts vom "Turnier der Meister®" in Cottbus aus der jüngeren oder älteren Vergangenheit sind überall mit am Start.

Das offizielle T-Shirt zum 33. Turnier der Meister® 2009 ist schlicht und schön schwarz. Traditionell sind alle teilnehmenden Nationen auf dem Rücken aufgedruckt und geben dem ebenso typischen stilisierten Gymnasten mit seinem "Fingerzeig" auf die Turnmetropole Cottbus den nötigen Druck, den deutlichen Schwung.

Ab Freitag ist das T-Shirt zum Weltcup 2009 am offiziellen Merchandising-Stand im Foyer der Lausitz-Arena erhältlich. In Kindergrößen von Gr. 98 bis Gr. 164 kostet das gute Stück Baumwolle nur 8,00 Euro - Erwachsene (S, M, L, XL, XXL) zahlen 10,00 Euro für ein Turnier-Shirt. Neu sind die "Girlie-Shirts". Diese speziell für Frauen etwas knapper und taillenbetont geschnitten gibt es in den Größen S, M und L für ebenfalls 10,00 Euro.
Gestatten "GUSTAV"
Programm zum "Turnier der Meister" ab Freitag kostenlos in der Lausitz-Arena
17.03.09
Der "GUSTAV" - Das Magazin zum Cottbuser Turnjahr 2009 erscheint wie in jedem Jahr pünktlich zum Weltcup "Turnier der Meister®".

Natürlich ist das weltweit älteste Turnier von Spitzenformat auch in geballtem Umfang im "GUSTAV" 2009 vertreten. Neben dem Leitartikel zur 33. Auflage des Cottbuser Turniers erfährt der geneigte Leser alles über die "Covergirls" des Weltcups, über die Verbindung des Turniers und der Olympischen Spiele 2008 oder über die Historie aus Sicht des ehemaligen Weltklasseturners und Ex-Turnierdirektor Sylvio Kroll. Dazu gibt es aktuelle Betrachtungen von den DTB-Cheftrainern Andreas Hirsch und Ulla Koch, ein Blick auf das US-Trainingslager der DTB-Frauen, ein Interview mit dem Cottbuser Shootingstar Philipp Boy, sowie wissenswertes, statistisches und besonderes. Abgerundet wird der "GUSTAV" mit einem Rückblick auf das spannende Finale um die DTL-Bundesliga 2008 sowie einen Vorgeschmack auf die im April startende neue Saison und Berichte.

Das 72-seitige prall gefüllte Heft ist ab Freitag in der Lausitz-Arena kostenfrei zu erhalten. Halten Sie also Ausschau nach ihrem ganz persönlichen "GUSTAV".
Zeitplan Turnier der Meister
Mehr Informationen zum Turnier unter www.turnier-der-meister.de
16.03.09
Donnerstag, 19. März Ankunft der Delegationen 16.00 - 19.00 Uhr Training

Freitag, 20. März 08.30 - 10.00 Uhr Training 11.30 - 12.55 Uhr Warm-Up Veranstaltungsbeginn 13.00 - ca. 19.30 Uhr Qualifikation an allen Geräten

Samstag, 21. März 08.30 - 10.30 Uhr Training 12.30 - 13.55 Uhr Warm-Up Veranstaltungsbeginn 14.00 - 17.00 Uhr Finale I Männer: Boden, Pauschenpferd, Ringe Frauen: Sprung, Stufenbarren

Sonntag, 22. März 08.30 - 10.30 Uhr Training 12.30 - 13.55 Uhr Warm-Up Veranstaltungsbeginn 14.00 - 17.00 Uhr Finale II Männer: Sprung, Barren, Reck Frauen: Balken, Boden

Montag, 23. März Abreise der Delegationen
Turnier der Meister® mit 2 Lokalmatadoren
Neben Boy turnt nun auch Juckel in Cottbus
12.03.09
"Beim 33. Turnier der Meister vom 20. bis 22. März in der Cottbuser Lausitz-Arena wird neben Philipp Boy mit Robert Juckel ein zweiter Turner vom SC Cottbus an den Start gehen. Das legte am Mittwoch Bundestrainer Andreas Hirsch fest. Er nominierte im Bundesleistungszentrum Kienbaum insgesamt sechs deutsche Turner für den Weltcup. Angeführt wird die Männer-Riege von Welt- und Europameister Fabian Hambüchen. Der Wetzlarer wird sich gleich an fünf Geräten dem Kampfgericht stellen. Weiter dabei sind Matthias Fahrig (Halle/S.), Marcel Nguyen (Unterhaching) und Robert Weber (Ehmen).

"Boy wird bei der Qualifikation an seinem Spezialgerät Reck starten, Juckel bei seinem Heimturnier am Seitpferd. 2005, 2007 und 2008 war Juckel bisher in Cottbus am Start, bestes Ergebnis für den 27-Jährigen war ein sechster Platz am Seitpferd im Jahr 2005. „Es ist immer noch etwas Besonderes, in Cottbus zu turnen“, sagte Juckel, der hofft, mit einer guten Leistung die Fahrkarte zu Europameisterschaft in Mailand (2. bis 5. April) lösen zu können.

