[ 1 | 50 | 60 | 70 | 80 | 90 | 91 | 92 | 93 | 94 | 95 | 96 | 97 | 98 | 99 | 100 | 101 | 110 | 120 | 130 | 140 | 178 ]
Unmittelbare Wettkampfvorbereitungen angelaufen
Männer trainieren in Kienbaum
30.07.07
Nachdem am vergangenen Wochenende die deutschen Frauen mit einem aussichtsreichen Sieg über Spanien ihr momentanes Leistungsniveau zeigten, starten heute die Männer des Turn-Team Deutschland in die unmittelbare Wettkampfvorbereitung in Kienbaum.

Vom 30. Juli bis 9. August absolvieren die zehn potentiellen WM-Kader-Athleten den ersten Teil der unmittelbaren Wettkampfvorbereitung. Neben Fabian Hambüchen, Robert Juckel, Thomas Andergassen und Eugen Spiridonov, die schon fest für das WM-Team nominiert sind, trainieren noch Matthias Fahrig, Philipp Boy, Robert Weber, Brian Gladow, Steve Woitalla und Marcel Nguyen in Kienbaum.

Mit diesem Trainingslager bereiten sich die Turner gleichzeitig auf den am 11. August bevorstehenden Länderkampf gegen die Schweiz und Rumänien im schweizerischen Schaffhausen vor. Erst danach wird Cheftrainer Andreas Hirsch das endgültige Team aufstellen.

Bevor die Mannschaft das WM-Quartier in Stuttgart bezieht gibt es vom 16. bis 26. August 2007 ein weiteres Trainingslager als unmittelbare Wettkampfvorbereitung - ebenfalls in Kienbaum.

Auch die Frauen haben in Schaffhausen die letzte Möglichkeit unter realen Wettkampfbedingungen zu turnen. Danach geht es wie die männlichen Kollegen ins Trainingslager. Die Turnerinnen um Ulla Koch bereiten sich ab 14. August in Bergisch Gladbach intensiv auf die EnBW Turn-WM vor.
(turn-team.de)
Der weitere Weg bis zur Turn–WM 2007 in Stuttgart
Juckel, Boy und Woitalla in der unmittelbaren Vorbereitung
25.07.07
Nach den Entscheidungen der Deutschen Meisterschaften in Gießen am vergangenen Wochenende stehen jetzt die Kader für die letzten Vorbreitungen bei den Frauen und Männern zur Turn–WM in Stuttgart vom 01.–09.09.2007 fest.

Aus Cottbuser Sicht haben sich Robert Juckel, dessen Nominierung als sicher gilt, Philipp Boy und Steve Woitalla (Foto) qualifiziert.

Nach dem trainingfreien Montag haben nun die direkten Vorbereitungen auf die Weltmeisterschaften begonnen.
Philipp Boy und Steve Woitalla werden dabei in dieser Woche vom 88er Olympiasieger Holger Behrendt als Trainer betreut, da sich Karsten Oelsch eine Woche Urlaub gönnt. Ab dem morgigen Donnerstag wird die Trainingsgruppe durch den Berliner Brian Gladow erweitert, auch Robert Juckel stößt dazu. Am Freitag unterziehen sich die Kandidaten einem weiteren Test unter den Augen von Bundestrainer Andreas Hirsch, bevor am kommenden Wochenende kompensatorische Einheiten auf dem Programm stehen.

Die weitere Vorbereitungszeit ist geprägt von der unmittelbaren Wettkampfvorbereitung, die das Turn-Team Deutschland im brandenburgischen Kienbaum vornehmen wird. Unterbrochen wird diese durch den Länderkampf Schweiz/Rumänien/Deutschland in Schaffhausen (Schweiz).
In der Woche des Beginns der Weltmeisterschaften erfolgt der letzte Feinschliff im Kunstturnforum der WM-Stadt Stuttgart.
BUNDESTRAINER ANDREAS HIRSCH
ÜBER DIE CHANCEN FÜR PHILIPP BOY UND STEVE WOITALLA AUF EINE NOMINIERUNG ZUR HEIM-WM IN STUTTGART
24.07.07
Welche Erkenntnisse haben die Meisterschaften gebracht?
Hirsch:
Dass diejenigen, die in den zurückliegenden Jahren das Rückrat der Mannschaft gebildet haben, es auch diesmal sein werden. Wir sind keine Hexer. Im Turnen lassen sich über Nacht keine neuen Leistungsträger hervorzaubern. Sehr schön ist allerdings, dass mit Steve Woitalla und Brian Gladow zwei junge Burschen, die im Vorjahr bei den Junioren-Europameisterschaften Gold gewonnen haben, noch Chancen auf einen Weltmeisterschaftsstart besitzen.