Bisher haben 33 Nationen ihre Teilnahme für Cottbus gemeldet. Das ist deutlich weniger als in den vergangenen Jahren – für Turnierdirektor Mirko Wohlfahrt Ausdruck der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise, die offenbar auch die Budgets der nationalen Turnverbände getroffen hat. „Ich denke jedoch, dass wir qualitativ kaum Abstriche machen müssen“, sagte Wohlfahrt. Mit dem Brasilianer Diego Hypolito (Boden), dem Niederländer Yuri van Gelder (Ringe), den Slowenen Aljaz Pegan (Reck) und Mitja Petkovsek (Barren) oder dem Griechen Vlasios Maras (Reck) stehen mehrere Weltmeister in den Startlisten. Mit dem Japaner Kohei Uchimura hat nach dem chinesischen Olympiasiegers Yang Wei der wohl derzeit kompletteste Turner der Welt sein Kommen angekündigt. Nach Mehrkampf-Silber bei den Spielen in Peking gilt der 20-Jährige als einer der Top-Favoriten bei der Weltmeisterschaft im Oktober in London.

Bei den Frauen dürfen die Zuschauer auf die Chinesinnen Sui Lu und Yuhong Hu gespannt sein. Sie gehören bereits zur nächsten Generation aus den Kaderschmieden im Reich der Mitte. Für Deutschland wird Kim Bui (Tübingen) an Stufenbarren, Boden und Sprung in den Wettkampf ziehen. In Anja Brinker (Herkenrath/Stufenbarren) geht zudem die einzige Turnerin des Olympiateams von Peking an den Start, die im Moment zur Verfügung steht.
(lr-online.de)
Mitgliederversammlung des SC Cottbus Turnen e.V.
Mittwoch, 01. April 2009 um 18.00 Uhr
09.03.09
Sehr geehrte Mitglieder des SC Cottbus Turnen e.V.

hiermit laden wir zur ordentlichen Mitgliederversammlung unseres Vereins am 01. April 2009 um 18.00 Uhr in die Aula der Lausitzer Sportschule Linnéstraße 1-4, 03050 Cottbus ein.

Einladung zum download:
Turn Team Deutschland gewinnt National Team-Cup der Deutschen Turnliga
Fabian Hambüchen vor Matthias Fahrig und Philipp Boy
08.03.09
Die Auswahl der deutschen Nationalmannschaft um Turnstar Fabian Hambüchen (Wetzlar) hat den «National Team Cup» der Deutschen Turnliga vor rund 1000 Zuschauern in Heidelberg gewonnen. Bei dem als Qualifikation für den Cottbuser Weltcup Turnier der Meister® und die Europameisterschaften in Mailand geltenden event wurde die Riege der deutschen Turnliga und die des amtierenden Deutschen Mannschaftsmeisters SC Cottbus geschlagen. Bester Einzelturner war Fabian Hambüchen vor Matthias Fahrig und Philipp Boy.

«Wichtig war für mich heute die Standortbestimmung. Jetzt können wir die Filter anlegen und dann irgendwann Namen für die ersten internationalen Höhepunkte der Saison benennen», sagte Chef-Trainer Andreas Hirsch.
Fabian Hambüchen turnt beim NTC
National-Team Cup am 7. März dient allen deutschen Stars als EM-Qualifikation
06.03.09
Nachdem er nur kurz nach einer Fingeroperation überraschend als erster Deutscher den Turn-Weltcup in Chicago zum Saisonauftakt gewonnen hat, trifft Fabian Hambüchen am 7. März in Heidelberg erstmals wieder auf nationale Konkurrenz. Hier dürfte er noch eine Rechnung offen haben, denn in der Eppelheimer Rhein-Neckar-Halle verlor Hambüchens Klub KTV Straubenhardt im Dezember fast sensationell das Finale der deutschen Mannschaftsmeisterschaft gegen den SC Cottbus. Beim „National Team Cup“ in der Sporthalle Kirchheim (Samstag, 7. März, 14 Uhr) tritt der Hesse allerdings in Reihen der deutschen Nationalmannschaft an, die auf den deutschen Meister SC Cottbus um Hambüchens Dauerkonkurrenten Philipp Boy und auf eine Auswahl der deutschen Turnliga (DTL) trifft.

An der Seite von Hambüchen geht in Heidelberg auch der Hallenser Matthias Fahrig an den Start, der nach etlichen Fehltritten lange Zeit aus der Nationalmannschaft ausgeschlossen war, aber an einigen Geräten als international medaillenreif gilt. Außerdem turnen Hambüchens Straubenhardter Vereinskollegen Marcel Nguyen und Thomas Taranu für Deutschland.

Der ungewöhnliche Vergleichswettkampf eröffnet 2009 bereit zum vierten Mal die Saison in der Deutschen Turnliga. Da der Wettkampf für Bundestrainer Andreas Hirsch als Grundlage für die Nominierung zu den Europameisterschaften Anfang April in Mailand dient, wird die komplette deutsche Elite in Heidelberg an den Start gehen – verteilt auf die drei Mannschaften. „Wir haben schon Angst, dass die Sporthalle in Kirchheim aus allen Nähten platzen könnte“, verrät Turnzentrumsleiter Dieter Hofer.

dtl-online
„Knüppeln“ statt Pommes für Turner aus Cottbus
Ganz oben war er – und musste anschließend durch ein tiefes Tal.
05.03.09
Für Steve Woitalla, Junioren-Europameister von 2006, waren die vergangenen Jahre kein Zuckerschlecken.