Und was ist mit Philipp Boy (Foto), dem talentiertem Cottbusser, der seinen ersten Wettkampf nach einer langwierigen Fußverletzung bestritten hat?
Hirsch:
Er wollte zu viel, mit einer etwas niedrigeren Erwartungshaltung wäre er besser gefahren. Dennoch hat er nachgewiesen, dass er wieder zur Mannschaft gehört. Ich bin optimistisch, dass er noch einiges bewegen kann bis zu den Weltmeisterschaften.

Wo liegen die größten Defizite?
Hirsch:
Das ist unterschiedlich. Boy beispielsweise muss vor allem an seinem B-Wert, an der sauberen, ausdrucksstarken Darbietung der Übungen arbeiten. Das gilt auch für die meisten anderen Turner.
(aus welt.de)
Juckel holt Gold am Seitpferd – Boy meldet sich zurück
Fabian Hambüchen dominiert bei deutscher Meisterschaft der Turner
23.07.07
Ein Meistertitel am Seitpferd für Robert Juckel, ein geglücktes Comeback nach monatelanger Verletzungspause für Philipp Boy und ein Steve Woitalla, der seine Ambitionen auf einen Platz in der deutschen WM-Riege unterstricheen hat – die Bilanz des SC Cottbus Turnen bei den 73. deutschen Meisterschaften im Gerätturnen fiel positiv aus.

Seinen Stempel drückte den Titelkämpfen indes erwartungsgemäß Fabian Hambüchen(Wetzlar) auf, der vier Titel gewann.
Der 19 Jahre alte Abiturient setzte sich vor den beiden punktgleichen Cottbusern Philipp Boy und Robert Juckel durch.

Hambüchen entthronte gestern bei den Gerätefinals mit 16,062 Punkten Matthias Fahrig (Halle/Saale), der in den vergangenen drei Jahren den Sprung-Titel erkämpft hatte. Danach dominierte der 19-Jährige mit seiner neuen Übung auch die Barren-Konkurrenz eindeutig (15,575) und setzte schließlich im Reck-Finale (16,300) einen goldenen Schlusspunkt. Nach dem Gewinn des dritten Mehrkampf-Titels am Samstag war Hambüchen mit insgesamt vier Titeln der mit Abstand erfolgreichste Turner der Meisterschaften. Hambüchen verdrängte mit nun 15 nationalen Titeln den Berliner Andreas Wecker (12) von der Position des erfolgreichsten deutschen Turners seit der Vereinigung. Erfolgreichster DTB-Athlet bleibt Eberhard Gienger mit 34 Titeln.

„Ich will nicht sagen, er ist ein Glücksfall. Aber es ist schön, dass wir ihn haben“, würdigte Cheftrainer Andreas Hirsch die Leistung des Ausnahme-Athleten.

Nach den Titel an Reck (2004) und Ringe (2005) gewann Robert Juckel in Gießen seinen dritten nationalen Einzeltitel am Seitpferd (15,100 Punkte). Der 25-Jährige zeigte eine ansprechende Übung und hatte lediglich beim Abgang leichte Probleme. Silbermedaillen holte Juckel zudem an den Ringen und im Mehrkampf sowie Bronze am Reck. «Besser kann es nicht laufen. Vor allem mit meiner Mehrkampf-Leistung bin ich zufrieden. Dazu habe ich jede Medaillenfarbe gewonnen – was will ich mehr?» , freute sich Juckel, der in Gießen von Freundin Anja sowie seiner Schwester lautstark unterstützt wurde.

Bis zum vierten Gerät lieferte Boy Hambüchen ein tolles Mehrkampf-Duell und landete gemeinsam mit seinem Cottbuser Gefährten auf Platz zwei (je 87,90 Punkte).
Boy rehabilitierte sich damit für sein verpatztes Comeback in der Qualifikation am Freitag und meldete nach seiner Fuß-Operation im März wieder Ansprüche für die WM-Riege an. In den Gerätefinals sprangen für Boy, der heute seinen 20. Geburtstag feiert, noch zwei fünfte Plätze an Pferd und Ringe heraus. «Nach der langen Pause war mein Auftritt in Ordnung. Vor allem bin ich zufrieden, dass mein Fuß ganz gut gehalten hat» , bilanzierte Boy. Steve Woitalla kam im Mehrkampf auf Platz acht, gestern kamen zwei sechste Ränge an Barren und Reck dazu.
(lr-online.de)
Deutsche Meisterschaften 2007
Gerätfinals - Juckel holt Gold nach Cottbus
22.07.07
Am Sonntag, 22. Juli, endeten die Deutschen Meisterschaften in Gießen mit den Gerätfinals. In der Sporthalle Ost dominierte Fabian Hambüchen mit Siegen an 3 Geräten.

Am Boden startete das Finale der Männer. Hier konnte Mehrkampf-Experte Eugen Spiridonov seine Klasse unter Beweis stellen und wurde mit 14.900 Punkten Deutscher Meister. Ein Zehntel dahinter kam Matthias Fahrig auf Platz zwei (14.800 Punkte). Der Bodenspezialist aus Halle rollte nach einem 1,5fachen Salto aus der Bodenbegrenzung heraus, was mit drei Zehnteln bestraft wird. Dritter wurde Fabian Hambüchen, der auch übertreten hatte. (14.750 Punkte).

Weiter ging es am Pauschenpferd. Hier glänzte Robert Juckel vom SC Cottbus mit 15.100 Punkten. Nach einer gelungenen Übung ballte er seine Fäuste zufrieden und auch sein Trainer Gunter Schönherr gratulierte ihm freudig. Die Silbermedaille sicherte sich der Stuttgarter Thomas Andergassen mit 15.025 Punkten. Rang drei belegten punktgleich René Piephardt vom SC Berlin und Robert Weber vom TSV Ehmen (14.700).

Drittes Gerät der Männer waren die Ringe. Den Siegerpokal konnte diesmal Thomas Andergassen in Empfang nehmen. Mit 15.350 Punkten konnte er seinen Titel vom Vorjahr verteidigen. Nur fünf Hundertstel hinter ihm landete der frisch gebackene Meister am Pauschenpferd, Robert Juckel (15.300). Ein weiteres Mal Bronze ging an Robert Weber (15.175).

Weiter ging es am Sprungtisch. Fabian Hambüchen zeigte zwei hochklassige Sprünge und sicherte sich damit den Titel (16.062 Punkte). Sprungspezialist Matthias Fahrig wurde knapp dahinter Zweiter (16.025). Aus dem Publikum erntete er ein "Super Matze!". Seine Antwort: Daumen hoch und ein Lachen pur. Auf Rang drei kam Helge Liebrich vom TSV Süßen mit 15.575 Punkten.

Es folgte der Barren. Hier brillierte erneut Fabian Hambüchen. Der Lokalmatador turnte eine saubere Übung, die mit 15.575 Zählern honoriert wurde. Vizemeister wurde mit 15.000 Punkten Marcel Nguyen vom TSV Unterhaching. Ein gelungener Doppelsalto als Abgang krönte seine solide Leistung. Platz drei ging an Thomas Andergassen (14.950 Punkte).

Einen fulminanten Abschluss der Deutschen Meisterschaften bildete das Finale am Reck. Der Reck-Europameister Fabian Hambüchen konnte sich an seinem Lieblingsgerät mit 16.300 Punkten auf den ersten Rang turnen. Das dritte Mal am heutigen Tag stand der 19-Jährige ganz oben auf dem Treppchen. Mit seinem Mehrkampfsieg vom Vortag weist Hambüchens Bilanz bei den Deutschen Meisterschaften insgesamt vier Titel aus. Über Platz zwei freute sich Brian Gladow, SC Berlin (15.375 Punkte). Robert Juckel kam mit 15.150 Punkten auf Rang drei.



Gerätefinals nachlesen im DM-LIVE-TICKER
Erste Athleten für´s WM-Team nominiert
Wer fährt mit zur WM? Cheftrainer geben Pressekonferenz
22.07.07
In einer Pressekonferenz gaben die Cheftrainer Ulla Koch und Andreas Hirsch am 22. Juli um 11:00 Uhr bekannt, welche Turnerinnen und Turner sich nach den Deutschen Meisterschaften weiter auf die EnBW Turn-WM Stuttgart 2007 vorbereiten können.