An den Ringen hat sich Steve Woitalla kräftemäßig mittlerweileverbessert. Auch am Boden gab es eine Steigerung. Zwar hatte er in dieser Zeit mit dem SC Cottbus in der Bundesliga großen Erfolg, kam international aber nicht in die Gänge. Doch der Cottbuser hat seine Fehler erkannt – und auch seine Essgewohnheiten überdacht.

Gold am Barren und mit der Mannschaft, Silber am Boden und Bronze an den Ringen – die Junioren-Europameisterschaft 2006 hätte kaum besser laufen können für den damals 18-Jährigen. Das Jung-Talent Woitalla war im griechischen Volos der erfolgreichste Teilnehmer. Rückblickend trat er damit in große Fußstapfen. Denn zwei Jahre zuvor hatte bereits ein anderer Deutscher bei der Junioren-EM groß aufgetrumpft. Der jedoch ist mittlerweile ein Weltstar: Fabian Hambüchen.

Karriere zum Greifen nah

Damals, auf dem Siegerpodest von Volos, schien auch für Steve Woitalla die große Karriere plötzlich zum Greifen nah. Doch in der Folgezeit ging so einiges schief. „Ich habe nicht gut trainiert, und in der Schule lief es auch nicht sonderlich“, sagt Woitalla. Das Abi packte der Sportschüler zwar irgendwie, gibt aber zu: „Das war nicht gerade die beste Zeit.“

Und es war sportlich vor allem der Sprung von den Junioren in den Männer-Bereich, der sich als äußerst schwierig erwies. „Das kann man einfach nicht miteinander vergleichen“, sagt Woitalla, der sich in dieser Zeit noch dazu etwas gehen ließ. „Ich hab' damals ganz schön zugenommen. Eigentlich war ich fast fett“, blickt er zurück. Die Quittung folgte prompt. Woitalla wurde für die Heim-WM in Stuttgart 2007 nicht berücksichtigt. Auch die EM und Olympia verpasste er. Die Enttäuschung war riesengroß.

Doch der 20-Jährige fing sich wieder. Schlüsselerlebnis war die zweimonatige Grundausbildung bei der Bundeswehr im vergangenen Sommer. „Da war ich komplett weg aus der Turnhalle und hab' mir damit wieder Lust aufs Turnen geholt“, erinnert sich Woitalla. Seitdem trainiert er härter denn je, unter der Woche täglich zwei Stunden vormittags, drei nachmittags, und auch am Wochenende werden die Beine nicht hochgelegt. „Ich habe wieder gelernt zu trainieren“, sagt der Angehörige der Bundeswehr-Sportfördergruppe, der sich nach dem Wegfall der schulischen Belastungen jetzt viel besser aufs Turnen konzentrieren kann.

Tatsächlich sieht Steve Woitalla wieder fitter aus – und entschlossener. „Ich werde jetzt richtig knüppeln. Wenn ich hart trainiere, kommt der Rest von alleine“, ist er überzeugt. Der „Rest“ – das ist vor allem das Nationalteam, in dem er eine feste Größe werden will.

Die Einzel-EM in Mailand Anfang April kommt vermutlich noch zu früh. Auch für den Weltcup in Cottbus, das Turnier der Meister (20. bis 22. März), ist er vom Bundestrainer Andreas Hirsch bislang nicht vorgesehen, wenngleich er sich dafür am Wochenende beim National Team Cup noch empfehlen kann.

Die Sache mit dem Fast Food

Steve Woitalla lässt sich nicht entmutigen. Stattdessen blickt der Schützling von Trainer Karsten Oelsch schon voraus – auf die Deutsche Meisterschaft im Juni und auf den internationalen Mannschaftswettbewerb im Juli in Japan. „Ich werde in den nächsten zwei Monaten noch härter trainieren“, sagt der mehrfache Deutsche Junioren-Meister. Dazu gehöre es auch, um Fast-Food-Restaurants lieber einen großen Bogen zu machen, was Woitalla nicht immer leicht fällt. Er weiß: „Ich muss jeden Tag kämpfen, um die körperlichen Voraussetzungen zu schaffen.“ Doch diesen Kampf nimmt er gern an. Denn Woitalla will kein weiteres Tal durchschreiten, sondern endlich angreifen, an die etablierten deutschen Turner heranrücken – also richtig „knüppeln“.

Von Mirjam Hecht

lr-online
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MEILENSTEINE

Festbroschüre zum 20-jährigen Bestehen des SC Cottbus Turnen e.V.
(PDF, ca. 6,0 MB)

Kinder stark machen:
"Turnen ist in"
Die Turn-Talentschule Lausitz: eine Initiative von T.I.C. und dem SC Cottbus Turnen e.V.
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