Ulla Koch benannte in diesem Rahmen ihre sieben Mädchen (sechs plus Ersatz), die Deutschland bei der WM vertreten sollen: Oksana Chusovitina, Katja Abel, Anja Brinker, Marie-Sophie Hindermann, Jenny Brunner, Kim Bui, Joeline Möbius. Daneben werden Svenja Hickel, Julia Hänel und Heike Gunne bei den Vorbereitungen zu dem Turn-Event des Jahres dabei sein.

Cheftrainer Andreas Hirsch nominierte vier Athleten fest für sein WM-Team: Fabian Hambüchen, Robert Juckel, Thomas Andergassen und Eugen Spiridonov. Weitere sechs haben noch die Möglichkeit, sich ins Team zu turnen. Matthias Fahrig, Philipp Boy, Robert Weber, Brian Gladow, Steve Woitalla und Marcel Nguyen kämpfen um ihre Nominierung.

Wer die deutschen Farben in Stuttgart definitiv vertritt, steht nach dem Länderkampf gegen die Schweiz und Rumänien in Schaffhausen (SUI) Mitte August fest.
(dtb-online.de)
Deutsche Meisterschaften 2007
Mehrkampffinale
21.07.07
Fabian Hambüchen hat das Mehrkampffinale der diesjährigen Deutschen Meisterschaften mit deutlichem Vorsprung gewonnen. Die Cottbuser Philipp Boy und Robert Juckel teilen sich nach einer Aufholjagd von Juckel Rang zwei.

Fabian Hambüchen hat sich damit bereits zum dritten Mal in Folge den Titel des Deutschen Mehrkampfmeisters geholt. In der Sporthalle Gießen-Ost konnte er mit 91.700 Punkten erneut den Siegerpokal in Empfang nehmen. Mit den Worten "Los geht´s Fabi" wurde der Wetzlarer vom Publikum zu seinem letzten Gerät, dem Reck, gebeten. Wie gestern zeigte er seine EM-Übung gewohnt sicher. Sekundenlang hielt er nach Übungsende die Arme in die Höhe und bedankte sich mit einem Lachen bei den Zuschauern für die Unterstützung. "Ich habe heute am Boden und am Barren zwei neue Elemente gebracht und bin glücklich, dass es so gut geklappt hat. Bis auf das Pauschenpferd ist der Wettkampf wieder ziemlich gut gelaufen", resümierte der 19-Jährige.

Nach dem dritten Gerät noch auf Rang sieben gelegen, konnte sich Robert Juckel bis auf den zweiten Platz vorarbeiten. "Nachdem ich die ersten beiden Geräte verschossen hatte, war der Druck wieder da und ich habe mich gefangen", erklärt er. "Dann haben auch andere Fehler gemacht - zugunsten der Brandenburger", so der Cottbuser verschmitzt. Auf dem Treppchen stand er am Ende zusammen mit seinem "Landsmann" Philipp Boy (beide 87.900 Punkte).

Ganz knapp dahinter lag Marcel Nguyen vom TSV Unterhaching. Nur fünf Hundertstel trennten ihn von den Zweitplatzierten (87.850 Zähler). "Das ist natürlich bitter, aber ich bin trotzdem mit meinem Wettkampf zufrieden", nahm es der Barrenspezialist locker.

Diesmal "nur" auf Rang 8 Steve Woitalla vom SCC, der sich nach seiner gestrigen guten Vorstellung wiederum viel vorgenommen hatte, vielleicht zu viel, denn er schien dem sich selbst aufgebauten Druck zu erliegen. Trotzdem ein positives Auftreten des jungen Cottbusers, der somit seine Anwartschaft auf ein WM-Ticket unterestrich.

Das Fazit von Andreas Hirsch: "Der heutige Tag zeigt, dass Bewegung in der Mannschaft ist. Es sind Konkurrenzen da, was durchaus positiv ist."

Zum Abschluss des Tages gab es Gänsehaut-Feeling. Bei dem live gesungenen Lied "We are the champions" stand das gesamte Publikum und feierte die Mehrkampfsieger des Tages euphorisch.



Mehrkampffinale nachlesen im DM-LIVE-TICKER
Nach Schock-Diagnose auf WM-Kurs
«Jetzt kloppe ich erst recht richtig rein»
21.07.07
Der „Turn-Boy“ ist wieder da. Vier Monate nach seiner schweren Fuß operation will Philipp Boy am Wochenende bei den deutschen Turn-Meisterschaften wieder angreifen und das Ticket für die WM in Stuttgart buchen.

„Ich nehme mir nicht zu viel vor, das geht sonst leicht in die Hose“, sagte der 19 Jahre alte Cottbuser vor seinem Comeback. „Aber ich will mich gut präsentieren und Cheftrainer Hirsch überzeugen, dass ich unbedingt in die WM-Riege gehöre“, fügte er hinzu.

Noch immer klagt das nach Fabian Hambüchen größte deutsche Turn-Talent über Schmerzen im Fuß, doch sind diese nicht mehr vergleichbar mit denen im März, als das Unheil seinen Lauf nahm. „Es war ein total komisches Geräusch. Und mir war klar, da ist was gerissen“, schilderte er die Situation vor seiner Haustür in Cottbus, als er nach einem Treppen-Stolperer schon fast alle Träume auf einen WM-Start im September ad acta legen musste.

Zuvor hatte er sich in Vorbereitung auf den Weltcup in Paris am selben Fuß verletzt. „Da war es eine Frage der Zeit, wann die Bänder nicht mehr mitmachen.
Insofern hatte ich fast noch Glück im Unglück: Wenn es im Training passiert wäre, wäre die Last auf dem Fuß ungleich größer gewesen“, sagte der gebürtige Schwedter.

Dennoch sei die Diagnose nach der Kernspintomographie von Teamarzt Hans-Peter Boschert „ein Schock“ gewesen: Riss des Syndesmosebandes und der beiden vorderen Außenbänder. Und dann kam ein paar Tage später noch ein Wundinfekt dazu.
„Das war das Schlimmste. Ich hatte Höllen-Schmerzen“, erinnerte sich der Lausitzer. Vier Wochen totale Ruhe waren die Folge. „Genau zu der Zeit, als die EM in Amsterdam lief und Fabian am Reck gewann. Aber ich habe den Kopf nicht in den Sand gesteckt und mir gesagt: Jetzt kloppe ich erst recht richtig rein“, sagte er zu den bitteren Stunden im Frühjahr.

Für acht Wochen wechselte er nach Berlin, war dort sowohl bei der Rehabilitation als auch bei den Fachärzten in besten Händen. „Der Schritt nach Berlin war goldrichtig. Neben der großartigen Unterstützung durch Doktor Boschert war dies der Schlüssel zum Erfolg, wenn Philipp jetzt das Ticket für die WM buchen kann“, meinte Chefcoach Andreas Hirsch.

Er sieht den „Fall Boy“ als Beispiel gebend auch für andere Zentren. „Man sollte immer Wege suchen, die die besten für die Athleten sind. Nicht immer ist das aus Konkurrenzgründen der Fall. Da vermisse ich oft die Flexibilität, über den Tellerrand hinaus zu schauen“, kritisiert der Berliner, räumt aber auch ein, dass „das Unternehmen Boy“ einen Riesenaufwand erforderte. „Er hat sogar Einzelstunden bei Lehrern erhalten, um zum Beispiel die Physik-Klausur auf dem Weg zum Abitur zu meistern“, ergänzte Hirsch.

Boy versucht nun in Gießen, mit seinen Leistungen allen Verantwortlichen für ihre außergewöhnlichen Bemühungen in der Vor-WM- Phase zu danken. «Am Boden kann ich momentan nur ein abgeschwächtes Programm turnen. Aber an den anderen Geräten habe ich Vergleich zur WM in Aarhus noch mal drauf gepackt», kündigte er an und will sich mit dem WM-Ticket zu seinem 20. Geburtstag selbst ein schönes Geschenk bereiten.

«Wenn wir drei Cottbuser - Robert Juckel, Steve Woitalla und ich - den Sprung nach Stuttgart schaffen, wäre das gigantisch. Das hat noch kein Stützpunkt geschafft», sieht er nicht vordergründig eine Lausitzer Konkurrenz-Situation im Kampf um die Plätze im WM-Aufgebot hinter Ausnahme-Turner Fabian Hambüchen
(financial times deutschland)
Deutsche Meisterschaften 2007
(WM-) Qualifikation
20.07.07
Mit einer überragenden Leistung gewann am heutigen Freitag Abend Fabian Hambüchen (TSG Niedergirmes) die 2. WM-Qualifikation der Turner in der gut gefüllten Gießener Sporthalle Ost.
Nur Robert Juckel (SC Cottbus - Foto) konnte dort annähernd mithalten und erturnte sich Platz 2 mit einem stabilen Auftritt und schlug somit den Sieger der 1. WM-Quali in Dessau Eugen Spiridonov.
Robert Juckel zu seinem Wettkampf: "Dies hier ist nur eine Momentaufnahme, die Wettkämpfe um die Medaillen beginnen morgen, allerdings bin ich mit meiner Leistung nicht unzufrieden, obwohl es hier und da durchaus noch Verbesserungsmöglichkeiten gibt. Ich hoffe, daß im Notizbuch des Bundestrainers nun ein dickes Ausrufezeichen hinter meinem Namen steht. Nun gilt es diese Leistung stabil zu bekommen, damit ich dem Team zur WM in Stuttgart entscheidend helfen kann"

Mit einer ansprechend stabilen Leistung wartete auch Steve Woitalla auf, der seinen Anspruch als Kandididat für das WM-Team unterstrich: "Ich will unbedingt ganz nah ans Stuttgart Team, wollte zeigen, daß man weiter mit mir rechnen muss und das man sich auf mich verlassen kann."

Inhaltlich stark präsentierte sich auch Philipp Boy, dem man allerdings bei seinem Comeback fehlende Wettkampfpraxis anmerkte: "Ich musste mich für das WM-Team über die Inhalte meiner Übungen anbieten, muss jetzt an der Stabilität arbeiten und werde bereits morgen beweisen, dass diese höher ist, als es mir heute gelungen ist."



Qualifikationsergebnisse, Männer

1. Fabian Hambüchen TSG Niedergirmes) - 92,400
2. Robert Juckel (SC Cottbus) - 91,000
3. Eugen Spiridonov (TV Bous) - 87,450
4. Brian Gladow (SC Berlin) - 86,350
5. Jens Uebel KTV Chemnitz) - 86,200
6. Steve Woitalla (SC Cottbus) - 85,950
7. Matthias Fahrig (SV Halle) - 85,700
8. Marcel Nguyen (TSV Unterhaching) - 85,550
9. Philipp Boy (SC Cottbus) - 85,400
10. Helge Liebrich (TSV Süßen) - 84,350

Qualifikation nachlesen im DM-LIVE-TICKER
Deutsche Meisterschaften live erleben
20.07.07
Es wird Ernst für Robert Juckel, Philipp Boy und Steve Woitalla (Foto) !
7 Deutsche Meistertitel sind zu vergeben, weitere 14 Medaillen warten auf Ihre Empfänger. Dafür gehen in Gießen 23 qualifizierte Bewerber an den Start.
Das Wichtigste: Die Fahrkarten zur
Turn-WM in Stuttgart können gebucht werden.
Verfolgt das event vor Ort oder über den DM-Live-Ticker ...
DM-LIVE-TICKER


offizielle DM-website

TV-coverage:
21. Juli 2007
ARD : 18:10 Uhr | Sportschau
ZDF : 22:45 Uhr | Sportstudio

22. Juli 2007
ZDF : 19:00 Uhr | heute
SWR : 22:45 Uhr | Sport im 3.

23. Juli 2007
ZDF : 15:00 Uhr | heute-Sport
[ 1 | 50 | 60 | 70 | 80 | 90 | 91 | 92 | 93 | 94 | 95 | 96 | 97 | 98 | 99 | 100 | 101 | 110 | 120 | 130 | 140 | 178 ]
SCC-AKTUELL
mit unserem Förderer

aktuelle Weltranglisten

MEILENSTEINE

Festbroschüre zum 20-jährigen Bestehen des SC Cottbus Turnen e.V.
(PDF, ca. 6,0 MB)

Kinder stark machen:
"Turnen ist in"
Die Turn-Talentschule Lausitz: eine Initiative von T.I.C. und dem SC Cottbus Turnen e.V.
klicken Sie doch mal rein !
(pdf, ca 250 kb)

Wir stehen für einen sauberen Sport!
Für einen fairen Wettkampf, in dem der Beste gewinnt und der Verlierer die Leistung seines Bezwingers respektiert.
NADA - Nationale Antidoping Agentur
SPORTCLUB COTTBUS TURNEN e.V. - Dresdener Straße 18, 03050 Cottbus, Tel: (0355) 48 63 52, E-Mail: info@scc-turnen.de